Onimusha: Way of the Sword ist der gelungene Neustart, auf den Fans der lange ruhenden Capcom-Reihe gehofft haben. Das Spiel erschien am 4. September 2026 für PlayStation 5, Xbox Series X|S, Nintendo Switch 2 und PC. Auf Metacritic steht es bei 86 Punkten aus 86 Kritikerwertungen und damit in der Kategorie „Generally Favorable“.
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Der Konsens ist deutlich: Capcom hat die unverwechselbare Mischung aus Samurai-Fantasy, grotesken Genma-Dämonen und wuchtigen Katana-Hieben bewahrt, sie spielerisch aber spürbar weiterentwickelt.
Der größte Trumpf: Kampf mit Timing statt Tastengehämmere
Wer hier einfach nur Angriffstasten drückt, kommt nicht weit. Die Kämpfe sind deutlich bedachter als in einem typischen Character-Action-Spiel. Blocken, Ausweichen und Ablenken gegnerischer Angriffe senken die Haltungsanzeige des Gegenübers. Ist sie gebrochen, entsteht ein kurzes Zeitfenster für besonders verheerende Treffer und Zerstückelungen.
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Musashi kann darüber hinaus parieren, Angriffe zurückwerfen und die präzise getimten Issen-Konter einsetzen.
15 Genau dieses Wechselspiel aus Beobachten, Verteidigen und gezieltem Gegenschlag wird in den Tests besonders häufig hervorgehoben. Vor allem die Bosskämpfe gelten als große Stärke: fordernd, lernbar und sehr befriedigend, sobald Angriffsmuster sitzen.
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Gegenüber älteren Onimusha-Teilen ist Way of the Sword laut Kritikern komplexer und härter.
13 Der Haken: Nicht jede Spielphase hält dieses Niveau. Wiederholte Aufgaben, zu einfache Standardbegegnungen und teils abrupte Schwierigkeitsspitzen bremsen den Spielfluss.
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51 PC Gamer fasst den Zwiespalt treffend zusammen: Der Kampf sei eine „erhabene Mischung“ aus klassischer Capcom-Action und schwerem, physischem Schwertkampf – doch gegen sein eigenes Pacing komme das Spiel nicht immer an.
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Kein Soulslike – trotz Paraden und harter Bosse
Der Vergleich mit Sekiro oder Soulslikes liegt nahe: Vorsichtiges Spiel wird belohnt, unüberlegtes Vorgehen bestraft und das Lernen von Gegnerangriffen ist zentral. Dennoch ordnen Kritiker das Spiel überwiegend nicht als Soulslike ein. GamesRadar betont ausdrücklich, dass es sich um ein reaktionsschnelles Actionspiel handle, das belohnt, ohne dauerhaft unerbittlich zu sein.
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Die passendere Erwartung lautet daher: fokussierte Capcom-Schwertaction mit klaren Kampfbegegnungen. Haltungsbrüche und Paraden sind entscheidend, doch die Identität bleibt fest bei Onimusha: filmische Dämonenjagd, stilisierte Finisher und übernatürliche Samurai-Atmosphäre statt einer Souls-typischen Struktur.
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Wer sich vor dem Anspruch scheut, kann die Schwierigkeit senken. Eine Switch-2-Kritik verweist auf einen leichten Modus, der die Einstiegshürde deutlich reduziert.
2 Die Standarderfahrung ist aber bewusst anspruchsvoll, und einzelne späte Kämpfe werden als besonders hart beschrieben.
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Musashi, Genma und eine auffällige RE-Engine-Präsentation
Im Mittelpunkt steht Miyamoto Musashi, der im feudalen Japan gegen die Genma kämpft – übernatürliche Dämonen, die das Land heimsuchen.
46 Sein Gesicht basiert auf dem verstorbenen japanischen Schauspieler Toshiro Mifune. Kritiker sehen diese Entscheidung durch außergewöhnlich ausdrucksstarke Gesichtsanimationen und eine charismatische Figurendarstellung gut getragen.
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Die Inszenierung gehört zu den klaren Vorzügen. Detaillierte Schauplätze, aufwendige Zwischensequenzen, lebendige Gesichter und kreative Monstergestaltung werden wiederholt als Stärken der RE Engine genannt.
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Bei der Erzählung ist das Bild weniger einheitlich. Musashi und Teile der Nebenfiguren kommen gut an, doch manche Tests kritisieren Tonwechsel und Abschnitte, die die Geschichte unnötig strecken.
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Auch bei der Sprachausgabe gehen die Eindrücke auseinander: Eine Kritik lobt die gehörte japanische Vertonung, während Tom’s Guide die englische Synchronisation als uneinheitlich bewertet.
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8 Eine pauschale Wertung für sämtliche Sprachfassungen wäre deshalb nicht angebracht.
Switch 2: Handheld-tauglicher, überzeugender Port
Die ersten Besprechungen der Switch-2-Version fallen ermutigend aus. Die Portierung soll die detaillierten Umgebungen und Charaktermodelle sowohl am Fernseher als auch mobil überzeugend transportieren. Nintendo Life berichtet zwar von einem sichtbaren Auflösungsrückgang im Handheld-Modus, hält die Optik aber weiterhin für beeindruckend. Nintendo World Report empfand die Darstellung im Dock- und Handheld-Betrieb als gelungen; die offene Bildraten-Option wirkte dort im Test etwas flüssiger.
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Loot Level Chill meldet keine auffälligen Framerate-Einbrüche, nahezu unmerkliche Ladezeiten sowie eine Wahl zwischen fest eingestellten 30 fps und einer nicht begrenzten Bildrate.
1 Auch Pocket Tactics bescheinigt der Switch-2-Fassung eine sehr gute Leistung.
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Das sind starke Praxis-Eindrücke für ein Spiel, dessen Parierfenster präzises Timing verlangen. Für ein endgültiges Technikurteil über PS5, Xbox Series X|S, PC und Switch 2 reichen die bisher veröffentlichten Tests allerdings nicht aus. Die Quellen stützen das Fazit, dass Switch 2 eine gute Option ist – besonders für Handheld-Spieler –, nicht aber eine definitive Rangfolge bei Auflösung, Bildrate oder Bildqualität.
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Spielzeit und die wiederkehrende Pacing-Kritik
Für die Kampagne auf normalem Schwierigkeitsgrad werden etwa 15 Stunden genannt. Wer erkundet und auf Vervollständigung spielt, kann mit ungefähr 15 bis 25 Stunden rechnen.
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Diese Größe lässt Raum für die filmische Aufmachung und die Entwicklung des Kampfsystems. Gleichzeitig liegt darin die häufigste Schwäche: Mehrere Kritiken bemängeln Routinekämpfe mit wenig Druck, wiederholte Beschäftigungen und zähe Übergangsabschnitte.
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Damit richtet sich Way of the Sword vor allem an Spielerinnen und Spieler, die defensive Schwertmechaniken meistern und große Duelle auskosten wollen. Wer eine durchgehend straff erzählte Actionkampagne erwartet, dürfte die längeren Durchhänger stärker spüren.
Was die Kritiken unterm Strich sagen
- Die besten Gründe zu spielen: Haltungsbasiertes Schwertkämpfen, perfekte Paraden und Issen-Konter, starke Bosskämpfe, ausdrucksstarke Grafik und eine überzeugend zurückgebrachte Samurai-Horror-Identität.
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- Die größten Vorbehalte: ungleichmäßiges Tempo, Wiederholungen, stellenweise geringe Gegnervielfalt und eine nicht immer sauber ausbalancierte Schwierigkeit.
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- Zur Switch 2: Die bisherigen Eindrücke im Dock- und Handheld-Betrieb sind positiv, doch belastbare Vergleichsmessungen für ein abschließendes Plattformurteil fehlen noch.
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Für Capcom ist Way of the Sword ein wichtiges Signal: Eine lange pausierende Reihe kann mit moderner Kampfmechanik zurückkehren, ohne ihre Eigenart einzubüßen. Die RE Engine trägt mit ihren Details und Charakteranimationen sichtbar dazu bei.
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49 Nicht alles sitzt perfekt – doch die Testlage macht klar, dass Onimusha nicht allein aus Nostalgie zurück ist, sondern weil sein Schwertkampf weiterhin eine eigene Handschrift hat.