Wer mit einer Brille telefoniert, hat ein Kameraproblem: Die Kamera am Gestell zeigt nach vorn, nicht auf das Gesicht der tragenden Person. Auf der Connect 2026 stellte Meta dafür ein digitales, möglichst wirklichkeitsgetreues Abbild vor, das der anderen Person im Anruf angezeigt werden kann. Meta nennt es „Hologramm“ – eine Live-Kameraaufnahme des Gesichts ist es nicht. Bei Ray-Ban Display und VR Glasses fällt die Umsetzung jedoch unterschiedlich aus.
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Ray-Ban Display: Das Gesicht kommt aus der App, die Mimik aus der Stimme
Für Ray-Ban Display beginnt die Einrichtung mit einer kurzen Selbsterfassung in der Meta-AI-App auf dem Smartphone. Laut einem ersten Praxiseindruck von Engadget nimmt die Handykamera das Gesicht aus mehreren Blickwinkeln auf; anschließend sollen Fragen verschiedene Eigenschaften der Stimme erfassen.
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Im Gespräch wird das so erzeugte Abbild durch die Stimme animiert. Das System leitet Gesichtsausdrücke daraus ab, was jemand sagt und wie es gesagt wird. Es verfolgt dabei nicht live die Mimik hinter der Brille. Das Gegenüber sieht also eine Interpretation der Reaktion, keine genaue Aufzeichnung jedes Gesichtsausdrucks.
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Meta kündigt den Start zunächst als Early Access für WhatsApp-Nutzer mit Ray-Ban Display in den USA im weiteren Verlauf des Herbstes 2026 an. Die Brille ist für 799 US-Dollar bereits im Verkauf; in Deutschland sind Vorbestellungen ab 899 Euro angekündigt. Daraus folgt aber weder, dass die Hologramm-Funktion schon freigeschaltet ist, noch, dass sie zum Verkaufsstart hierzulande verfügbar sein wird. Eine Zoom-Unterstützung für diese Display-Funktion ist bislang nicht belegt.
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VR Glasses: Eine Person im virtuellen Raum
Bei den Meta VR Glasses steht eine räumlichere Begegnung im Vordergrund. Auf der Connect war auch ein Ganzkörper-Hologramm zu sehen. Berichte nennen WhatsApp und Zoom als mögliche Apps für solche Anrufe. Teilnehmende an einem herkömmlichen Bildschirm können das digitale Abbild sehen; wer die VR Glasses trägt und das Hologramm einer anderen Person vor sich sieht, hört deren Stimme aus dessen virtueller Position.
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Das ist etwas anderes als das kleine Display vor nur einem Auge der Ray-Ban Display: Dort geht es vor allem darum, dem Gegenüber das eigene Abbild zu zeigen. Für VR Glasses ist bislang weder ein vergleichbar beschriebener Einrichtungsablauf für Endkunden belegt noch die Zusage, dass jeder Anruf ein Ganzkörper-Abbild zeigt.
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Die VR Glasses sollen im Frühjahr 2027 für etwa 1.299 bis 1.300 US-Dollar erscheinen. Dieser Termin betrifft die Hardware und garantiert nicht, dass alle vorgeführten Anruffunktionen sofort für sämtliche Käufer verfügbar sind.
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Was die Vorführung offenlässt
Engadget beschreibt die gezeigten Avatare nach einem frühen Praxiseindruck als überraschend realistisch. Wie überzeugend sie über viele alltägliche Anrufe hinweg aussehen und reagieren, lässt sich daraus noch nicht ableiten. Vor allem bei Ray-Ban Display sollte die aus der Stimme abgeleitete Mimik nicht mit einer Live-Erfassung des Gesichts verwechselt werden.
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Auch beim Namen ist Vorsicht angebracht: Meta hat Muse Realtime Avatar separat als Technik für aus Muse Realtime Voice erzeugte, ausdrucksstarke KI-Avatare angekündigt. Dass diese Technik beide hier beschriebenen Anruffunktionen mit persönlichen Abbildern antreibt, geht aus den Ankündigungen nicht eindeutig hervor.
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