Peter Brandt verbindet einen möglichen Bitcoin-Höchststand Ende 2029 mit dem erwarteten Halving 2028 und dem bisherigen Vierjahresrhythmus des Marktes. Als mögliche Spanne nannte er 300.000 bis 600.000 US-Dollar; rund 500.000 Dollar sieht er als mittleres Ziel. Das ist eine an Bedingungen geknüpfte Zyklusprognose – keine Behauptung, dass das Halving allein den Bitcoin-Kurs auf dieses Niveau treiben wird.
1
2
Welche Rolle das Halving 2028 spielt
Beim Bitcoin-Halving wird die Belohnung für das Schürfen neuer Blöcke halbiert. Das nächste Halving wird für 2028 erwartet. Brandts Prognose setzt voraus, dass der Markt danach erneut einem ähnlichen Zyklus folgt.
2
30
Historische Analysen zeigen, dass Bitcoin in früheren Zyklen häufig etwa 16 bis 18 Monate nach einem Halving seinen Höchststand erreichte. Überträgt man dieses Muster auf das für 2028 erwartete Ereignis, ergibt sich ein möglicher Gipfel im Jahr 2029 – in manchen Berichten konkret im September oder Oktober. Ein wiederkehrendes Muster aus der Vergangenheit beweist jedoch nicht, dass der nächste Zyklus denselben Zeitplan oder vergleichbare Kursgewinne mit sich bringt.
14
2
Was CryptoQuants Signale aussagen – und was nicht
CryptoQuant beschrieb Bitcoin im August 2026 als am Anfang einer möglichen Bullenmarktphase. Für eine Bestätigung müsse der Kurs jedoch über dem gleitenden 365-Tage-Durchschnitt schließen, der damals bei etwa 83.000 Dollar lag. Ein Bericht vom 12. September bezifferte diesen Durchschnitt auf 81.700 Dollar und meldete, dass die Rally in einer Spanne von ungefähr 76.000 bis 82.000 Dollar ins Stocken geraten sei. Das waren Momentaufnahmen, keine dauerhaft gültigen Schwellen.
21
20
Ein späterer Bericht meldete, Bitcoin habe den 365-Tage-Durchschnitt überschritten. Zusammengenommen zeigen die Berichte, wie schnell sich technische Signale ändern können. Für sich genommen bestätigen sie Brandts Kursziel für 2029 aber nicht.
24
Mehr institutionelle Anleger könnten die Zyklen dämpfen
Ki Young Ju, Gründer von CryptoQuant, argumentiert, dass der größere Bitcoin-Markt und der wachsende Anteil institutioneller Anleger künftig moderatere Kursanstiege und Rückgänge bedeuten könnten. Er rechnet in diesem Zyklus eher mit einem Plus um das Drei- bis Fünffache als mit einer erneuten parabolischen Rally von mehr als dem Zehnfachen – gefolgt von einem milderen Bärenmarkt. Das ist ein Grund, historische Kursgewinne nicht als feste Formel für Brandts Ziel zu behandeln.
17
Auch ein hohes Langfristziel schließt Rücksetzer nicht aus
Brandts Prognose bedeutet nicht, dass der Kurs geradlinig steigt. Ein Bericht vom September zufolge hielt er vor einem späteren Zyklushoch einen möglichen handelbaren Tiefpunkt bei etwa 65.000 bis 66.000 Dollar für denkbar. Zeitpunkt und Kursniveau sind unsicher. Die Möglichkeit eines Rückgangs macht aber deutlich: Auch ein langfristig optimistisches Szenario kann deutliche Rückschläge enthalten.
4
Zur kurzfristigen Einordnung nannte CryptoQuant in seiner Analyse vom 12. September mögliche Unterstützungen bei rund 70.000 Dollar sowie zwischen 62.000 und 65.000 Dollar. Oberhalb des damaligen Durchschnitts von 81.700 Dollar sah das Unternehmen weitere Widerstände. Da es sich um zeitgebundene technische Schätzungen handelt – und ein späterer Bericht bereits eine Überschreitung des Durchschnitts meldete –, sind diese Marken nicht als aktuelle, feste Grenzen zu verstehen.
20
24
Das Fazit
Brandts Spanne von 300.000 bis 600.000 Dollar ist am besten als Szenario zu verstehen: Sie setzt voraus, dass Bitcoin weiterhin einem historischen Halving-Zyklus folgt. CryptoQuants technische Signale und die Einschätzung zu institutionellen Anlegern liefern Kontext, aber keinen Beweis. Weder ein Höchststand im Jahr 2029 noch ein bestimmter Kurs sind damit sicher.
2
17
20