Die Verlagerung aus China führt nicht zu einem vollständigen Rückzug, sondern zunehmend zu einer „China plus eins“ Strategie. Target soll einzelne Aufträge wieder an chinesische Zulieferer vergeben haben; Shein fährt laut Insidern Teile seines Vietnam Geschäfts zurück.
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Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: How has the post-Trump-tariff rush to move manufacturing from China to countries such as India, Vietnam, Indonesia, Thailand, the United Sta. Article summary: The relocation push has not become a wholesale exodus from China. Instead, it is producing a “China plus one” model: companies retain China for complex, dependable, cost-competitive production while keeping overseas capa. Topic tags: general, government, education, news, general web. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, c
Unternehmen, die ihre Beschaffung wegen der US-Zölle aus China verlagert hatten, stellen fest: Ein niedrigerer Zollsatz schafft nicht automatisch ein funktionierendes Produktionssystem. Für viele wird daher nicht die komplette Abkehr von China zur Lösung, sondern eine „China-plus-eins“-Strategie: China bleibt der zentrale Fertigungs- und Zulieferstandort, während Kapazitäten in anderen Ländern als Absicherung gegen künftige Handelskonflikte erhalten bleiben. Umfassende Daten dazu, wie viele Aufträge zurückkehren, gibt es zwar nicht. Die von Reuters berichteten Unternehmensfälle deuten jedoch auf eine spürbare Neubewertung hin. 18
In China treffen dichte Zuliefernetzwerke, Komponenten, spezialisierte Maschinen, erfahrene Arbeitskräfte und Produktionswissen aufeinander. Das erlaubt es Fabriken häufig, Materialien kurzfristig zu beschaffen, Qualitätsprobleme zu beheben oder Stückzahlen rasch anzupassen – ohne ein vielstufiges Netzwerk über mehrere Länder hinweg neu aufbauen zu müssen. Besonders bei komplexen Produkten, hohen Qualitätsanforderungen oder engen Lieferterminen ist diese operative Tiefe entscheidend. 18
Einsparungen bei Löhnen oder Zöllen können schnell durch andere Kosten aufgezehrt werden: importierte Vorprodukte, fehlende Ausrüstung, Logistikaufwand, Qualitätsmängel, Verzögerungen und die Verwaltung paralleler Lieferketten. 18
Der US-Einzelhändler Target hat laut mit der Sache vertrauten Personen einige Bestellungen wieder an chinesische Lieferanten vergeben. Als Gründe wurden Störungen in Lieferketten und Produktionsengpässe an anderen Standorten genannt. Der Online-Modehändler Shein fährt demnach Teile seiner Aktivitäten in Vietnam zurück. Das bedeutet nicht, dass die Fertigung außerhalb Chinas endet – es zeigt aber, dass ein Standortwechsel deutlich komplizierter ist als die Suche nach einem günstigeren Land. 18
Dawang Metals verlor Aufträge, nachdem ein US-Kunde die Produktion nach Indien verlegt hatte. Als der Kunde dort auf Probleme stieß, erhielt das Unternehmen Geschäft zurück. Dawang prüfte selbst eine Produktion im Ausland, entschied sich jedoch dagegen, weil sich die Vorteile der chinesischen Zulieferkette nicht einfach nachbilden ließen. 18
Ein Exporteur von Gartenmöbeln aus Hangzhou schloss 2024 eine zuvor in Ho-Chi-Minh-Stadt eröffnete Werkstatt und holte die Produktion nach China zurück. In Vietnam war notwendige Ausrüstung schwer zu beschaffen; selbst Schrauben und Formen für Becherhalter mussten aus China importiert werden. Rechnet man diese Abhängigkeiten und die Logistik ein, war Vietnam kaum noch günstiger. 18
Das polnische Unternehmen DST Pack bezieht rund 80 % seiner Produktion von einem Partner in Shenzhen und hält Werke in den USA und Europa als Reservekapazitäten vor. Diese Alternativen kosten laut Reuters pro Stück zwei- bis dreimal so viel. Zugleich sah DST Pack seinen chinesischen Partner während eines energiebedingten Anstiegs der Kosten für Kunststoffvorprodukte als die stabilere Option. 18
Die ursprüngliche Rechnung war klar: Eine Fertigung in Südostasien konnte für den US-Markt niedrigere Zölle bedeuten als Ware aus China. Nach Schätzungen der Economist Intelligence Unit, auf die Reuters verweist, lag der effektive US-Zollsatz bei rund 20 % für China, gegenüber 6,1 % für Vietnam, 13,4 % für Indonesien und 4,5 % für Thailand. 18
Diese Unterschiede bleiben für zollsensible Produkte wichtig. Der Anreiz zur vollständigen Verlagerung nahm jedoch ab, als die USA Zölle auf weitere Länder ausweiteten. Für Hersteller, die weiter auf chinesische Werkzeuge, Teile und Zulieferkompetenz angewiesen sind, reicht ein kleinerer Zollabstand womöglich nicht aus, um Kosten und Risiken eines Komplettumzugs auszugleichen. 18
Die Reaktionen chinesischer Hersteller fallen deshalb unterschiedlich aus: Einige überdenken Auslandsinvestitionen, andere behalten bewusst eine begrenzte Produktion außerhalb Chinas als Absicherung. Reuters zitierte einen Exporteur, der etwa ein Achtel seiner Kapazität in Vietnam hielt – für den Fall einer erneuten US-Zolleskalation. 18
Ein Vergleich von Löhnen und Zollsätzen nach Ländern reicht nicht aus. Unternehmen müssen das komplette Produktionssystem bewerten:
Diversifizierung ist damit etwas anderes als Ersatz. Vietnam, Indien, Indonesien, Thailand, die USA und Europa können wichtige regionale Standorte, Reservekapazitäten oder Zollabsicherungen sein. Als automatischer Eins-zu-eins-Ersatz für China in komplexen, etablierten Lieferketten taugen sie laut den berichteten Beispielen jedoch nicht zwangsläufig. 18
Vertreter der USA und Chinas haben über einen Mechanismus für den Handel mit „nicht sensiblen“ Gütern gesprochen. Dabei könnten auf Importe im Umfang von jeweils etwa 30 Milliarden US-Dollar gegenseitig Zölle gesenkt werden. 5 Das Weiße Haus erklärte zudem, der geplante US-China Board of Trade solle den bilateralen Handel mit nicht sensiblen Gütern steuern.
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Für Unternehmen wäre der wichtigste mögliche Effekt mehr Planbarkeit, nicht zwingend eine umfassende Normalisierung der Wirtschaftsbeziehungen. Begrenzte Zollsenkungen könnten den Handel mit betroffenen Waren erleichtern und China-basierte Beschaffung dort attraktiver halten, wo sie operativ überlegen ist. Entscheidend bleiben jedoch Umfang, betroffene Produktgruppen und Dauerhaftigkeit: Die Gespräche gelten als begrenzt, und Chinas Regierung beschrieb den breiteren Rahmen für gegenseitige Zollsenkungen lediglich als grundsätzliche Vereinbarung über weitere Gespräche. 15
Die Fertigungslandschaft nach der Zollwelle wird breiter aufgestellt, aber nicht chinafrei. Unternehmen, die Aufträge nach China zurückgeben, reagieren auf eine praktische Tatsache: Ein Produktionsstandort ist nur so wettbewerbsfähig wie seine Zulieferer, Maschinen, Fachkräfte und Verlässlichkeit. „China plus eins“ bleibt eine sinnvolle Absicherung. Einen alternativen Standort als einfachen Ersatz zu behandeln, kann dagegen erheblich teurer werden, als es die reine Zollrechnung vermuten lässt. 18
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Die Verlagerung aus China führt nicht zu einem vollständigen Rückzug, sondern zunehmend zu einer „China plus eins“ Strategie.
Die Verlagerung aus China führt nicht zu einem vollständigen Rückzug, sondern zunehmend zu einer „China plus eins“ Strategie. Target soll einzelne Aufträge wieder an chinesische Zulieferer vergeben haben; Shein fährt laut Insidern Teile seines Vietnam Geschäfts zurück.
Der Zollvorteil Südostasiens ist geschrumpft: Entscheidend sind für Unternehmen zunehmend die gesamten Kosten und die Belastbarkeit der Lieferkette.