Samsung Display will die Auflösung eines Gaming-Smartphone-Displays von bisher 1,5K auf 2K erhöhen, ohne die Bildwiederholrate von 165 Hz zu senken. Nach Angaben des Unternehmens ist das 6,9-Zoll-OLED das erste Smartphone-Panel mit genau dieser Kombination. Es soll im iQOO 16 der Vivo-Marke iQOO zum Einsatz kommen, dessen Marktstart für September 2026 vorgesehen ist.
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Warum mehr Pixel bei 165 Hz schwierig sind
Bei 165 Hz beginnt ungefähr alle 6,06 Millisekunden ein neues Bild. In dieser Zeit müssen bei 2K mehr Pixel angesteuert werden als bei 1,5K. Erreichen die elektrischen Signale ihre Zielwerte nicht zuverlässig, können Helligkeit, Farben oder die Gleichmäßigkeit des Bildes leiden. Die sechs Millisekunden bezeichnen dabei die Dauer eines gesamten Bildes – nicht die Ladezeit, die jedem einzelnen Pixel zur Verfügung steht.
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Samsung hat die Leitungen für die Pixelsignale nach eigenen Angaben um 10 Prozent dicker ausgelegt. Ein größerer Leiterquerschnitt senkt den elektrischen Widerstand und hilft, Pixel schneller zu laden. Berichte nennen außerdem eine Entwurfspräzision im Bereich von 0,1 Nanometern. Das bedeutet nicht, dass die Leitungen selbst nur 0,1 Nanometer dick wären.
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Auch der Display-Treiberchip, der die Pixel ansteuert, wurde überarbeitet: Er wird in einem 22- statt einem 28-Nanometer-Prozess gefertigt. Berichten zufolge sinkt dadurch sein Strombedarf für Rechenvorgänge um 30 Prozent. Davon zu unterscheiden ist Samsungs Angabe, dass der gesamte Bildschirm rund 30 Prozent weniger Strom benötigt als bisherige Gaming-OLEDs mit 1,5K und 165 Hz. Der Treiber ist nur ein Teil des Stromverbrauchs; identische Testbedingungen für beide Vergleiche sind aus den vorliegenden Berichten nicht ersichtlich.
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Mehr Licht – aber unter welchen Bedingungen?
Für das iQOO 16 werden Samsungs M16-Leuchtmaterial und die Technik 2K LEAD 2.0 genannt.
1 LEAD verzichtet auf einen Polarisator, der sonst einen Teil des erzeugten Lichts absorbiert. Das kann mehr Helligkeit, weniger Stromverbrauch bei gleicher Helligkeit oder beides ermöglichen. Hinzu kommt laut Berichten eine über drei Jahre entwickelte KI-gestützte Bildoptimierung, die Helligkeits- und Farbunterschiede ausgleichen soll. Wie groß ihr eigener Beitrag zur Leistung des fertigen Panels ist, bleibt offen.
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Samsung nennt bis zu 2.800 Nits im Hochhelligkeitsmodus und bis zu 10.000 Nits bei einer On-Pixel-Ratio von 1 Prozent. Der zweite Wert gilt also nur, wenn ein winziger Teil der Pixel leuchtet; er beschreibt weder die Helligkeit des gesamten Bildschirms noch eine dauerhaft erreichbare Helligkeit.
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Für Nutzer wäre die Neuerung ein schärferes Display bei unverändert hoher Bildrate, ohne den erwartbaren Anstieg des Bildschirm-Stromverbrauchs. Ob die Angaben zum „weltweit ersten“ Panel, zur Effizienz und zur Helligkeit auch im ausgelieferten Smartphone unter Alltagsbedingungen Bestand haben, ist bislang nicht unabhängig belegt.
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