Dieses Modell hatte mehrere Effekte:
Wenn genug Kapital in die Bonding‑Curve geflossen war, wurde der Token automatisch in einen echten DEX‑Liquidity‑Pool migriert – etwa auf Raydium, eine große dezentrale Börse im Solana‑Ökosystem.
Je nach Analyse werden dafür unterschiedliche Schwellenwerte genannt, etwa:
Da diese Mechanik vollständig in SOL denominiert war, schwankten Startwerte und Schwellen stark mit dem SOL‑Preis. Bei höheren SOL‑Kursen berichteten Analysen beispielsweise von Start‑Marketcaps um 2.000 Dollar und Bonding‑Zielen von rund 30.000 Dollar.
Am 21. Mai 2026 führte Pump.fun eine neue Option ein: Token‑Ersteller können ihre Coins nun direkt mit USDC‑Liquidität starten.
Das bedeutet konkret:
Der entscheidende Unterschied liegt also im Quote‑Asset – der Währung, in der Preis und Liquidität gemessen werden.
Die Plattform begründet den Schritt vor allem mit drei Zielen.
Wenn ein Token in SOL bewertet wird, schwankt seine implizite Marktkapitalisierung automatisch mit dem SOL‑Kurs. Mit USDC als stabile Referenz können Trader Performance und Market Cap einfacher in Dollar nachvollziehen.
Frühphasen‑Trading war bislang direkt von SOL‑Preisbewegungen abhängig. Stablecoin‑Pools sollen diese unmittelbare Abhängigkeit reduzieren.
Pump.fun argumentiert, dass stabilere Preise zu breiterer Verteilung und weniger extremem Früh‑Spekulationsdruck führen können. Die Plattform spricht von „mehr Stabilität, besserer Coin‑Distribution und höheren Wachstumspotenzialen“.
Die Änderung könnte auch die Kapitalströme innerhalb von Solana verschieben.
Bisher musste jeder Pump.fun‑Launch SOL kaufen und in die Bonding‑Curve einzahlen. Seit Anfang 2024 wurden dadurch laut Berichten mehr als 5 Millionen SOL in Launch‑Liquidität gebunden.
Wenn künftig viele Projekte stattdessen USDC nutzen, könnte ein Teil der frühen Memecoin‑Liquidität von SOL‑basierten Märkten zu Stablecoin‑Pools wechseln.
Der USDC‑Launchmechanismus steht nicht isoliert da. Pump.fun verfolgt gleichzeitig mehrere Maßnahmen, um seine Position im Memecoin‑Markt zu stärken.
Eine davon ist ein aggressives Buyback‑und‑Burn‑Programm für den eigenen Token PUMP.
Diese Einnahmen stammen unter anderem aus:
Die Kombination aus neuen Launch‑Mechaniken und Token‑Buybacks deutet darauf hin, dass Pump.fun gleichzeitig drei Ziele verfolgt:
Trotz der Ankündigung sind einige Details des neuen Systems öffentlich noch unklar. In den verfügbaren Berichten fehlen konsistente Angaben zu:
Klar ist jedoch die Richtung: Pump.fun entwickelt sich von einem rein SOL‑basierten Memecoin‑Launchsystem zu einem hybriden Modell mit Stablecoin‑Liquidität. Für eine Plattform, die große Teile der Solana‑Memecoin‑Ökonomie dominiert, könnte diese Änderung langfristig beeinflussen, wie neue Tokens entstehen, bepreist werden und Liquidität anziehen.
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