Wer 2026 in Singapur einen PC kaufen oder aufrüsten wollte, musste für viele Geräte deutlich mehr einplanen als ein Jahr zuvor. Dahinter steht nicht nur ein einzelnes teures Bauteil: Der Ausbau von Rechenzentren für KI-Anwendungen erhöht weltweit die Nachfrage nach Speicher, Datenträgern und Grafikhardware, die auch in Verbraucher-PCs gebraucht werden.
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Wie stark sind die Preise gestiegen?
Die folgenden IDC-Zahlen beschreiben Durchschnittspreise in Singapur im zweiten Quartal. Sie sagen nicht aus, dass jedes Modell oder jede Ausstattung genau um diesen Prozentsatz teurer wurde.
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| PC-Kategorie |
Durchschnitt Q2 2025 |
Durchschnitt Q2 2026 |
Anstieg zum Vorjahr |
| Herkömmliche Laptops |
etwa 1.300 S$ |
1.650 S$ |
26 % |
| Herkömmliche Desktop-PCs |
etwa 1.100 S$ |
1.410 S$ |
28 % |
| Gaming-Desktops |
etwa 1.330 S$ |
knapp 1.860 S$ |
39 % |
| Gaming-Laptops |
2.460 S$ |
2.890 S$ |
17 % |
Die Laptop-Zahl bezieht sich auf herkömmliche Windows-Geräte; ein Bericht nennt als Beispiel ein Modell mit 16 GB Arbeitsspeicher. Eine einheitliche Prozessor- oder SSD-Ausstattung lässt sich daraus nicht ableiten. Auch der Einfluss von Rabatten auf ältere Lagerware ist mit diesen Zahlen nicht gesondert bezifferbar.
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Warum vor allem RAM ins Geld geht
Besonders deutlich zeigt sich die Knappheit beim Arbeitsspeicher, für den sich in der Berichterstattung der Ausdruck „RAMageddon“ findet. Doch auch SSDs und Grafikkarten stehen unter Preisdruck.
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17 Ein berichteter Preisvergleich aus dem Sim Lim Square, einem Einkaufszentrum für Computertechnik in Singapur, zeigt, wie stark einzelne Bauteile zwischen August 2025 und August 2026 zulegten:
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| Bauteil |
August 2025 |
August 2026 |
Ungefährer Anstieg |
| 32-GB-Kit DDR5-RAM, Dual-Channel |
195 S$ |
763 S$ |
291 % |
| Interne SSD mit 1 TB |
149 S$ |
328 S$ |
120 % |
| Nvidia-Grafikkarte der RTX-5060-Serie mit 8 GB |
572 S$ |
824 S$ |
44 % |
Das sind Vergleiche für bestimmte Bauteile, kein Preisindex für sämtliche RAM-Module, SSDs oder Grafikkarten. Händler am Sim Lim Square berichteten bereits Anfang 2026 von starken RAM-Preissprüngen innerhalb weniger Wochen – Produkt und Kaufzeitpunkt können bei einem konkreten Angebot also viel ausmachen.
11 Belastbare Vorher-nachher-Werte für eine 4-TB-Festplatte oder die Höhe möglicher Mainboard-Preissteigerungen im September liegen in den bereitgestellten Daten nicht vor.
Die Quellen belegen den allgemeinen Zusammenhang zwischen KI-Infrastruktur und knapperen Komponenten für Verbraucher-PCs. Sie beziffern jedoch weder eine Verlagerung der Produktion zu margenstärkeren Unternehmenskunden noch einen Rückgang der Fertigung von Grafikspeicher.
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17 Der Hersteller PC Partner warnte zudem, Engpässe bei Grafikkarten und höhere Kosten könnten PCs später im Jahr 2026 weiter verteuern, besonders Einstiegsmodelle. Das war eine Prognose, kein bereits gemessener zusätzlicher Preisanstieg.
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Kaufen oder auf günstigere Preise warten?
Einige Händler in Singapur meldeten laut einer Zusammenfassung der Berichterstattung Absatzrückgänge bei PCs von 20 bis 80 %, weil Kunden Käufe verschoben. Die Spanne beschreibt einzelne Geschäfte, nicht den gesamten Markt.
17 Wie viel davon auf Bauteilpreise und wie viel auf andere Unsicherheiten zurückgeht, lässt sich aus den vorliegenden Angaben nicht verlässlich trennen.
Wer jetzt einen Rechner braucht, sollte aktuelle Angebote und deren tatsächliche Ausstattung vergleichen, statt von einem baldigen allgemeinen Preisrückgang auszugehen. Bei einem optionalen Upgrade bleibt eher Spielraum zum Warten: IDC erwartet bis ins Jahr 2027 hinein hohe PC-Preise und erst gegen dessen zweite Hälfte einen leichten Rückgang.
6 Eine deutlichere Entlastung ab 2028 wird in anderen Berichten als Möglichkeit genannt – nicht als fester Termin.
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34 Für einen belastbaren Preisvergleich mit angekündigten Apple-Preiserhöhungen reichen die vorliegenden Angaben nicht aus.