US-Spot-Bitcoin-ETFs wechselten Anfang Oktober von Zuflüssen zu kräftigen Abgaben: Am 7. und 8. Oktober zogen Anleger rund 729 Millionen US-Dollar aus den Fonds ab. Am Freitag gab es zwar wieder einen kleinen Mittelzufluss – er reichte aber nicht, um den Verlust der Woche auszugleichen. Die genaue Summe unterscheidet sich je nach Datendienst leicht.
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Zwei Tage mit ungewöhnlich hohen Abflüssen
Zu Monatsbeginn hatten die Fonds noch Zuflüsse verzeichnet. Am 6. Oktober flossen laut einer Farside-basierten Auswertung 118,8 Millionen Dollar hinein. Einen Tag später folgten Nettoabflüsse von 484,9 Millionen Dollar – der stärkste Tagesabfluss seit dem 25. Juni. Am 8. Oktober kamen weitere 244,1 Millionen Dollar hinzu. Zusammen ergibt das 729 Millionen Dollar.
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Zu den Abgaben am 7. Oktober gehörten 207,7 Millionen Dollar aus BlackRocks IBIT. TFTC weist für Fidelitys FBTC Abflüsse von 105,1 Millionen Dollar am 7. Oktober und 197,1 Millionen am Folgetag aus. Berichte nennen außerdem deutliche Rücknahmen bei Fonds von Morgan Stanley und ARK 21Shares. Eine verlässliche Aufschlüsselung der Beträge für jeden Anbieter an beiden Tagen liegt jedoch nicht vor.
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Warum manche Berichte auf 729 und andere auf rund 731 Millionen kommen
Bitcoin Magazine und Farside-basierte Berichte nennen 484,9 Millionen Dollar Abflüsse am 7. Oktober und 244,1 Millionen am 8. Oktober – zusammen 729 Millionen. TFTC beziffert den Abfluss am 7. Oktober dagegen auf 487,1 Millionen Dollar. Mit denselben 244,1 Millionen für den Folgetag ergibt das 731,2 Millionen Dollar; andere Berichte runden auf etwa 731 Millionen.
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Die Abweichung betrifft also den Wert für den 7. Oktober, nicht den für den 8. Oktober. An der Gesamtaussage ändert sie wenig: Innerhalb von zwei Handelstagen flossen rund 730 Millionen Dollar ab.
Der kleine Zufluss am Freitag glich den Wochenverlust nicht aus
TFTC und CoinStats meldeten für Freitag, den 9. Oktober, einen Nettozufluss von 21,1 Millionen Dollar. CoinStats bezifferte den Nettoverlust über die vorangegangenen fünf Handelstage auf 678,9 Millionen Dollar – der Tageszufluss war damit nur eine begrenzte Erholung.
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Auch bei den längerfristigen Summen unterscheiden sich die Angaben. TFTC weist für sieben Handelstage im Oktober einen Nettoabfluss von 388,6 Millionen Dollar aus. In einer Farside-basierten Auswertung lag der Verlust bis einschließlich 8. Oktober bei 407,4 Millionen. Zudem verzeichnete Satsintel für den 9. Oktober einen Abfluss von 1,3 Millionen Dollar statt eines Zuflusses. Die verfügbaren Berichte lösen diese Differenzen nicht auf. Tages- und Monatssummen sollte man deshalb jeweils zusammen mit Datenquelle und Berichtszeitraum betrachten.
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Kursbewegungen und mögliche Hintergründe
Ein Bericht verortete den Bitcoin-Kurs am Donnerstag zeitweise bei rund 80.337 Dollar und am Freitagmittag bei etwa 83.100 Dollar. Diese Momentaufnahmen zeigen eine volatile Phase, belegen aber nicht, dass die ETF-Abflüsse die Kursbewegungen verursacht haben.
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Einige Berichte verwiesen als Markthintergrund auf geopolitische Spannungen und Erwartungen weiterer Zinserhöhungen durch die US-Notenbank. GSR zufolge sanken die CME-FedWatch-Wahrscheinlichkeiten für eine Zinserhöhung bei der Sitzung am 27. und 28. Oktober von etwa 70 auf 35 Prozent – nach Äußerungen des Präsidenten der New Yorker Fed, John Williams, und einer niedriger als erwarteten Kerninflation nach PCE. Diese Angaben beschreiben das Umfeld, belegen aber nicht, welchen Anteil einzelne Faktoren an den ETF-Abflüssen hatten.
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Der zentrale Befund ist die abrupte Wende bei den Mittelströmen: Auf frühe Zuflüsse folgten zwei besonders starke Abflusstage. Das Plus am Freitag fiel zu klein aus, um den Wochenverlust auszugleichen. Für die genaue Summe macht es einen Unterschied, welchem Tracker man folgt; die Richtung der Bewegung ist bei allen genannten Angaben dieselbe.