IBM Phoenix alias Nighthawk r2 führt laut IBM mehr als 100.000 Quantenschaltungen pro Sekunde aus – rund 25 mal so viele wie die Heron Flotte. Ein separates dissipatives Reset Element pro programmierbarem Qubit verkürzt die standardmäßige Wiederholungsverzögerung von 250 auf 1 Mikrosekunde.
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Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: How does IBM’s 120-qubit Nighthawk r2 quantum processor, deployed as IBM Phoenix, achieve more than 100,000 circuit executions per second—25. Article summary: IBM Phoenix (Nighthawk r2) gets its reported >100,000 circuit executions per second primarily by eliminating reset wait time—not by adding more computational qubits. Its 120 independently resettable qubits can be activel. Topic tags: general, general web, user generated, news. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts w
IBM hat mit dem Nighthawk r2, auf der IBM-Quantum-Plattform als ibm_phoenix verfügbar, einen Prozessor gebaut, der ein praktisches Nadelöhr des supraleitenden Quantencomputings adressiert: die Zeit nach einer Schaltungsausführung, bis die Qubits wieder sauber im Ausgangszustand sind.
Statt die Zahl der für Nutzende programmierbaren Qubits zu erhöhen, stattet IBM seinen 120-Qubit-Prozessor mit einem aktiven Reset für jedes Qubit aus. Dadurch erreicht das System nach Angaben des Unternehmens mehr als 100.000 Schaltungsausführungen pro Sekunde – etwa das 25-Fache des Durchsatzes der Heron-Prozessoren. 1
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Quantenprogramme müssen dieselbe Schaltung meist sehr oft ausführen. Diese Wiederholungen werden häufig Shots genannt und dienen dazu, Messwahrscheinlichkeiten oder physikalische Observablen statistisch zu bestimmen. Nach einem Durchlauf kann ein supraleitendes Qubit noch angeregt sein. Wartet das System darauf, dass es von selbst in den Grundzustand zurückkehrt, bestimmt diese Erholungszeit den Abstand bis zum nächsten Durchlauf.
Nach IBM lag die bisherige Standard-Wiederholungsverzögerung bei 250 Mikrosekunden. Beim Nighthawk r2 beträgt sie 1 Mikrosekunde. Das ist der Hauptgrund für die höhere Zahl von Ausführungen pro Sekunde – nicht etwa eine 25-fache Beschleunigung einzelner Quantengatter. 17
Der Unterschied ist zentral: Schaltungsdurchsatz beschreibt, wie schnell ein System Durchläufe wiederholen und Messstatistiken einsammeln kann. Der Wert von 25× bedeutet deshalb weder, dass jeder Algorithmus automatisch 25-mal schneller läuft, noch belegt er einen universellen Quantenvorteil.
Nighthawk r2 ersetzt bedingtes Reset und Leerlaufzeiten durch ein eigenes dissipatives Reset-Element für jedes programmierbare Qubit. Ein abstimmbarer Koppler mit hoher Dynamik verbindet das Qubit kurzzeitig mit einer kalten Umgebung. Diese führt die Anregungsenergie ab und bringt das Qubit bei Bedarf in seinen Grundzustand zurück. 1
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IBM zufolge sinkt die mittlere effektive Relaxationszeit, die sogenannte T1-Zeit, bei aktiviertem Reset von rund 200 Mikrosekunden auf etwa 25 Nanosekunden. Die tatsächliche Verzögerung zwischen zwei Schaltungsausführungen liegt systemweit bei etwa 1 Mikrosekunde, weil zusätzlich Steuerung, Messung und weitere Abläufe Zeit benötigen. 3
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Vereinfacht gesagt: Aus einer Wartephase wird ein gezielter Hardwarevorgang.
Der Nighthawk r2 besitzt 120 programmierbare supraleitende Qubits. Hinzu kommen 218 Koppler zwischen Qubits und 120 unabhängige Reset-Elemente, jeweils eines pro programmierbarem Qubit. Insgesamt sind es damit 458 physische Quantenelemente. 11
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IBM hebt für den Reset-Ansatz pro Qubit drei Eigenschaften hervor:
Das sind vom Hersteller berichtete Leistungswerte. Sie zeigen, dass schnelles Reset mit der von IBM angegebenen Gatterqualität vereinbar sein kann, sind aber kein unabhängiger Nachweis von Fehlertoleranz.
Am meisten profitieren dürften Aufgaben, bei denen wiederholte Schaltungsausführungen, Messungen oder dynamische Steuerung den Zeitbedarf dominieren. Muss eine Schaltung Tausende oder Millionen Mal laufen, um eine Observable zu schätzen, kann die deutlich kürzere Pause nach jedem Durchlauf die Gesamtzeit spürbar senken.
IBM berichtet über genaue Schätzungen von Observablen in Schaltungen mit mehr als 7.500 Gattern. Außerdem soll eine Neutronenstreuungs-Simulation zwölfmal schneller gewesen sein und in rund 60 Sekunden Spektren geliefert haben, die mit Labordaten vergleichbar sind. Das sind Hinweise darauf, dass mehr Durchsatz bestimmte Arbeitslasten beschleunigen kann – keine allgemeingültige Zusage von 12× oder 25× Anwendungstempo. 20
Schnelles Reset ist nicht nur zwischen zwei Durchläufen wichtig. Bei der Quantenfehlerkorrektur werden Hilfsqubits, oft Prüf- oder Syndrom-Qubits genannt, wiederholt gemessen. Sie sollen Fehler an Daten-Qubits aufspüren und müssen vor der nächsten Messrunde erneut initialisiert werden.
Mit Messung und Reset während einer laufenden Schaltung kann ein Hilfsqubit gemessen, zurückgesetzt und wiederverwendet werden, statt auf seine passive Relaxation zu warten. Das unterstützt dynamische Schaltungen und reduziert den Zeitaufwand wiederholter Fehlerprüfzyklen. IBM nennt unabhängiges Hochgeschwindigkeits-Reset und Unterstützung dynamischer Schaltungen als Werkzeuge für die Fehlerkorrekturforschung. 17
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Das macht den Nighthawk r2 allerdings nicht fehlertolerant. Es handelt sich um eine wichtige Hardwarevoraussetzung für Experimente, die bei künftigen fehlerkorrigierten Systemen nötig sein werden.
Die Schlagzeilenzahl bleibt bei 120 programmierbaren Qubits, doch IBM setzt beim Nighthawk r2 stärker auf Tempo, Konnektivität, Initialisierungsqualität und Gatterleistung. Die Nighthawk-Architektur nutzt ein quadratisches Gitter, in dem jedes Qubit mit bis zu vier Nachbarn verbunden sein kann. Beim älteren Heavy-Hex-Layout waren es bis zu drei. IBM positioniert die Familie als Plattform, um Quantenvorteile vor der großskaligen Fehlertoleranz zu untersuchen und zu skalieren. 22
Das ist mehr als eine Designentscheidung: Die bloße Qubit-Zahl bestimmt nicht, ob ein System nützliche Aufgaben bewältigen kann. Dafür sind auch ausreichend präzise Operationen, effiziente Verbindungen, verlässliche Initialisierung und genügend Durchsatz für Messdaten in praktikabler Zeit nötig.
IBM präsentiert den Nighthawk r2 nicht als fehlertoleranten Rechner, sondern als kurzfristig nutzbaren Prozessor für Quanten-Workloads mit höherem Durchsatz und für dynamische Steuerungstechniken, die für Fehlerkorrektur relevant sind.
Das Unternehmen hat Investitionen von mehr als 10 Milliarden US-Dollar über fünf Jahre angekündigt – für Forschung und Entwicklung, Investitionen, den Ausbau der Fertigung, Partnerschaften im Ökosystem und Übernahmen. In der Roadmap ist IBM Quantum Starling für 2029 vorgesehen: ein modulares, fehlerkorrigiertes System, das laut IBM Schaltungen mit 100 Millionen Gattern auf 200 logischen Qubits ausführen soll. 29
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Die zentrale Botschaft des Nighthawk r2 lautet damit: Fortschritt bei Quantenhardware bedeutet nicht allein, mehr Qubits auf einem Chip unterzubringen. Der von IBM berichtete 25-fache Gewinn entsteht vor allem durch weniger Leerlauf zwischen den Durchläufen. Das kann die heutigen 120-Qubit-Systeme besser nutzbar machen und zugleich Erfahrungen für die schnellen Mess- und Reset-Zyklen liefern, die künftige fehlerkorrigierte Rechner benötigen. 1
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IBM Phoenix alias Nighthawk r2 führt laut IBM mehr als 100.000 Quantenschaltungen pro Sekunde aus – rund 25 mal so viele wie die Heron Flotte.
IBM Phoenix alias Nighthawk r2 führt laut IBM mehr als 100.000 Quantenschaltungen pro Sekunde aus – rund 25 mal so viele wie die Heron Flotte. Ein separates dissipatives Reset Element pro programmierbarem Qubit verkürzt die standardmäßige Wiederholungsverzögerung von 250 auf 1 Mikrosekunde.
Der Vorteil ist besonders relevant für messintensive Berechnungen und die Fehlerkorrekturforschung, in denen Qubits wiederholt gemessen, zurückgesetzt und erneut verwendet werden.