Der CCS-Service von CLS adressiert genau dieses Problem, indem er die Hauptaustauschbeträge der Swaps über einen Zahlung-gegen-Zahlung-Mechanismus abwickelt. Bei einem PvP-System erfolgt die endgültige Übertragung einer Währung nur dann, wenn auch die Überweisung der anderen Währung sicher stattfindet.
Das bedeutet, dass beide Seiten des Geschäfts gleichzeitig innerhalb der CLSSettlement-Infrastruktur abgewickelt werden. Kann eine Zahlung nicht ausgeführt werden, wird auch die andere nicht freigegeben. Dadurch wird das Risiko, dass eine Partei liefert, ohne die Gegenleistung zu erhalten, effektiv ausgeschlossen.
Für Cross-Currency-Swaps, deren Hauptaustauschbeträge in die Milliarden gehen können, reduziert die Einbindung in eine PvP-Umgebung das systemische Erfüllungsrisiko in den Devisenmärkten massiv.
Der CCS-Service ist so konzipiert, dass er sich nahtlos in die bestehende Post-Trade-Prozesslandschaft großer Banken einfügt.
Geschäfte können über OSTTRA MarkitWire abgewickelt werden, eine weit verbreitete Plattform für die Nachhandelsbestätigung und das Lebenszyklus-Management von Derivaten. Sobald ein Swap dort bestätigt wurde, kann die Plattform die Zahlungsanweisungen für die Hauptaustauschbeträge direkt in das CLSSettlement-System leiten.
Diese Integration ermöglicht es Instituten:
Durch die Verknüpfung der Derivate-Workflows mit derselben Infrastruktur, die auch für Spot- und andere Devisengeschäfte genutzt wird, reduziert das System die operative Fragmentierung und verbessert die Zuverlässigkeit der Abwicklung.
Neben der Risikominderung ist einer der größten operativen Vorteile von CLS das multilaterale Netting.
Statt jedes Geschäft einzeln auf Bruttobasis zu finanzieren, aggregiert CLS die Abwicklungsverpflichtungen über alle Teilnehmer und Währungen hinweg. Sich gegenseitig aufhebende Zahlungen werden vor der eigentlichen Abwicklung miteinander verrechnet. Dieser Prozess kann den gesamten Finanzierungsbedarf der Teilnehmer im Vergleich zur Bruttoabwicklung um mehr als 96 % senken.
Für Banken, die die Hauptaustauschbeträge von Cross-Currency-Swaps abwickeln, bedeutet dies:
Die Möglichkeit, CCS-Abwicklungen mit anderen Devisenverpflichtungen in derselben Netting-Umgebung zu kombinieren, macht den Service besonders attraktiv für große Händler mit hohem Transaktionsaufkommen.
Die Expansion des CCS-Dienstes fällt in eine Zeit stark wachsender globaler Devisenaktivitäten.
Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich berichtete, dass der weltweite OTC-Devisenumsatz im April 2025 etwa 9,6 Billionen US-Dollar pro Tag erreichte – ein Anstieg um 28 % gegenüber 7,5 Billionen US-Dollar drei Jahre zuvor.
Mit steigenden Handelsvolumina wächst auch das Währungsrisiko, das durch die Abwicklungssysteme läuft. Daher drängen politische Entscheidungsträger und Branchenverbände zunehmend auf eine breitere Nutzung von PvP-Mechanismen als Kerninstrument zur Minderung von Abwicklungsrisiken.
Auch Brancheninitiativen – darunter solche unter Führung des Global Foreign Exchange Committee (GFXC) – verfolgen die Abwicklungsrisiken genauer, um den Fortschritt bei der Reduzierung dieser Risiken im gesamten Devisenökosystem zu messen. Der GFXC sammelt mittlerweile halbjährlich globale Daten zur FX-Abwicklung, um die Entwicklung der Risikopositionen zu überwachen.
Cross-Currency-Swaps selbst werden auf den globalen Finanzmärkten immer wichtiger. Banken, Vermögensverwalter und Unternehmen nutzen sie zur Finanzierung, zur Absicherung von Währungsrisiken und zur Steuerung ihrer Bilanzen über verschiedene Jurisdiktionen hinweg.
Da diese Swaps mit umfangreichen Hauptaustauschbeträgen zu Beginn und am Ende der Laufzeit verbunden sind, entstehen erhebliche Abwicklungsrisiken, wenn sie über traditionelle, bilaterale Zahlungsvereinbarungen abgewickelt werden.
CLS berichtet von einem starken Wachstum der CCS-Aktivitäten, die in seine Abwicklungsinfrastruktur geleitet werden. So stieg der durchschnittliche tägliche abgewickelte Wert der an CLSSettlement übermittelten CCS-Ströme im Jahr 2025 um 87 % an.
CLS ist eine Netzwerkinfrastruktur: Je mehr große Banken teilnehmen, desto mehr Transaktionen können sicher in derselben PvP-Umgebung abgewickelt werden.
Der Beitritt der Bank of America erweitert den Pool von Händlern, die die Hauptaustauschbeträge von Cross-Currency-Swaps in das CLS-System leiten können. Mit zunehmender Teilnahme können mehr Gegenparteien profitieren von:
In der Praxis bedeutet dies, dass der Einfluss des Beitritts einer einzelnen Bank über ihre eigenen Operationen hinausgeht. Jeder zusätzliche Teilnehmer erhöht den Anteil der globalen Devisenströme, die in einer koordinierten, risikomindernden Infrastruktur abgewickelt werden können.
Der Schritt der Bank of America verdeutlicht einen breiteren Trend im Devisenmarkt: Immer mehr Transaktionsarten – einschließlich derivatbezogener Zahlungen – werden in zentrale Abwicklungssysteme integriert, die darauf ausgelegt sind, das Hauptrisiko zu minimieren.
Angesichts expandierender Handelsvolumina und einer stärkeren Betonung solider Abwicklungspraktiken durch die Regulierungsbehörden wird eine PvP-Infrastruktur wie CLS zu einer zentralen Grundlage für die Aufrechterhaltung von Stabilität und Effizienz auf den globalen Währungsmärkten.
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