Ein inoffizielles Community-Projekt macht NVIDIAs DLSS-5-Neural-Rendering auf bestimmten AMD-Radeon-Grafikkarten nutzbar. Der Entwickler meldet deutliche Leistungsverbesserungen zwischen jüngeren Alpha-Versionen; ein separater Launcher soll die Einrichtung erleichtern. Doch die oft zitierte Steigerung von 42 Prozent vergleicht eine Mod-Version mit ihrer Vorgängerin – sie ist keine Zusage, dass ein Spiel dadurch 42 Prozent mehr Bilder pro Sekunde erreicht.
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Für Radeon-Besitzerinnen und -Besitzer, die DLSS 5 ausprobieren möchten und mit experimenteller Software leben können, klingt das interessant. Als kostenloses Leistungs-Upgrade sollte man den Mod aber nicht verstehen: Neural Rendering beansprucht Rechenleistung, und das Projekt ist nicht offiziell.
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Wie der Mod DLSS 5 auf Radeon bringt
DLSS-NR-on-AMD setzt den Neural-Rendering-Unterbau mit HIP-Kernels für AMD-Grafikkarten neu um. Es handelt sich also nicht einfach darum, NVIDIAs Software unverändert auf Radeon-Karten auszuführen. Der Mod klinkt sich in die Rendering-Pipeline kompatibler DirectX-12-Spiele ein, die bereits FSR unterstützen.
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Als Zielkarten nennt das Projekt Radeon RX 7000 und RX 9000. Ob es funktioniert, hängt allerdings auch vom jeweiligen Spiel und dessen Rendering-Setup ab. Ein universeller Schalter für DLSS 5 in jedem Spiel ist das nicht.
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Was die Angaben von 23 und 42 Prozent aussagen
Der Entwickler gibt für Alpha 0.3.3 eine Leistungsverbesserung von 23 Prozent gegenüber Version 0.3.2 an. Alpha 0.4.0 soll anschließend noch einmal 42 Prozent besser abschneiden als 0.3.3. Beide Werte vergleichen also jeweils zwei aufeinanderfolgende Mod-Versionen. Sie bedeuten nicht, dass DLSS 5 ein Spiel gegenüber dem Betrieb ohne Neural Rendering um 42 Prozent beschleunigt. Auch sind die gemeldeten Ergebnisse keine Garantie für andere Spiele, Grafikkarten oder Einstellungen.
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Der Unterschied ist wichtig, denn Neural Rendering kostet GPU-Leistung. PC Gamer berichtet in eigenen Tests von einem erheblichen Einfluss auf die Bildrate bei DLSS 5. Auch Digital Foundry sieht Fragen dazu, ob der Leistungsaufwand im Verhältnis zum visuellen Gewinn steht. Das sind Gründe, den Effekt selbst sorgfältig zu testen – aber keine exakte Messung der Kosten dieses AMD-Mods auf jedem System.
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Einfachere Einrichtung, aber weiterhin experimentell
Der AMDNR Launcher ist ein separates Projekt, das einen großen Teil der Installation und Konfiguration automatisieren soll. Berichten zufolge unterstützt er sowohl die DLSS-NR-on-AMD-Runtime als auch eine weitere HIP-Runtime. So müssen Nutzerinnen und Nutzer weniger Einrichtungsschritte von Hand erledigen.
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Ein Launcher kann den Einstieg erleichtern, macht den zugrunde liegenden Mod aber weder offiziell noch garantiert kompatibel. Das Projekt gilt als inoffiziell und experimentell; zudem können Bildfehler auftreten.
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Ausprobieren oder lieber warten?
Wer eine passende Radeon-Karte besitzt, DLSS 5 visuell testen möchte und ein kompatibles DirectX-12-Spiel mit FSR nutzt, kann den Mod als Experiment in Betracht ziehen. Die jüngsten Versionsfortschritte machen das Vorhaben vielversprechender als frühere Builds. Die veröffentlichten Prozentwerte sollte man trotzdem als vom Entwickler gemeldete Fortschritte lesen – nicht als verlässliche Vorhersage für die eigene Bildrate.
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Vorsichtiger ist es, abzuwarten, wenn stabile Bildraten, vorhersehbare Kompatibilität oder vom Grafikkartenhersteller unterstützte Software wichtiger sind. DLSS 5 kann optisch gefallen, doch Rechenaufwand und offene Fragen zum Verhältnis von Bildqualität und Leistung machen es zu einer Abwägung statt zu einem automatischen Upgrade.
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Kurz gesagt: Modder haben DLSS 5 auf einigen Radeon-Karten einfacher zugänglich gemacht und die Mod-Versionen laut eigenen Angaben beschleunigt. Die 42 Prozent beziehen sich jedoch auf einen älteren Build. Ob sich der Versuch lohnt, hängt vom Spiel, der akzeptierten Leistungseinbuße und der eigenen Bereitschaft ab, mit experimenteller Software zu hantieren.