Der North-South Corridor soll Singapurs Norden besser mit der Innenstadt verbinden. Doch unerwartet schwierige Bodenverhältnisse machen den Bau nach Angaben der Land Transport Authority (LTA), Singapurs Verkehrsbehörde, aufwendiger als geplant. Die Verschiebung betrifft die Eröffnung der Strecke – nicht jede Verbesserung rund um die Baustellen muss bis dahin warten.
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Wann öffnen Hochstraße und Tunnel?
Die Hochstraße zwischen Admiralty Road West und Lentor Avenue soll ab 2029 schrittweise öffnen, zwei Jahre später als zuletzt angekündigt. Für den Tunnel zwischen Lentor Avenue und East Coast Parkway ist eine abschnittsweise Eröffnung ab 2031 statt ab 2029 vorgesehen. Diese Jahreszahlen bezeichnen jeweils den Beginn der gestaffelten Öffnung, nicht die Freigabe der gesamten Strecke auf einmal.
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Warum dauert der Bau länger?
Entlang der Trasse unterscheiden sich die Bodenverhältnisse erheblich. Im Bereich Novena und Thomson erschweren unter anderem hartes oder zerklüftetes Gestein, Felsbrocken und eindringendes Grundwasser die Aushubarbeiten. Teils mussten Bauverfahren angepasst werden.
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Auch beim Hochstraßenabschnitt dauerten Fundamentarbeiten an der Gambas Avenue und der Woodlands Avenue 8 wegen der Verlegung von Versorgungsleitungen und schwieriger Bodenverhältnisse länger. Diese Verzögerungen wirkten sich auf nachfolgende Arbeiten an Stützen und Brückensegmenten aus. Hinzu kommt, dass nahe bestehender Straßen, Leitungen und in Betrieb befindlicher MRT-Bahninfrastruktur gebaut wird.
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Wann stehen die Mehrkosten fest – und wer zahlt?
Erst nach Abschluss des Projekts, sagt die LTA. Dann lasse sich sowohl die endgültige Höhe der durch die Verzögerung entstehenden Mehrkosten als auch deren Verteilung zwischen Behörde und Bauunternehmen bestimmen. Für das Projekt wurde bislang ein Wert von 7,47 Milliarden Singapur-Dollar genannt; eine endgültige neue Gesamtsumme oder einen Anteil, den die LTA zusätzlich übernehmen wird, hat sie nicht beziffert.
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Forderungen von Bauunternehmen wegen anders als erwartet vorgefundener Bodenverhältnisse müssen anhand der jeweiligen Vertragsbedingungen und der tatsächlich angetroffenen Verhältnisse geprüft werden. Schwieriger Boden allein beantwortet also noch nicht die Frage, wer eine konkrete Forderung bezahlt. Zu einzelnen Ansprüchen liegt keine abschließende Entscheidung vor.
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Was bedeutet das für Menschen entlang der Baustellen?
Für Anwohner und Geschäfte verlängert sich die Unsicherheit über Lärm, Zugänge und Kundschaft. Die LTA rechnet damit, dass besonders störende Arbeiten an der Oberfläche ab 2027 nachlassen. Größere Arbeiten unter der Erde sollen ab 2028 nach und nach abgeschlossen werden; ebenfalls ab 2028 sollen beanspruchte Straßen, Gehwege und angrenzende Flächen schrittweise wiederhergestellt werden. Das ist nicht gleichbedeutend mit der Eröffnung von Hochstraße oder Tunnel.
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Die Behörde erklärt, sie wolle den Korridor so zügig wie möglich fertigstellen, ohne Abstriche bei der Sicherheit zu machen, und die Beeinträchtigungen während der verbleibenden Bauzeit begrenzen.
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