Leonardo liefert Kampfsysteme für Kuwaits neue Falaj‑3‑Raketenboote
Leonardo erhält einen Auftrag über rund 320 Millionen Euro von Abu Dhabi Ship Building zur Lieferung moderner Schiffskampfsysteme für Kuwaits Falaj‑3‑Raketenboote im Al‑Dorra‑Programm. Das Projekt ist Teil eines größeren 2,45‑Milliarden‑Dollar‑Vertrags zwischen dem Emirati‑Konzern EDGE und dem kuwaitischen Verteidig...
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Leonardo erhält einen Auftrag über rund 320 Millionen Euro von Abu Dhabi Ship Building zur Lieferung moderner Schiffskampfsysteme für Kuwaits Falaj‑3‑Raketenboote im Al‑Dorra‑Programm.
Das Projekt ist Teil eines größeren 2,45‑Milliarden‑Dollar‑Vertrags zwischen dem Emirati‑Konzern EDGE und dem kuwaitischen Verteidigungsministerium zur Lieferung von 62‑Meter‑Raketenbooten.
Die Zusammenarbeit zeigt einen Trend in der Rüstungsindustrie: Golfstaaten treten zunehmend als Hauptauftragnehmer auf und kombinieren regionale Schiffbaukapazitäten mit europäischen Hochtechnologie‑Systemen.
How does Leonardo’s €320 million contract with Abu Dhabi Ship Building support Kuwait’s “Al Dorra” missile boat programme, what systems andLeonardo will provide next‑generation naval combat systems for Kuwait’s Falaj‑3 missile boats under the Al Dorra naval programme.
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Kuwait treibt mit dem „Al Dorra“-Programm eines der größten Marinebeschaffungsprojekte der Golfregion voran. Herzstück ist ein Vertrag über 2,45 Milliarden US‑Dollar, den das emiratische Technologie‑ und Rüstungsunternehmen EDGE Group mit dem kuwaitischen Verteidigungsministerium abgeschlossen hat. Ziel ist die Entwicklung und Lieferung moderner Falaj‑3‑Raketenboote für die Kuwaitische Marine.
Ein wichtiger Bestandteil dieses Programms kommt aus Europa: Der italienische Rüstungskonzern Leonardo hat einen Unterauftrag über rund 320 Millionen Euro erhalten, um die neuen Schiffe mit modernen maritimen Kampfsystemen auszustatten.
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Leonardo erhält einen Auftrag über rund 320 Millionen Euro von Abu Dhabi Ship Building zur Lieferung moderner Schiffskampfsysteme für Kuwaits Falaj‑3‑Raketenboote im Al‑Dorra‑Programm.
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Leonardo erhält einen Auftrag über rund 320 Millionen Euro von Abu Dhabi Ship Building zur Lieferung moderner Schiffskampfsysteme für Kuwaits Falaj‑3‑Raketenboote im Al‑Dorra‑Programm. Das Projekt ist Teil eines größeren 2,45‑Milliarden‑Dollar‑Vertrags zwischen dem Emirati‑Konzern EDGE und dem kuwaitischen Verteidigungsministerium zur Lieferung von 62‑Meter‑Raketenbooten.
Was soll ich als nächstes in der Praxis tun?
Die Zusammenarbeit zeigt einen Trend in der Rüstungsindustrie: Golfstaaten treten zunehmend als Hauptauftragnehmer auf und kombinieren regionale Schiffbaukapazitäten mit europäischen Hochtechnologie‑Systemen.
Damit entsteht ein typisches mehrstufiges Beschaffungsmodell der modernen Rüstungsindustrie: Ein regionaler Hauptauftragnehmer baut die Plattform, während spezialisierte internationale Firmen die entscheidenden Missions‑ und Sensorsysteme liefern.
Der 320‑Millionen‑Euro‑Auftrag für Leonardo
Leonardo unterzeichnete den Vertrag mit Abu Dhabi Ship Building (ADSB), der Schiffbausparte der EDGE Group. ADSB ist für den Bau der neuen Schiffe verantwortlich, während Leonardo die zentralen elektronischen Kampfsysteme liefert.
Der Auftrag umfasst die Ausstattung der Falaj‑3‑Konfiguration der Raketenboote für die Kuwaitische Marine.
Gleichzeitig vertieft das Projekt eine bestehende industrielle Partnerschaft: Leonardo und ADSB haben bereits bei früheren Programmen zusammengearbeitet und dabei mehr als 25 Kriegsschiffe ausgeliefert.
Welche Systeme Leonardo liefert
Offiziell bestätigt ist, dass Leonardo „Schiffskampfsysteme der nächsten Generation“ für die neuen Boote bereitstellt.
Ein solches integriertes Kampfsystem ist im Grunde das digitale Herz eines Kriegsschiffs. Es verbindet mehrere Schlüsseltechnologien miteinander, darunter typischerweise:
Sensoren zur Luft‑ und Seeaufklärung
Gefechts‑ und Führungssoftware (Command‑and‑Control)
Feuerleit‑ und Waffensteuerungssysteme
Kommunikations‑ und Datenverarbeitungssysteme
Diese Komponenten werden in einer gemeinsamen Architektur zusammengeführt, damit das Schiff Bedrohungen erkennen, Ziele verfolgen und Waffen koordiniert einsetzen kann. Leonardo entwickelt solche integrierten Systeme für Marinen weltweit und kombiniert dabei Sensorik, Elektronik und Missionssoftware.
Die öffentlich verfügbaren Berichte nennen jedoch keine konkreten Einzelkomponenten – etwa bestimmte Radar‑ oder Softwaremodelle – für das Kuwait‑Programm. Bestätigt ist lediglich, dass Leonardo das integrierte Kampfsystem für die Falaj‑3‑Schiffe liefert.
Ein Baustein im 2,45‑Milliarden‑Dollar‑Programm
Der Leonardo‑Auftrag ist nur ein Teil eines deutlich größeren Marineprojekts.
Im Juni 2025 unterzeichnete die EDGE Group einen Vertrag über 2,45 Milliarden US‑Dollar mit Kuwaits Verteidigungsministerium. EDGE fungiert dabei als Hauptauftragnehmer für die Lieferung moderner 62‑Meter‑Falaj‑3‑Raketenboote.
Der Gesamtvertrag umfasst unter anderem:
Konstruktion und Bau der Schiffe
Erprobung und Seeversuche
Lieferung der Einheiten
integrierte logistische Unterstützung (ILS)
Wartung und Unterstützung im Einsatz
Das Projekt gilt als größter Exportauftrag im Marine‑Schiffbau der Region und gehört zu den wertvollsten Marineexportdeals weltweit.
Innerhalb dieser Struktur teilen sich mehrere Unternehmen die Aufgaben:
EDGE / ADSB: Design, Bau und Programmmanagement der Schiffe
Leonardo: Lieferung der integrierten Kampfsysteme
Dieses Modell ist in modernen Marineprojekten üblich, da Schiffbauer häufig spezialisierte Elektronik‑ und Sensorsysteme von internationalen Partnern integrieren.
Was die Partnerschaft über die Rüstungskooperation zeigt
Das Projekt spiegelt auch eine größere Entwicklung in der internationalen Verteidigungsindustrie wider.
Traditionell kauften viele Golfstaaten komplette Waffensysteme direkt von westlichen Herstellern. Heute übernehmen regionale Rüstungsunternehmen zunehmend die Rolle des Hauptauftragnehmers und bauen Plattformen selbst – während sie komplexe Subsysteme von etablierten europäischen Firmen beziehen.
Im aktuellen Fall bedeutet das:
EDGE führt das Gesamtprogramm und stärkt damit seine Rolle als Exporteur militärischer Plattformen.
ADSB stellt die industrielle Schiffbaukapazität bereit.
Leonardo liefert Hochtechnologie im Bereich Sensorik, Elektronik und Gefechtsführung.
Für die Golfstaaten bedeutet dieses Modell mehr industrielle Eigenständigkeit und lokale Wertschöpfung. Für europäische Rüstungsunternehmen eröffnet es gleichzeitig neue Partnerschaften und langfristige Programme.
Ein Beispiel für die neue Struktur moderner Marineprojekte
Das Al‑Dorra‑Programm zeigt, wie heutige Rüstungsprojekte häufig organisiert sind:
Verteidigungsministerien definieren die militärischen Anforderungen
regionale Industrieunternehmen übernehmen Bau und Integration
internationale Spezialisten liefern Schlüsseltechnologien
Leonardos Auftrag über 320 Millionen Euro bildet damit den technologischen Kern der neuen Falaj‑3‑Raketenboote Kuwaits – die Systeme, die aus einem Schiffsrumpf letztlich eine vollwertige maritime Kampfplattform machen.