Microsoft nimmt die Bezeichnung „Copilot+ PC“ bei neuen Surface-Geräten zurück – schafft damit aber nicht die Technik dahinter ab. Surface-Manager Brett Ostrum bestätigte gegenüber Windows Central, dass die neuen Systeme nicht mehr so genannt werden. Laut Berichterstattung erfüllen entsprechend ausgestattete Geräte weiterhin die Hardwareanforderungen und unterstützen Copilot+-Funktionen. Auch Microsoft selbst verwendet den Namen noch in seinen Windows- und Geschäftsseiten.
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Wie sich der Kurswechsel zeigte
Microsoft führte die Gerätekategorie im Mai 2024 mit den ersten PCs auf Basis von Snapdragon X ein. Bei der Vorstellung des Nvidia-basierten Surface Laptop Ultra im Juni 2026 stand dagegen dessen KI-Rechenleistung im Vordergrund; die Bezeichnung „Copilot+ PC“ fiel laut Berichten nicht. PCMag beobachtete zudem, dass Microsoft auf seiner Entwicklerkonferenz Build 2026 zwar KI und lokal arbeitende Software-Agenten hervorhob, die PC-Marke aber nicht ins Zentrum stellte. Das waren Hinweise auf eine veränderte Vermarktung, keine offizielle Ankündigung ihres Endes.
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Im September berichtete Windows Central dann, neue Surface-PCs würden nicht mehr Copilot+ PCs heißen, obwohl sie die entsprechenden Funktionen unterstützen. Auch andere PC-Hersteller verwenden die Bezeichnung Berichten zufolge seltener in Produktnamen und Werbung. Ganz einheitlich ist das Bild allerdings nicht: Noch im Juni wurden neue Surface-Modelle mit Copilot+-Branding beschrieben, und Microsofts Surface-Support führt geeignete Geräte weiterhin unter der Kategorie. Der Name verliert an Sichtbarkeit; verschwunden ist er nicht.
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Warum die Bezeichnung an Strahlkraft verloren haben könnte
Der Start der Copilot+-Geräte war von Fragen zur App-Kompatibilität von Windows auf Arm und von Kritik an der Funktion Recall begleitet. Berichten zufolge verzögerten Sicherheits- und Datenschutzbedenken deren Einführung; Microsoft führt Recall weiterhin als Vorschau. Das liefert Kontext für den Rückzug des Labels, belegt aber nicht, welcher Faktor Microsofts Entscheidung wie stark beeinflusst hat.
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Unabhängig davon hat Microsoft angekündigt, überflüssige Copilot-Einstiegspunkte in Windows zu reduzieren und KI gezielter dort einzusetzen, wo sie nützlich ist. Eine ausdrückliche Begründung für die Surface-Namensgebung ist das nicht. Wie Verbraucher die Copilot-Marke insgesamt bewerten, lässt sich aus den vorliegenden Quellen ebenfalls nicht beziffern.
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Worauf Käufer jetzt achten sollten
Microsoft nennt für einen Copilot+ PC im Privatkundenbereich eine NPU mit mindestens 40 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde (40 TOPS), 16 GB Arbeitsspeicher, eine 256-GB-SSD und Windows 11 ab Version 24H2. Die NPU ist ein auf KI-Aufgaben spezialisierter Chip. Nicht jede neue Surface-Konfiguration erreicht diese Schwelle: Varianten mit 8 GB RAM verfehlen laut Windows Central die Mindestanforderung und werden nicht mit Copilot+-Funktionen ausgeliefert.
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Zu den von Microsoft weiterhin aufgeführten Funktionen gehören Recall (Vorschau), Click to Do, eine verbesserte Windows-Suche, Live Captions mit Übersetzung und Windows Studio Effects. Mit Recall sollen Nutzer zuvor angesehene Inhalte anhand einer Beschreibung wiederfinden können; für Unternehmen nennt Microsoft zudem Verwaltungsoptionen durch die IT. Mehrere dieser Funktionen laufen direkt auf dem Gerät. Das bedeutet jedoch nicht, dass jede Copilot-Anfrage ausschließlich lokal verarbeitet wird: Je nach Funktion kann auch die Cloud beteiligt sein.
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Die praktische Regel lautet daher: Nicht auf ein Copilot+-Logo verlassen, sondern die genaue Geräteausstattung und die Unterstützung der gewünschten Funktionen prüfen. Der Name steht weiterhin auf Microsofts Informations- und Supportseiten sowie in einem Funktionsleitfaden von HP.
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Eine Parallele zu Windows 12?
Berichte über die Build 2026 beschrieben Microsofts Windows-Pläne eher als Weiterentwicklung von Windows 11 denn als Werbung für eine eigenständig benannte Version „Windows 12“. Die Parallele wäre: Eine Bezeichnung tritt in den Hintergrund, während am Produkt weitergearbeitet wird. Das ist eine Einordnung – kein Beleg für eine gemeinsame Strategie oder die dauerhafte Absage an einen der beiden Namen.
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