Die oft genannte Summe von 400 Millionen US-Dollar ist kein bestätigtes Budget, das Xbox für Hideo Kojimas Action-Spionagespiel Physint zahlt. Die Zahl wurde zunächst mit Microsoft in Verbindung gebracht. Spätere Berichte korrigierten diese Darstellung: Xbox zahle deutlich weniger; die 400 Millionen könnten stattdessen eine Summe sein, die Kojima zuvor Sony genannt oder vorgeschlagen hatte. Weder das endgültige Budget noch die konkrete Zahlung von Microsoft sind öffentlich bekannt.
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Wie das 400-Millionen-Dollar-Gerücht entstand
Chris Dring von The Game Business brachte zunächst rund 400 Millionen US-Dollar als Zahl für Physint ins Spiel – und zwar im Zusammenhang mit Xbox. In späteren Berichten hieß es dann, Microsoft zahle „deutlich weniger“ als den Betrag, der Sony angeblich genannt worden sei. Jez Corden von Windows Central berief sich auf Quellen mit direkter Kenntnis der Verträge und schrieb, Xbox zahle nur einen Bruchteil der Summe.
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Wichtig ist deshalb die Unterscheidung zwischen einer berichteten Forderung oder Budgetvorstellung und einem bestätigten Vertrag: Die 400 Millionen US-Dollar sind nicht als verbindliche Xbox-Zusage belegt. Auch wie hoch das endgültige Budget ausfällt und welchen Betrag Microsoft tatsächlich übernimmt, ist offen.
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Warum Sony laut Berichten ausstieg – und was Kojima dazu sagte
Laut Bloomberg zog sich PlayStation wegen Bedenken zu den Kosten, den möglichen kommerziellen Erfolgsaussichten und den Exklusivitätsbedingungen zurück. Der Bericht nannte außerdem verpasste Fristen und das Risiko, dass das Spiel sein Budget überschreiten könnte, obwohl die Veröffentlichung noch Jahre entfernt sei. Diese Gründe stützen sich auf Aussagen von Personen, die mit dem Projekt vertraut seien – nicht auf eine öffentliche Begründung Sonys.
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Kojima sagte, Sony habe ihm Mitte Juni mitgeteilt, die Finanzierung des Spiels einzustellen. Einen Grund habe er bei diesem Gespräch nicht erfahren. Kojima Productions widersprach später der Darstellung zu Budget und Fristen und nannte sie „unbelegte Spekulation“. Die Berichte und die Aussagen des Studios gehen also auseinander; Sonys Beweggründe sind damit nicht abschließend geklärt.
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Was der Wechsel zu Xbox bedeutet – und was sich daraus nicht ableiten lässt
Nach Sonys Rückzug suchte Kojima Productions einen neuen Publishing-Partner. Xbox übernahm schließlich die Veröffentlichung von Physint. Damit wächst auch eine bereits bestehende Zusammenarbeit: Xbox ist ebenfalls an Kojimas Horrorspiel OD beteiligt.
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Klar ist damit vor allem der Wechsel des Partners: Sony stellte die Finanzierung ein, Xbox wurde zum Publisher von Physint. Öffentlich bekannt ist jedoch nicht, wie viele Alternativen Kojima Productions hatte, welche konkreten Konditionen mit Microsoft vereinbart wurden oder ob sich die Verhandlungsposition des Studios dadurch verändert hat. Es lässt sich daher weder belegen, dass Kojima die ursprünglich angestrebten Bedingungen durchsetzen konnte, noch dass das Studio schlechtere Konditionen akzeptieren musste.
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Film, Fernsehen, Rechte und offene Vertragsfragen
Xbox und Kojima Productions haben angekündigt, ihre Zusammenarbeit über Videospiele hinaus auf Film und Fernsehen auszuweiten. Die Ankündigung bestätigt eine breitere Kooperation, nennt aber nicht, wem die Rechte an Physint gehören oder wie mögliche Film- und Fernsehrechte verteilt sind.
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Auch die Rolle von Xbox als Publisher von Physint und die fortgesetzte Zusammenarbeit an OD sind öffentlich bestätigt. Daraus geht aber nicht hervor, ob der Vertrag zu OD überarbeitet wurde oder welche Exklusivitätsbedingungen für die Spiele gelten. Solange diese Angaben fehlen, bleiben sie offen – ein Wechsel des Publishers allein belegt keine bestimmten Vertragsdetails.
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Ebenso zeigen die vorliegenden Berichte nicht, dass Xbox’ Sparmaßnahmen oder Outsourcing-Bemühungen die Vereinbarung zu Physint beeinflusst haben. Der belastbare Kern ist enger gefasst: Die 400 Millionen US-Dollar sind unbestätigt, Xbox soll deutlich weniger zahlen, und die wirtschaftlichen Bedingungen der neuen Partnerschaft sind weitgehend vertraulich.
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