17.–18. Mai (bis 6 Uhr, 18. Mai)
Erfasst wurden 7 PLA‑Flüge, 5 PLAN‑Schiffe und 1 offizielles Schiff. Alle sieben Flugzeuge überquerten die Medianlinie und flogen in die nördliche und südwestliche ADIZ.
18.–19. Mai (bis 6 Uhr, 19. Mai)
Die Aktivität nahm zu: 13 PLA‑Flüge, 5 PLAN‑Schiffe und 2 offizielle Schiffe wurden registriert. Zehn der 13 Flugzeuge überquerten die Medianlinie und drangen in nördliche, südwestliche und östliche ADIZ‑Sektoren ein.
20.–21. Mai (bis 6 Uhr, 21. Mai)
Taiwan meldete 7 PLA‑Flüge, 7 PLAN‑Schiffe und 1 offizielles Schiff. Sechs der sieben Flugzeuge überquerten die Medianlinie und drangen in nördliche und südwestliche ADIZ‑Bereiche ein.
21.–22. Mai (bis 6 Uhr, 22. Mai)
Im folgenden Bericht wurden 6 PLA‑Flüge und 10 PLAN‑Schiffe registriert. Alle sechs Flugzeuge überquerten die Medianlinie und drangen in nördliche, südwestliche und östliche ADIZ‑Sektoren ein.
Zusammen zeigen diese Daten ein wiederkehrendes Muster: An mehreren Tagen überquerten die meisten der erfassten Flugzeuge die Medianlinie – eine lange Zeit informelle Puffergrenze zwischen China und Taiwan in der Taiwanstraße.
Taiwans Streitkräfte erklärten, sie hätten jede dieser Aktivitäten überwacht und entsprechende Verteidigungsmaßnahmen ergriffen. Laut MND gehörten dazu:
Diese Kräfte wurden eingesetzt, um chinesische Flugzeuge und Schiffe zu verfolgen und auf mögliche Annäherungen zu reagieren.
Die Einsätze nach dem Gipfel passen in ein Muster, das bereits Anfang Mai sichtbar war.
Beispiele aus früheren MND‑Berichten:
Diese Zahlen zeigen, dass Überflüge und ADIZ‑Eindringlinge bereits vor dem Gipfel regelmäßig vorkamen.
Die militärischen Aktivitäten stehen im Zusammenhang mit grundlegenden geopolitischen Spannungen um Taiwans Status und seine Sicherheitsbeziehungen zu den Vereinigten Staaten.
Peking betrachtet Taiwan als Teil seines Staatsgebiets und lehnt sowohl US‑Waffenlieferungen als auch militärische Kooperationen mit der Insel strikt ab. Diese Themen bildeten einen wichtigen Hintergrund der Gespräche zwischen Xi und Trump in Peking.
Taiwanische Regierungsvertreter argumentieren dagegen, dass die wiederholten militärischen Einsätze Chinas – darunter Flugzeugeinsätze und Marinepräsenz – Einschüchterung darstellen und den Frieden in der Region gefährden.
Die Daten des taiwanischen Verteidigungsministeriums deuten auf eine Strategie hin, die viele Analysten als dauerhafte Druckkampagne beschreiben. Flugbewegungen, Übertritte der Medianlinie und ADIZ‑Eindringlinge treten an zahlreichen Tagen auf, häufig begleitet von Marineeinheiten in der Umgebung.
Die Intensität schwankt zwar von Tag zu Tag. Insgesamt zeigt sich jedoch eine kontinuierliche militärische Präsenz Pekings rund um Taiwan – ein Signal gegen eine mögliche Unabhängigkeit der Insel und gegen ausländische militärische Unterstützung für Taipeh.
Der Gipfel zwischen Xi und Trump brachte daher keine spürbare Entspannung. Laut den offiziellen taiwanischen Daten setzten sich die nahezu täglichen chinesischen Militäraktivitäten rund um die Insel unverändert fort.
Comments
0 comments