Ein angeblich funktionsfähiges Mock-up, das Unbox Therapy gezeigt hat, macht Apples mutmaßliches Falt-iPhone eher umstrittener als greifbarer. Die kurze, breite Form im „Reisepass“-Format, Lautstärketasten an der Oberseite, zwei rückseitige Kameras – und vor allem die klar erkennbare Falte im Innendisplay – stoßen bei Teilen des Publikums auf Kritik. Gerade bei einem Gerät, das Berichten zufolge mehr als 2.000 US-Dollar kosten könnte, erwarten Interessierte einen sichtbar ausgereifteren Eindruck.
Wichtig bleibt: Das gezeigte Gerät ist kein von Apple bestätigtes Produkt, sondern ein nicht verifiziertes Mock-up.
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Warum das Design polarisiert
Das physische Dummy vermittelt, wie das kolportierte Buchformat wirken könnte: geschlossen kurz und breit, aufgeklappt eher ein kleines Tablet. Frühere Berichte über ähnliche Modelle beschrieben die Bauform ebenfalls als gedrungen oder reisepassähnlich. Das würde bedeuten, dass Apple offenbar das größere Display im geöffneten Zustand höher gewichtet als die Ergonomie eines herkömmlichen Smartphones.
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Genau darin liegt der Kompromiss: Ein breites Außendisplay könnte sich für Apps und das Tippen angenehmer nutzen lassen als die schmalen Außenbildschirme vieler anderer Foldables. Im geschlossenen Zustand wirkt das Modell auf manche Betrachter jedoch klobig. Auch die oben platzierten Lautstärketasten und das große Kameramodul wurden kritisiert.
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Der größte Kritikpunkt ist die Falte. Im berichteten Mock-up zieht sich eine deutliche Linie durch die Mitte des faltbaren Displays. Bei einem Premium-Foldable der ersten Generation wäre das aus Sicht potenzieller Käufer genau der Kompromiss, den Apple lösen müsste – statt ihn zu übernehmen.
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Die sichtbare Falte muss nicht dem Seriengerät entsprechen
Andere Berichte zeichnen ein anderes Bild: Apples Falt-iPhone soll ein nahezu faltenfreies Display und ein besonders robustes Scharnier erhalten. Mehrere Quellen bringen dafür Liquidmetal ins Spiel, eine amorphe Metalllegierung, die wegen ihrer Festigkeit und Verschleißresistenz gewählt worden sein könnte. Zudem soll Apple an Display-Schichten arbeiten, die die Belastung rund um die Biegestelle verteilen.
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Das alles sind weiterhin Gerüchte. Apple hat weder eine Technik gegen die Displayfalte erklärt noch überhaupt ein faltbares iPhone angekündigt. Der Widerspruch zwischen einem Dummy mit auffälliger Falte und wiederkehrenden Berichten über ein nahezu ebenes Innendisplay ist aber ein guter Grund, das Mock-up nicht als Beleg für das finale Design zu werten.
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Was für den 9. September tatsächlich bestätigt ist
Apple hat sein Event unter dem Motto „Surprise and Shine“ für Mittwoch, den 9. September 2026, um 10 Uhr pazifischer Zeit angekündigt – das entspricht 19 Uhr in Deutschland. Es soll die erste Apple-Keynote unter CEO John Ternus sein, der Tim Cook am 1. September abgelöst hat.
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Die Einladung bestätigt allerdings weder ein faltbares iPhone noch konkrete Produkte. In der Berichterstattung werden jedoch das iPhone 18 Pro, das iPhone 18 Pro Max, Apples erstes Falt-iPhone, neue Apple-Watch-Modelle und möglicherweise AirPods erwartet. Die Bezeichnung „iPhone Ultra“ ist verbreitet, aber nicht offiziell.
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Sollte das Gerät vorgestellt werden, nennen Gerüchte ein Außendisplay von etwa 5,3 bis 5,5 Zoll, ein Innendisplay von 7,7 bis 7,8 Zoll und zwei Kameras auf der Rückseite. Apple hat diese Angaben nicht bestätigt.
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Vorbestellung, Verkaufsstart und der DRAM-Engpass
Nach Apples üblichem Zeitplan würden Vorbestellungen am Freitag nach dem Event starten. Weil das 2026 auf den 11. September fiele, spekulieren Berichte über einen Beginn am Samstag, dem 12. September. Auch ein konkreter Verkaufsstart ist nicht bestätigt.
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Bedeutsamer könnte die Versorgungslage sein: Analysten und Berichte aus der Lieferkette warnen vor Engpässen bei DRAM, also Arbeitsspeicherchips. Das könnte die anfänglichen Stückzahlen des iPhone 18 Pro und des Falt-iPhones begrenzen. Für Käufer hieße das vor allem: geringe Startbestände, schnell vergriffene Vorbestellungen und längere Lieferzeiten – nicht automatisch eine Absage oder offizielle Verschiebung der Produkte.
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Entscheidend ist Apples Präsentation, nicht das Dummy
Das Mock-up zeigt vor allem, warum die Erwartungen an das mutmaßliche iPhone Ultra besonders hoch sind. Die ungewöhnlichen Proportionen könnten eine bewusste Entscheidung für mehr Nutzwert im aufgeklappten Zustand sein. Eine deutlich sichtbare Displayfalte wäre bei einem extrem teuren Gerät aber schwer zu akzeptieren.
Beim Apple-Event am 9. September sind deshalb drei Fragen zentral: Zeigt Apple ein deutlich flacheres Innendisplay? Wirkt das Scharnier hochwertig und langlebig? Und nennt das Unternehmen einen glaubwürdigen Zeitplan für die Verfügbarkeit? Bis Apple diese Punkte beantwortet, bleibt die Unbox-Therapy-Einheit ein aufsehenerregender, aber unbestätigter Vorgeschmack – kein Urteil über Apples erstes Foldable.
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