Statt App‑Icons oder Widgets steht hier der direkte Zugriff auf Spiele im Mittelpunkt. Laut offiziellen Demonstrationen enthält die Oberfläche unter anderem:
Der Emulator‑Bereich unterstützt neben DS‑Titeln auch weitere Retro‑Systeme wie NES (Famicom), Game Boy Advance, PlayStation 1, PSP und Dreamcast.
Damit verhält sich der RG DS eher wie ein klassischer Retro‑Handheld – und weniger wie ein kleines Android‑Tablet mit installierten Emulator‑Apps.
Ein Schwerpunkt des Updates sind Funktionen, die speziell für die beiden Displays des Geräts gedacht sind.
Zu den wichtigsten Neuerungen gehören:
Für die neue Oberfläche liefert Anbernic auch eigene visuelle Designs mit. Nutzer können zwischen drei Themes wählen:
Sie verändern Farben und Layout, behalten aber den gleichen DS‑inspirierten Aufbau der Oberfläche bei.
Eine Besonderheit der Firmware ist die nicht‑destruktive Installation. Das Linux‑System läuft vollständig von einer microSD‑Karte.
Der typische Ablauf:
Ist die Karte eingelegt, startet der Handheld automatisch in das Linux‑System. Entfernt man sie und startet neu, läuft wieder das originale Android‑System.
Damit lässt sich das Betriebssystem problemlos ausprobieren, ohne das Gerät dauerhaft zu verändern.
Die größte Verbesserung betrifft weniger die Emulation selbst als die Benutzeroberfläche.
Durch die neue Struktur:
Bisherige Berichte zeigen jedoch keine klar bestätigten Verbesserungen bei Emulator‑Genauigkeit, Kompatibilität, Touch‑Bedienung oder Performance im Vergleich zu ausgereiften Android‑Setups.
Trotz der Verbesserungen bleibt das offizielle Linux‑System bewusst einfach.
Vor allem im Vergleich zu Projekten wie GammaOS oder anderen Community‑Lösungen ergeben sich einige Unterschiede:
App‑Ökosystem:
Android‑basierte Systeme erlauben weiterhin die Nutzung von Android‑Apps und Emulatoren – ein Vorteil, den ein festes Linux‑System nicht bietet.
Mehr Anpassungsmöglichkeiten:
Community‑Firmware enthält oft zusätzliche Optimierungen, Tweaks und experimentelle Funktionen.
Erweiterte Dual‑Screen‑Launcher:
Android‑Launcher wie iiSU oder Cocoon können teilweise sehr flexible DS‑ähnliche Oberflächen erzeugen, die über die Möglichkeiten der offiziellen Linux‑Firmware hinausgehen.
Mit dem neuen Linux‑System verwandelt Anbernic den RG DS stärker in das, was viele Nutzer erwartet haben: einen unkomplizierten Dual‑Screen‑Retro‑Handheld im Stil des Nintendo DS.
Die DS‑optimierte Oberfläche, zusätzliche Display‑Optionen und die reversible Installation per microSD machen das System besonders für Einsteiger attraktiv. Wer jedoch maximale Anpassbarkeit, Android‑Apps oder experimentelle Features möchte, wird wahrscheinlich weiterhin zu Community‑Firmware wie GammaOS oder ähnlichen Projekten greifen.
Comments
0 comments