OpenAI hat die Messlatte für seine jüngste Finanzierungsrunde gesenkt: Statt 30 Milliarden US-Dollar soll das Unternehmen nun rund 20 Milliarden einsammeln. Zugleich ging die angestrebte Bewertung von 1,4 auf 1,25 Billionen US-Dollar zurück. Rund 11 Milliarden US-Dollar waren Berichten zufolge zugesagt – abgeschlossen war die Runde damit noch nicht.
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Was sich bei der Finanzierungsrunde geändert hat
Das neue Ziel liegt um ein Drittel unter der ursprünglich anvisierten Summe. Auch die angestrebte Bewertung wurde um 150 Milliarden US-Dollar reduziert. Berichte führen die Anpassungen auf einen Ausverkauf bei Technologieaktien, Sorgen über die hohen Kosten der KI-Entwicklung und den Wettbewerb um Anlegerkapital durch den bevorstehenden Börsengang des Konkurrenten Anthropic zurück.
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Das Wall Street Journal berichtete, OpenAI habe Zusagen über rund 11 Milliarden US-Dollar erhalten, nachdem einige große Investoren zunächst zurückhaltend gewesen seien.
33 Reuters zitierte einen Bericht der Financial Times, wonach Investoren ihre Beteiligungen reduziert hätten und beim ersten Abschluss weniger als 20 Milliarden US-Dollar zusammenkommen dürften.
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Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Zusagen und tatsächlich abgeschlossenem Geschäft: Die gemeldeten 11 Milliarden US-Dollar sind nicht gleichbedeutend mit Geld, das OpenAI bereits zur Verfügung steht. CNBC zufolge war die Runde noch offen; die Zahlen könnten sich daher ändern.
12 Die verfügbaren Berichte nennen weder einen endgültigen Betrag noch eine abgeschlossene Zuteilung der Anteile.
Warum das Marktumfeld eine Rolle spielt
Die berichtete Zurückhaltung fällt in eine Zeit, in der Anleger die Finanzierungskosten der KI-Entwicklung genauer abwägen. Reuters beschrieb den geplanten Börsengang von Anthropic als Test dafür, ob Investoren weiterhin bereit sind, die hohen Ausgaben der Branche und fremdfinanzierte Investitionen mitzutragen.
47 Auch Bloomberg berichtete, dass der bevorstehende Börsengang OpenAIs Bemühungen um Zusagen erschwere.
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Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass allein die Sorge um Rechenzentren und andere Infrastrukturkosten OpenAI zu neuen Konditionen bewegt hat. Die Berichte nennen ein Zusammenspiel aus schwächerem Marktumfeld, Ausgabenbedenken und Konkurrenz um Kapital.
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Abu Dhabi: zusätzliche Geschäftsbeziehungen, keine bestätigte Finanzierung
Am 2. November traf OpenAI-Chef Sam Altman den Kronprinzen von Abu Dhabi. Anschließend wurden vier Vereinbarungen zwischen OpenAI und in Abu Dhabi ansässigen Einrichtungen bekannt gegeben. Sie betreffen laut dem Medienbüro Abu Dhabis Bereiche wie Regierung, Energie und Investitionen.
24 Eine Vereinbarung umfasst ADNOC, G42 und OpenAI; separate Berichte beschreiben den Einsatz von OpenAI-Technologie im Betrieb des Energieunternehmens.
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Die Abkommen zeigen, dass OpenAI neben der Suche nach Kapital auch seine geschäftlichen Beziehungen in der Region ausbaut. CNBC berichtete, das Unternehmen bemühe sich im Rahmen der 20-Milliarden-Dollar-Runde um Mittel von regionalen Investoren.
25 Die Ankündigungen nennen aber keine Finanzierungssummen, bestätigen keine konkreten Beteiligungen an der Runde und belegen nicht, dass die Vereinbarungen deren Finanzierung sichern.
Der Unterschied ist entscheidend: Potenzielle Investoren, unterzeichnete Geschäftsvereinbarungen und eine abgeschlossene Finanzierungsrunde sind drei verschiedene Dinge. Belegt ist bislang eine kleinere, niedriger bewertete Finanzierungsrunde neben engeren Beziehungen zu Abu Dhabi – nicht ein erfolgreicher Abschluss oder der Nachweis, dass die Geschäftsabkommen OpenAIs Infrastrukturbedarf finanzieren.