TSMC, Samsung Electronics und SK Hynix stehen für 26,7 Prozent des Morningstar Schwellenländerindex und lieferten rund 57 Prozent seiner Rendite von 30,3 Prozent im vergangenen Jahr. Halbleiter und Technologie Hardware steuerten im ersten Halbjahr 2026 mehr zur Rendite des MSCI Emerging Markets Index bei, als der In...
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Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: How have AI-linked semiconductor stocks—particularly Taiwan Semiconductor Manufacturing, Samsung Electronics, and SK Hynix—come to dominate. Article summary: AI capital spending and demand for advanced logic chips and high-bandwidth memory have lifted TSMC, Samsung Electronics, and SK Hynix so sharply that a nominally diversified emerging-markets allocation has increasingly b. Topic tags: general, news, general web. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts with fake numbers,
Der Boom rund um künstliche Intelligenz hat die Struktur der Schwellenländerbörsen grundlegend verändert. Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC), Samsung Electronics und SK Hynix sind so stark gestiegen, dass ein klassisches Investment in einen Schwellenländerindex zunehmend wie eine konzentrierte Wette auf KI-Hardware, Taiwan und Südkorea wirkt – und weniger wie ein breit gestreutes Engagement in Entwicklungs- und Schwellenländern. 17
Diese Konzentration hat die Renditen beflügelt. Gleichzeitig erhalten Anleger beim Kauf eines Schwellenländer-ETF heute ein anderes Risikoprofil als noch vor einigen Jahren.
TSMC, Samsung Electronics und SK Hynix machen 26,7 Prozent des Morningstar Emerging Markets Target Market Exposure Index aus. In den zwölf Monaten davor steuerten die drei Unternehmen rund 57 Prozent zur Rendite des Index von insgesamt 30,3 Prozent bei. 17
Das Muster zeigt sich auch in anderen Vergleichsindizes. Im ersten Halbjahr 2026 trugen Halbleiter und Technologie-Hardware mehr zur Rendite des MSCI Emerging Markets Index bei, als der Index insgesamt gewann. Daraus folgt: Die Kursgewinne im Chipsektor glichen Verluste in anderen Bereichen des Index mehr als aus. Der Anteil des Informationstechnologie-Sektors war zudem auf fast die Hälfte des Index gestiegen. 5
Die drei Unternehmen profitieren von unterschiedlichen, aber eng miteinander verbundenen Teilen der KI-Lieferkette:
Es geht also nicht nur darum, dass Technologieaktien gut gelaufen sind. Die Marktkapitalisierung weniger Konzerne ist so stark gewachsen, dass sie inzwischen Länder-, Branchen- und Gesamtrendite des Index maßgeblich beeinflusst.
TSMC sitzt in Taiwan, Samsung und SK Hynix in Südkorea. Ihr Aufstieg hat deshalb auch die Länderstruktur von Schwellenländer-Portfolios verändert. Wer einen entsprechenden Index kauft, erhält Taiwan möglicherweise vor allem über TSMC und Südkorea vor allem über Samsung und SK Hynix – statt gleichmäßig an Banken, Konsumgütern, Industrieunternehmen und kleineren Märkten der Region beteiligt zu sein.
Einer Analyse zufolge entfallen ungefähr ein Viertel des MSCI Emerging Markets Index auf Taiwan, knapp ein Fünftel auf Südkorea, etwas weniger als ein Viertel auf China und etwa 12 Prozent auf Indien. Zusammen kommen diese vier Länder auf rund 79 Prozent des Index. 13
China und Indien sind damit keineswegs aus dem Index verschwunden. Die Bezeichnung „Schwellenländer“ kann jedoch eine vergleichsweise schmale Zusammensetzung verdecken: vier große asiatische Märkte, deren Wertentwicklung zu einem erheblichen Teil von einer einzigen Technologie-Lieferkette abhängt.
Auch im MSCI Asia Pacific ex Japan Index machen die drei Unternehmen laut Reuters inzwischen fast ein Drittel aus. 1
Kapitalgewichtete Indizes erhöhen automatisch den Anteil von Unternehmen, deren Aktienkurse und Börsenwerte besonders stark gestiegen sind. Das bildet zwar den Markt in seiner aktuellen Größe ab. Zugleich führt es dazu, dass Anleger nach einer starken Kursrally noch stärker in das bereits dominierende Thema investieren.
Wer heute einen Schwellenländer-Tracker kauft, erhält daher möglicherweise vor allem ein Engagement in:
Das ist etwas anderes als ein Portfolio, das Risiken über Banken, Konsum, Rohstoffe, Infrastruktur, Industrie und kleinere Schwellenländer verteilt.
Für aktive Fondsmanager entsteht ein zusätzliches Dilemma. Die Anlagerichtlinien vieler Fonds begrenzen den Anteil einer einzelnen Aktie oder Branche. Laut Reuters ist das gemeinsame Gewicht von TSMC, Samsung und SK Hynix inzwischen über Niveaus gestiegen, die viele aktive Portfolios als nicht mehr vertretbar ansehen. 1
Die Entscheidung ist entsprechend unangenehm: Wer die dominierenden Chipaktien untergewichtet, riskiert bei einer weiteren Rallye hinter dem Vergleichsindex zurückzubleiben. Wer ihre Gewichtung nachbildet, akzeptiert ein Klumpenrisiko, das möglicherweise den eigenen Diversifikationsregeln widerspricht.
Wie teuer diese Abweichung sein kann, zeigt das Beispiel des Coronation Global Emerging Markets Fund. Der Fonds erzielte im zweiten Quartal 2026 eine Rendite von 13,9 Prozent, blieb damit aber 10,1 Prozentpunkte hinter seinem MSCI-Emerging-Markets-Vergleichsindex zurück. Der Grund war die stark konzentrierte Rallye der KI-Lieferkette, von der die größten Indexpositionen besonders profitierten. 4
Morningstar zufolge ist die derzeitige Konzentration höher als in früheren Phasen, auf die starke Ausverkäufe folgten. 7
Die vorliegenden Quellen nennen jedoch keine einheitlichen historischen Vergleichswerte und identifizieren nicht jede dieser früheren Phasen. Eine präzise Aussage darüber, um wie viel konzentrierter der Markt heute im Vergleich zu einem bestimmten früheren Zeitraum ist, lässt sich deshalb nicht seriös treffen.
Die belastbare Schlussfolgerung ist enger gefasst: Die Konzentration ist so hoch, dass mehrere Analysten sie als zentrales Portfoliorisiko betrachten – und nicht lediglich als Nebenwirkung einer guten Wertentwicklung.
Ein konzentrierter Index kann weiterhin besser abschneiden, solange die führenden Unternehmen kräftige Gewinne erzielen. Ändern sich jedoch die Erwartungen an die gesamte Gruppe, kann dieselbe Struktur Verluste verstärken.
Für die Rallye gibt es eine solide fundamentale Grundlage. KI-Infrastruktur benötigt moderne Logikchips und spezialisierte Speicher. Taiwan und Südkorea verfügen über einen großen Teil der dafür relevanten Produktionskapazitäten. Gewinne der Halbleiterunternehmen und steigende KI-Investitionen liefern deshalb mehr als nur eine spekulative Erklärung für die Kursgewinne. 4
5
Starke Nachfrage heute garantiert allerdings nicht, dass aktuelle Wachstumsraten oder Bewertungen dauerhaft Bestand haben. Halbleitermärkte sind zyklisch: Kunden können Bestellungen reduzieren, Lagerbestände können steigen, Speicherpreise können nachgeben und Investitionsbudgets können schrumpfen. Zudem könnten Anleger die erwarteten wirtschaftlichen Erträge der KI-Infrastruktur neu bewerten.
Wenn drei Unternehmen 26,7 Prozent eines wichtigen Schwellenländerindex ausmachen, kann eine Änderung der KI-Investitionserwartungen den gesamten Index belasten – selbst dann, wenn Banken, Konsumwerte und andere Unternehmen aus Schwellenländern fundamental stabil bleiben. 17
Das entscheidende Risiko besteht daher nicht darin, dass die KI-Chance eine Illusion wäre. Es geht vielmehr darum, dass ein langfristig überzeugendes Thema möglicherweise bereits in einer kleinen Gruppe von Unternehmen und Märkten eingepreist ist. Dadurch reagieren Indexanleger ungewöhnlich empfindlich auf einen einzelnen Zyklus und ein bestimmtes Bewertungsniveau.
Einige Fondsmanager reduzieren oder begrenzen ihre Positionen in den größten Halbleiterwerten und suchen nach Anlagen, die weniger eng an den KI-Hardwarezyklus gekoppelt sind. Berichte über den Markt nennen unter anderem chinesische Finanzwerte, Unternehmen aus den ASEAN-Staaten und indische Aktien als mögliche Quellen für eine breitere Schwellenländer-Exposure. 1
7
Diese Bereiche können andere Wachstumstreiber abbilden – etwa heimische Kreditvergabe, Konsum, Infrastruktur oder regionale Produktion. Eine breitere Streuung macht ein Investment jedoch nicht automatisch günstig oder attraktiv. Sie verändert lediglich die Risiken. Außerdem müssen aktive Manager damit rechnen, schlechter abzuschneiden, wenn die konzentrierte Chip-Rallye weitergeht.
Die Bezeichnung eines ETFs oder Investmentfonds reicht nicht aus, um seine tatsächliche Diversifikation zu beurteilen. Anleger sollten insbesondere auf folgende Punkte achten:
Die KI hat für TSMC, Samsung Electronics und SK Hynix echte Ertragskraft und strategische Bedeutung geschaffen. Das erklärt ihren enormen Einfluss auf die Renditen der Schwellenländer. Gleichzeitig ist ein breiter Schwellenländerindex dadurch ungewöhnlich abhängig von drei Unternehmen, zwei Ländern und einem Technologiezyklus.
Wer tatsächlich breit über Schwellenländer diversifizieren möchte, sollte deshalb die Länder-, Branchen- und Einzelgewichtungen des Fonds prüfen. Auf das Etikett „Emerging Markets“ allein ist dabei kein Verlass.
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TSMC, Samsung Electronics und SK Hynix stehen für 26,7 Prozent des Morningstar Schwellenländerindex und lieferten rund 57 Prozent seiner Rendite von 30,3 Prozent im vergangenen Jahr.
TSMC, Samsung Electronics und SK Hynix stehen für 26,7 Prozent des Morningstar Schwellenländerindex und lieferten rund 57 Prozent seiner Rendite von 30,3 Prozent im vergangenen Jahr. Halbleiter und Technologie Hardware steuerten im ersten Halbjahr 2026 mehr zur Rendite des MSCI Emerging Markets Index bei, als der Index insgesamt gewann; der IT Anteil näherte sich dabei der Hälfte des Index.
Die geografische Konzentration ist ebenfalls hoch: Taiwan, China, Südkorea und Indien machen zusammen rund 79 Prozent des MSCI Emerging Markets Index aus.
TSMC, Samsung Electronics und SK Hynix stehen für 26,7 Prozent des Morningstar Schwellenländerindex und lieferten rund 57 Prozent seiner Rendite von 30,3 Prozent im vergangenen Jahr. Halbleiter und Technologie Hardware steuerten im ersten Halbjahr 2026 mehr zur Rendite des MSCI Emerging Markets Index bei, als der In...
Veröffentlicht vonBearbeitet mit GPT-5.6 LunaBilder erstellt mit GPT Image 1.5
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: How have AI-linked semiconductor stocks—particularly Taiwan Semiconductor Manufacturing, Samsung Electronics, and SK Hynix—come to dominate. Article summary: AI capital spending and demand for advanced logic chips and high-bandwidth memory have lifted TSMC, Samsung Electronics, and SK Hynix so sharply that a nominally diversified emerging-markets allocation has increasingly b. Topic tags: general, news, general web. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts with fake numbers,
Der Boom rund um künstliche Intelligenz hat die Struktur der Schwellenländerbörsen grundlegend verändert. Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC), Samsung Electronics und SK Hynix sind so stark gestiegen, dass ein klassisches Investment in einen Schwellenländerindex zunehmend wie eine konzentrierte Wette auf KI-Hardware, Taiwan und Südkorea wirkt – und weniger wie ein breit gestreutes Engagement in Entwicklungs- und Schwellenländern. 17
Diese Konzentration hat die Renditen beflügelt. Gleichzeitig erhalten Anleger beim Kauf eines Schwellenländer-ETF heute ein anderes Risikoprofil als noch vor einigen Jahren.
TSMC, Samsung Electronics und SK Hynix machen 26,7 Prozent des Morningstar Emerging Markets Target Market Exposure Index aus. In den zwölf Monaten davor steuerten die drei Unternehmen rund 57 Prozent zur Rendite des Index von insgesamt 30,3 Prozent bei. 17
Das Muster zeigt sich auch in anderen Vergleichsindizes. Im ersten Halbjahr 2026 trugen Halbleiter und Technologie-Hardware mehr zur Rendite des MSCI Emerging Markets Index bei, als der Index insgesamt gewann. Daraus folgt: Die Kursgewinne im Chipsektor glichen Verluste in anderen Bereichen des Index mehr als aus. Der Anteil des Informationstechnologie-Sektors war zudem auf fast die Hälfte des Index gestiegen. 5
Die drei Unternehmen profitieren von unterschiedlichen, aber eng miteinander verbundenen Teilen der KI-Lieferkette:
Es geht also nicht nur darum, dass Technologieaktien gut gelaufen sind. Die Marktkapitalisierung weniger Konzerne ist so stark gewachsen, dass sie inzwischen Länder-, Branchen- und Gesamtrendite des Index maßgeblich beeinflusst.
TSMC sitzt in Taiwan, Samsung und SK Hynix in Südkorea. Ihr Aufstieg hat deshalb auch die Länderstruktur von Schwellenländer-Portfolios verändert. Wer einen entsprechenden Index kauft, erhält Taiwan möglicherweise vor allem über TSMC und Südkorea vor allem über Samsung und SK Hynix – statt gleichmäßig an Banken, Konsumgütern, Industrieunternehmen und kleineren Märkten der Region beteiligt zu sein.
Einer Analyse zufolge entfallen ungefähr ein Viertel des MSCI Emerging Markets Index auf Taiwan, knapp ein Fünftel auf Südkorea, etwas weniger als ein Viertel auf China und etwa 12 Prozent auf Indien. Zusammen kommen diese vier Länder auf rund 79 Prozent des Index. 13
China und Indien sind damit keineswegs aus dem Index verschwunden. Die Bezeichnung „Schwellenländer“ kann jedoch eine vergleichsweise schmale Zusammensetzung verdecken: vier große asiatische Märkte, deren Wertentwicklung zu einem erheblichen Teil von einer einzigen Technologie-Lieferkette abhängt.
Auch im MSCI Asia Pacific ex Japan Index machen die drei Unternehmen laut Reuters inzwischen fast ein Drittel aus. 1
Kapitalgewichtete Indizes erhöhen automatisch den Anteil von Unternehmen, deren Aktienkurse und Börsenwerte besonders stark gestiegen sind. Das bildet zwar den Markt in seiner aktuellen Größe ab. Zugleich führt es dazu, dass Anleger nach einer starken Kursrally noch stärker in das bereits dominierende Thema investieren.
Wer heute einen Schwellenländer-Tracker kauft, erhält daher möglicherweise vor allem ein Engagement in:
Das ist etwas anderes als ein Portfolio, das Risiken über Banken, Konsum, Rohstoffe, Infrastruktur, Industrie und kleinere Schwellenländer verteilt.
Für aktive Fondsmanager entsteht ein zusätzliches Dilemma. Die Anlagerichtlinien vieler Fonds begrenzen den Anteil einer einzelnen Aktie oder Branche. Laut Reuters ist das gemeinsame Gewicht von TSMC, Samsung und SK Hynix inzwischen über Niveaus gestiegen, die viele aktive Portfolios als nicht mehr vertretbar ansehen. 1
Die Entscheidung ist entsprechend unangenehm: Wer die dominierenden Chipaktien untergewichtet, riskiert bei einer weiteren Rallye hinter dem Vergleichsindex zurückzubleiben. Wer ihre Gewichtung nachbildet, akzeptiert ein Klumpenrisiko, das möglicherweise den eigenen Diversifikationsregeln widerspricht.
Wie teuer diese Abweichung sein kann, zeigt das Beispiel des Coronation Global Emerging Markets Fund. Der Fonds erzielte im zweiten Quartal 2026 eine Rendite von 13,9 Prozent, blieb damit aber 10,1 Prozentpunkte hinter seinem MSCI-Emerging-Markets-Vergleichsindex zurück. Der Grund war die stark konzentrierte Rallye der KI-Lieferkette, von der die größten Indexpositionen besonders profitierten. 4
Morningstar zufolge ist die derzeitige Konzentration höher als in früheren Phasen, auf die starke Ausverkäufe folgten. 7
Die vorliegenden Quellen nennen jedoch keine einheitlichen historischen Vergleichswerte und identifizieren nicht jede dieser früheren Phasen. Eine präzise Aussage darüber, um wie viel konzentrierter der Markt heute im Vergleich zu einem bestimmten früheren Zeitraum ist, lässt sich deshalb nicht seriös treffen.
Die belastbare Schlussfolgerung ist enger gefasst: Die Konzentration ist so hoch, dass mehrere Analysten sie als zentrales Portfoliorisiko betrachten – und nicht lediglich als Nebenwirkung einer guten Wertentwicklung.
Ein konzentrierter Index kann weiterhin besser abschneiden, solange die führenden Unternehmen kräftige Gewinne erzielen. Ändern sich jedoch die Erwartungen an die gesamte Gruppe, kann dieselbe Struktur Verluste verstärken.
Für die Rallye gibt es eine solide fundamentale Grundlage. KI-Infrastruktur benötigt moderne Logikchips und spezialisierte Speicher. Taiwan und Südkorea verfügen über einen großen Teil der dafür relevanten Produktionskapazitäten. Gewinne der Halbleiterunternehmen und steigende KI-Investitionen liefern deshalb mehr als nur eine spekulative Erklärung für die Kursgewinne. 4
5
Starke Nachfrage heute garantiert allerdings nicht, dass aktuelle Wachstumsraten oder Bewertungen dauerhaft Bestand haben. Halbleitermärkte sind zyklisch: Kunden können Bestellungen reduzieren, Lagerbestände können steigen, Speicherpreise können nachgeben und Investitionsbudgets können schrumpfen. Zudem könnten Anleger die erwarteten wirtschaftlichen Erträge der KI-Infrastruktur neu bewerten.
Wenn drei Unternehmen 26,7 Prozent eines wichtigen Schwellenländerindex ausmachen, kann eine Änderung der KI-Investitionserwartungen den gesamten Index belasten – selbst dann, wenn Banken, Konsumwerte und andere Unternehmen aus Schwellenländern fundamental stabil bleiben. 17
Das entscheidende Risiko besteht daher nicht darin, dass die KI-Chance eine Illusion wäre. Es geht vielmehr darum, dass ein langfristig überzeugendes Thema möglicherweise bereits in einer kleinen Gruppe von Unternehmen und Märkten eingepreist ist. Dadurch reagieren Indexanleger ungewöhnlich empfindlich auf einen einzelnen Zyklus und ein bestimmtes Bewertungsniveau.
Einige Fondsmanager reduzieren oder begrenzen ihre Positionen in den größten Halbleiterwerten und suchen nach Anlagen, die weniger eng an den KI-Hardwarezyklus gekoppelt sind. Berichte über den Markt nennen unter anderem chinesische Finanzwerte, Unternehmen aus den ASEAN-Staaten und indische Aktien als mögliche Quellen für eine breitere Schwellenländer-Exposure. 1
7
Diese Bereiche können andere Wachstumstreiber abbilden – etwa heimische Kreditvergabe, Konsum, Infrastruktur oder regionale Produktion. Eine breitere Streuung macht ein Investment jedoch nicht automatisch günstig oder attraktiv. Sie verändert lediglich die Risiken. Außerdem müssen aktive Manager damit rechnen, schlechter abzuschneiden, wenn die konzentrierte Chip-Rallye weitergeht.
Die Bezeichnung eines ETFs oder Investmentfonds reicht nicht aus, um seine tatsächliche Diversifikation zu beurteilen. Anleger sollten insbesondere auf folgende Punkte achten:
Die KI hat für TSMC, Samsung Electronics und SK Hynix echte Ertragskraft und strategische Bedeutung geschaffen. Das erklärt ihren enormen Einfluss auf die Renditen der Schwellenländer. Gleichzeitig ist ein breiter Schwellenländerindex dadurch ungewöhnlich abhängig von drei Unternehmen, zwei Ländern und einem Technologiezyklus.
Wer tatsächlich breit über Schwellenländer diversifizieren möchte, sollte deshalb die Länder-, Branchen- und Einzelgewichtungen des Fonds prüfen. Auf das Etikett „Emerging Markets“ allein ist dabei kein Verlass.
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TSMC, Samsung Electronics und SK Hynix stehen für 26,7 Prozent des Morningstar Schwellenländerindex und lieferten rund 57 Prozent seiner Rendite von 30,3 Prozent im vergangenen Jahr.
TSMC, Samsung Electronics und SK Hynix stehen für 26,7 Prozent des Morningstar Schwellenländerindex und lieferten rund 57 Prozent seiner Rendite von 30,3 Prozent im vergangenen Jahr. Halbleiter und Technologie Hardware steuerten im ersten Halbjahr 2026 mehr zur Rendite des MSCI Emerging Markets Index bei, als der Index insgesamt gewann; der IT Anteil näherte sich dabei der Hälfte des Index.
Die geografische Konzentration ist ebenfalls hoch: Taiwan, China, Südkorea und Indien machen zusammen rund 79 Prozent des MSCI Emerging Markets Index aus.