Am 6. Oktober 2026 stiegen die Privacy-Coins Zcash (ZEC) und Monero (XMR), während sich der Kryptomarkt insgesamt kaum bewegte. Eine Momentaufnahme bezifferte das Plus von ZEC auf rund 3 Prozent und das von XMR auf 2,14 Prozent binnen 24 Stunden. Bitcoin kam auf 0,59 Prozent, Ethereum auf 0,34 Prozent. Der Gesamtwert des Kryptomarkts lag demnach bei etwas mehr als 3 Billionen US-Dollar. Solche Werte sind Momentaufnahmen, keine feststehenden Schlusskurse – und sie erklären für sich genommen nicht, warum die beiden Coins zulegten.
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Ein auffälliger Tag, aber keine breite Marktrally
Zcash und Monero gehörten an diesem Tag zu den stärksten großen Kryptowährungen. Das bedeutete jedoch nicht, dass der gesamte Markt in eine Rally startete. Berichte hoben Privacy-Coins als bemerkenswerten Trend hervor. Zugleich entfielen rund 62 Prozent des Marktwerts dieses Segments auf Zcash. Ein starkes Ergebnis für die Gruppe kann daher vor allem die Entwicklung von ZEC widerspiegeln, statt gleichmäßige Gewinne bei allen Privacy-Coins.
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Auch die längerfristigen Zahlen sind mit Vorsicht zu betrachten. Ein Bericht vom 6. Oktober bezifferte Zcashs Zwölfmonatsplus auf 741 Prozent, Moneros auf 77 Prozent und Bitcoins Entwicklung im selben Zeitraum auf rund minus 30 Prozent. Andere Berichte nannten für Zcash 1.077 Prozent über zwölf Monate am 2. Oktober und 768 Prozent im Jahresvergleich am 7. Oktober. Diese Angaben widersprechen einander; die verfügbaren Berichte erklären die Abweichungen nicht. Sie lassen sich daher nicht zu einer einzigen gesicherten Rendite zusammenfassen.
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Ende September wurde der gemeinsame Börsenwert von Zcash und Monero mit 36,51 Milliarden US-Dollar angegeben. Das ist für die beiden Coins beträchtlich, bleibt aber klein im Vergleich zum Gesamtmarkt, der am 6. Oktober mit gut 3 Billionen US-Dollar bewertet wurde. Die Angaben beziehen sich auf unterschiedliche Zeitpunkte und eignen sich daher eher als Größenvergleich denn als exakter Vergleich für denselben Tag.
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Mögliche Gründe – aber kein eindeutiger Auslöser
In der Berichterstattung wurden mehrere mögliche Faktoren für die Bewegung genannt: neues Interesse an Privacy-Coins, der Zugang über börsengehandelte Fonds (ETFs) und institutionelles Interesse. Santiment führte Ausbrüche bei Privacy-Coins als einen der auffälligen Markttrends an. Das liefert Kontext, belegt aber nicht, dass ein einzelner Faktor die Tagesgewinne von ZEC oder XMR verursacht hat.
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Gleichzeitig verarbeitete der Gesamtmarkt neue Konjunkturdaten. Die US-Notenbank Fed hatte ihren Leitzins im September auf 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben; außerdem blieb das Beschäftigungswachstum im September hinter den Erwartungen zurück. Dieser Hintergrund könnte mit erklären, warum die größeren Kryptowerte kaum zulegten. Einen direkten Zusammenhang mit den Tagesgewinnen von Zcash oder Monero belegt er jedoch nicht.
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Bei Zcash gab es zudem eigene Entwicklungen: Grayscales Zcash-Fonds war im August gestartet, und das nächste Netzwerk-Upgrade, NU7, erreichte Anfang Oktober das öffentliche Testnetz. Der Vorschlag sieht vor, die angestrebte Blockzeit von 75 auf 25 Sekunden zu senken. Zum Zeitpunkt der Berichte war das eine Entwicklung im Testnetz – keine bereits abgeschlossene Änderung des Hauptnetzwerks.
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Auch der ETF-Zugang bedeutete nicht, dass ständig neues Geld in den Fonds floss. Grayscales Fonds verzeichnete am 30. September einen Mittelabfluss von 30,25 Millionen US-Dollar. Ein Bericht im Oktober bezifferte die Abflüsse in den ersten Tagen des Monats auf rund 59 Millionen US-Dollar. Das spricht gegen eine allzu einfache Erklärung, wonach allein die ETF-Nachfrage den ZEC-Kurs angetrieben habe.
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Zcash und Monero setzen Privatsphäre unterschiedlich um
Bei Zcash sind abgeschirmte Transaktionen optional: Nutzerinnen und Nutzer können selbst entscheiden, ob sie diese Datenschutzfunktion verwenden. Bei Monero ist die Transaktionsprivatsphäre standardmäßig integriert. Der Unterschied kann für Nutzer und dafür relevant sein, wie Börsen oder Finanzprodukte mit den jeweiligen Coins umgehen. Monero fehlte laut Berichten ein vergleichbarer ETF-Katalysator; zudem drohten mögliche Delistings an Börsen.
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Die Tagesgewinne machten die Rücksetzer nicht wett
Trotz des Tagesplus wurde Zcash mit etwa 1.300 bis 1.370 US-Dollar gehandelt – rund 19 Prozent unter dem Hoch von Ende September bei knapp 1.698 US-Dollar. Monero lag bei ungefähr 560 US-Dollar und damit rund 30 Prozent unter seinem gemeldeten Rekordhoch von etwa 798 US-Dollar. Der starke Tag bedeutete also nicht, dass einer der beiden Coins seine jüngsten Höchststände wieder erreicht hatte.
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Der nüchterne Befund: Zcash und Monero stachen in einem ruhigen Markt heraus, aber die Kursdaten klären nicht, warum. Widersprüchliche Angaben zu Zcashs Jahresrendite, Abflüsse aus dem Fonds, Zcashs großer Anteil am Privacy-Coin-Segment und der Abstand zu den jüngsten Höchstständen sprechen dagegen, aus einem einzelnen Handelstag einen breiten oder nachhaltigen Ausbruch abzuleiten.
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