Wer derzeit ein iPhone oder einen Mac mini kaufen will, sieht höhere Einstiegspreise. Ein wichtiger Hintergrund ist der Speicherchipmarkt: KI-Rechenzentren benötigen große Mengen besonders schnellen Speichers und Server-Arbeitsspeichers. Hersteller richten Fertigungskapazitäten auf diese Nachfrage aus; für Speicherchips in Smartphones und PCs bleibt dadurch weniger Spielraum. Das erhöht den Kostendruck, erklärt aber nicht nachweislich jeden einzelnen Aufschlag im Ladenpreis.
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Was kosten die iPhones jetzt?
In den USA beginnt das iPhone 18 Pro bei 1.199 US-Dollar, das Pro Max bei 1.299 US-Dollar. Beide Einstiegspreise liegen jeweils 100 US-Dollar über denen der Vorgänger. Das neue faltbare iPhone Duo startet bei 1.999 US-Dollar; als neues Modell hat es keinen Vorjahrespreis, mit dem sich ein Anstieg berechnen ließe.
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Auch bereits erhältliche Modelle, die Apple weiterhin neu verkauft, wurden in den USA jeweils 100 US-Dollar teurer: Das iPhone 16 beginnt nun bei 799 US-Dollar, das iPhone 17e bei 699 US-Dollar, das iPhone 17 bei 899 US-Dollar und das iPhone Air bei 1.099 US-Dollar.
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Für Großbritannien berichtet The Guardian von einem Aufschlag von 100 Pfund für die iPhone-Palette, ältere Modelle eingeschlossen. Bei von Apple generalüberholten iPhones – also gebraucht angebotenen und wiederaufbereiteten Geräten – seien es 60 bis 70 Pfund mehr. Eine verlässliche Liste britischer Vorher-nachher-Preise für jedes Modell liegt in den verfügbaren Quellen nicht vor.
1 Die genannten Dollar- und Pfundbeträge sind Preise für diese Märkte, keine umgerechneten Euro-Preise.
Sind Samsung und Google ebenfalls betroffen?
Laut demselben britischen Bericht haben Samsung und Google ihre Spitzenmodelle um bis zu 80 Pfund verteuert. Das liegt unter dem gemeldeten Aufschlag von 100 Pfund für Apples iPhone-Palette. Ein Vergleich identischer Modell- und Speichervarianten ist damit aber nicht möglich: „Bis zu“ bezeichnet keinen einheitlichen Preisschritt. Vergleichbare US-Zahlen für die Konkurrenz belegen die vorliegenden Quellen nicht.
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Warum ist beim Mac mini mal von 100 und mal von 300 die Rede?
Der M6 Mac mini startet bei 899 US-Dollar in den USA und 899 Pfund in Großbritannien. Sein Vorgänger mit M4-Chip kostete zum Marktstart jeweils 599 US-Dollar beziehungsweise 599 Pfund. Vergleicht man die Einführungspreise, ergibt sich also ein Plus von 300 US-Dollar beziehungsweise 300 Pfund.
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Der US-Einstiegspreis des älteren Mac mini war vor Erscheinen des M6 allerdings bereits auf 799 US-Dollar gestiegen. Gegenüber diesem späteren Preis beträgt der neue Aufschlag 100 US-Dollar. Beide Angaben sind richtig – sie verwenden unterschiedliche Vergleichszeitpunkte.
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Ob der Rechner sein Geld noch wert ist, bewerten Tester unterschiedlich. Tom’s Hardware sieht den Mac mini trotz seiner Leistung beim Preis-Leistungs-Verhältnis im Rückstand; ein Testüberblick zitiert WIRED dagegen mit der Einschätzung, er sei „immer noch ein gutes Angebot“. Für Käufer zählt deshalb nicht allein der höhere Einstiegspreis, sondern auch, ob sie die gebotene Leistung benötigen.
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Was bedeutet der Engpass für Apple – und wann endet er?
Apple soll zugestimmt haben, für DRAM-Arbeitsspeicher und NAND-Speicherchips 30 bis 40 Prozent mehr zu zahlen als im dritten Quartal 2026. Höhere Bauteilkosten können die Gewinnspanne bei Geräten schmälern, sofern sie nicht durch höhere Verkaufspreise oder Einsparungen an anderer Stelle ausgeglichen werden. Wie stark Apples Marge tatsächlich betroffen ist oder welcher Anteil eines konkreten Preisaufschlags allein auf Speicher entfällt, lässt sich aus den verfügbaren Angaben nicht bestimmen.
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Auch für eine Entspannung gibt es keinen gesicherten Termin. Micron-Chef Sanjay Mehrotra zufolge übersteigt die Nachfrage nach DRAM und NAND das Angebot deutlich; er erwartet angespannte Bedingungen über 2027 hinaus. Eine Analyse des Thinktanks CSIS nennt Branchenschätzungen, nach denen nennenswerte neue Kapazitäten 2028 anlaufen könnten. Deloitte rechnet in seiner Analyse erst 2029 oder 2030 mit zusätzlichem Angebot. Das sind unterschiedliche Prognosen für die Chipversorgung – keine Zusagen, dass iPhone- oder Mac-Preise anschließend wieder fallen.
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