Ford soll 66 Prozent und Geely 34 Prozent des Joint Ventures halten. Geely investiert 221 Millionen Euro; der Betriebsstart ist vorbehaltlich der Genehmigungen für das erste Halbjahr 2027 geplant, die Fahrzeugprodukti...
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: How does Ford’s planned joint venture with Geely at Ford’s Almussafes plant near Valencia, Spain—where Ford will own 66% and Geely 34% after. Article summary: The venture is a pragmatic exchange of Ford’s underused European industrial capacity for Geely’s EV scale, platform technology, capital, and growing export demand. It also illustrates a broader shift: Ford sees Chinese m. Topic tags: general, general web, user generated, news. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts w
Ford und Geely planen im Werk Almussafes nahe Valencia kein gewöhnliches Abkommen zur Auftragsfertigung. Die Partnerschaft ist ein strategischer Tausch: Ford bringt eine teure, nur schwach ausgelastete Fabrik und die Mehrheit am Gemeinschaftsunternehmen ein. Geely liefert Kapital, neue Fahrzeugprogramme und einen schnellen Weg zur Produktion innerhalb Europas.
Das Joint Venture soll vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen im ersten Halbjahr 2027 den Betrieb aufnehmen. Die ersten neuen Fahrzeuge sollen 2028 vom Band laufen. Ford soll 66 Prozent halten, Geely 34 Prozent; die Investition des chinesischen Autobauers wird mit 221 Millionen Euro angegeben.
Das Werk produziert derzeit den Ford Kuga und arbeitet laut den vorliegenden Berichten mit weniger als einem Viertel seiner Jahreskapazität. Diese liegt je nach Quelle bei etwa 450.000 bis 500.000 Fahrzeugen.
Künftig soll der Standort zu einem gemeinsamen Produktionszentrum für mehrere Marken werden. Geplant sind:
Die Fertigung des Ford Kuga soll während des Übergangs voraussichtlich fortgesetzt werden.
Ein großes Autowerk verursacht hohe Fixkosten – auch dann, wenn die Bänder nur teilweise laufen. Mehr Modelle von Ford und Geely würden diese Kosten auf eine größere Produktionsmenge verteilen. Davon könnten die vorhandenen Anlagen, die Belegschaft und das Zulieferernetzwerk profitieren.
Für Ford liegt darin der unmittelbare industrielle Nutzen: Almussafes erhält zusätzliches Volumen, ohne dass der US-Konzern allein auf neue Modelle aus seiner eigenen europäischen Produktplanung warten muss. Eine bessere Auslastung kann die Kosten pro Fahrzeug senken und dem Standort wieder mehr wirtschaftliches Gewicht geben.
Der gemeinsam entwickelte Crossover soll als Multi-Energy-Modell verschiedene Antriebe ermöglichen – darunter Hybrid-, Plug-in-Hybrid- und batterieelektrische Varianten. Das verschafft Ford mehr Flexibilität in einem europäischen Markt, in dem die Elektrifizierung voranschreitet, die Nachfrage aber nicht in allen Preisklassen und bei allen Antriebsarten gleich stark ist.
Zugleich kann Ford Entwicklungs- und Produktionskompetenzen von Geely nutzen, statt jede Komponente einer neuen Fahrzeugarchitektur allein zu finanzieren. Ford behält mit 66 Prozent die Kontrolle und seine Markenidentität; die Geely-Modelle bringen zusätzliches Volumen in die Fabrik.
Für Geely ist Almussafes ein etablierter Fertigungsstandort innerhalb der Europäischen Union. Der Autobauer muss damit nicht zunächst ein komplett neues Werk auf der grünen Wiese errichten. Stattdessen erhält er Zugang zu vorhandener Infrastruktur, einer erfahrenen Belegschaft und einem gewachsenen industriellen Umfeld.
Die lokale Produktion kann außerdem die Abhängigkeit von aus China verschifften Fahrzeugen verringern. Sie hilft Geely, mit den handelspolitischen Maßnahmen der EU gegen in China produzierte Elektroautos umzugehen.
Das ist strategisch bedeutsam, obwohl Geely nur Minderheitsgesellschafter wird: Das Unternehmen bekommt einen Weg zur europäischen Fertigung, während Ford der kontrollierende Partner bleibt.
Geelys Auslandsgeschäft wächst derzeit deutlich schneller als das Geschäft im Heimatmarkt. Im ersten Halbjahr 2026 exportierte das Unternehmen 474.228 Fahrzeuge – 158 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Jahresziel für die Exporte wurde von 640.000 auf 920.000 Fahrzeuge angehoben.
Diese Zahlen erklären, warum ein Produktionsstandort in Europa gerade jetzt wichtig ist. Die internationale Expansion ist für Geely längst kein Nebenprojekt mehr, sondern ein zentraler Wachstumstreiber. Fahrzeuge in Europa zu bauen, gibt dieser Strategie eine lokale industrielle Basis.
Die Partnerschaft bringt Ford in eine heikle Lage. Der Konzern arbeitet mit einem chinesischen Autobauer zusammen, während chinesische Hersteller für westliche Autohersteller zugleich eine der größten Wettbewerbs- und industriepolitischen Herausforderungen darstellen.
Der Deal ist deshalb kein uneingeschränktes Bekenntnis zu chinesischer Konkurrenz, sondern eine kontrollierte Form der Kooperation. Ford behält 66 Prozent, begrenzt das Vorhaben auf die europäische Produktion und nutzt Geelys Fähigkeiten, um ein Kosten- und Produktproblem zu lösen.
Das reduziert das Risiko, beseitigt es aber nicht. Sollten sich die Geely-Modelle in Europa erfolgreich verkaufen, hätte Ford in einem von ihm kontrollierten Werk zusätzliche Produktionskapazitäten für einen direkten Wettbewerber geschaffen. Bleibt die Nachfrage hinter den Erwartungen zurück, könnte die Partnerschaft das Auslastungsproblem in Almussafes nicht nachhaltig lösen.
Ob aus dem Deal ein industrieller Erfolg wird, hängt vor allem von fünf Punkten ab:
Die Vereinbarung zeigt, wie sich der Wettbewerb in Europas Autoindustrie verändert. Unterausgelastete Werke etablierter Hersteller werden zu attraktiven Einstiegspunkten für chinesische Autobauer, die eine lokale Produktion aufbauen wollen. Umgekehrt können traditionelle Hersteller solche Partnerschaften nutzen, um schneller Skaleneffekte und Elektrifizierungskompetenz zu gewinnen.
Für Ford ist Almussafes eine Wette darauf, dass kontrollierte Zusammenarbeit einen unproduktiven Vermögenswert wieder rentabel machen kann. Für Geely geht es um die Annahme, dass europäische Fertigung die internationale Expansion beschleunigt.
Der Plan funktioniert nur, wenn beide Wetten gleichzeitig aufgehen – und die Vorteile der Partnerschaft nicht langfristig vor allem einer Seite zugutekommen.
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Ford soll 66 Prozent und Geely 34 Prozent des Joint Ventures halten. Geely investiert 221 Millionen Euro; der Betriebsstart ist vorbehaltlich der Genehmigungen für das erste Halbjahr 2027 geplant, die Fahrzeugprodukti...
Ford soll 66 Prozent und Geely 34 Prozent des Joint Ventures halten. Geely investiert 221 Millionen Euro; der Betriebsstart ist vorbehaltlich der Genehmigungen für das erste Halbjahr 2027 geplant, die Fahrzeugprodukti... Für Ford bringt der Deal zusätzliche Modelle und mehr Auslastung in ein Werk, das bei einer Kapazität von rund 450.000 bis 500.000 Fahrzeugen derzeit deutlich unter einem Viertel seiner Möglichkeiten produziert.
Geely erhält seinen ersten europäischen Produktionsstandort und kann Fahrzeuge innerhalb der EU bauen, statt sie ausschließlich aus China zu importieren.