Der Fokus liegt auf Netzwerken, die speziell für moderne KI‑Rechenzentren ausgelegt sind, etwa für:
Ein zentrales Ergebnis der Arbeit im Labor sind sogenannte Nokia Validated Designs (NVDs) – vollständig getestete Referenzarchitekturen für KI‑Netzwerke.
Die Idee dahinter: Hyperscaler, Cloudanbieter oder Unternehmen sollen ihre Infrastruktur nicht mehr aus vielen Einzelkomponenten zusammensetzen müssen. Stattdessen können sie auf bereits integrierte und geprüfte Architekturdesigns zurückgreifen.
Das reduziert:
Das Labor fungiert damit als Praxis‑Testumgebung, in der Partner ihre Technologien direkt mit Nokias Netzwerkplattformen kombinieren und unter KI‑Last prüfen können.
Der Ausbau von KI‑Rechenzentren hat einen neuen Wettbewerb um Hochleistungs‑Netzwerke ausgelöst.
Beim Training großer Modelle müssen Tausende GPUs permanent Daten austauschen. Wenn Bandbreite oder Latenz im Netzwerk nicht mithalten können, verlangsamt sich das gesamte Training erheblich.
Deshalb investieren Cloud‑Provider weltweit massiv in:
Nokia positioniert seine Technologien für Switching, IP‑Routing und optische Netze gezielt als Grundlage für diese neue Generation von KI‑Rechenzentren.
Das Sunnyvale‑Labor ist auch ein Symbol für Nokias strategische Neuausrichtung. Das Unternehmen war lange vor allem als Anbieter von Telekom‑Netzwerktechnik bekannt. Heute versucht es zunehmend, sich als Infrastrukturpartner für KI‑ und Cloud‑Rechenzentren zu etablieren.
Die Geschäftszahlen zeigen bereits eine Verschiebung:
Diese Nachfrage kommt vor allem von sogenannten Hyperscalern – großen Cloud‑Anbietern, die weltweit neue KI‑Campus‑Rechenzentren aufbauen.
Ein weiterer wichtiger Baustein ist Nokias Partnerschaft mit Nvidia. Der KI‑Chip‑Hersteller kündigte 2025 eine Investition von 1 Milliarde US‑Dollar in Nokia an und erwarb damit rund 2,9 % des Unternehmens.
Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf:
Das Sunnyvale‑Labor ist zwar kein Nvidia‑Projekt, unterstützt jedoch das gleiche strategische Ziel: leistungsfähige Netzwerk‑Backbones für große KI‑Systeme zu entwickeln.
Das AI Networking Innovation Lab kann man sich als eine Art Entwicklungs‑ und Testfabrik für die Netzwerke der KI‑Ära vorstellen.
Indem Hardwarehersteller, Cloud‑Partner und Testanbieter in einer gemeinsamen Umgebung arbeiten, versucht Nokia die Zeitspanne zwischen neuer Technologie und produktivem Einsatz deutlich zu verkürzen.
Sollte der KI‑Boom anhalten, könnten die Netzwerke, die GPUs, Speicher und Rechenzentren miteinander verbinden, genauso entscheidend werden wie die Chips selbst. Genau auf diese Schicht der Infrastruktur zielt Nokias Strategie ab.
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