Ein wichtiger Treiber war der weltweite Erfolg des Biopics „Michael“, bei dem Antoine Fuqua Regie führte und Jaafar Jackson seinen berühmten Onkel spielt . Der Film überschritt innerhalb weniger Wochen die Marke von 500 Millionen US-Dollar an den weltweiten Kinokassen und wurde später zum ersten Biopic überhaupt, das mehr als eine Milliarde US-Dollar einspielte .
Der Kinoerfolg löste eine neue Nachfrage nach Michael Jacksons Musik aus. Sony nannte die Alben „Thriller“ und „Bad“ als besonders erfolgreiche Recorded-Music-Projekte des Quartals . In der Woche nach dem Kinostart kam Jacksons Solo-Katalog in den USA auf 137,5 Millionen On-Demand-Streams – ein Plus von 146 Prozent . Sowohl „Thriller“ als auch „Bad“ kehrten zudem in die Top 10 der meistverkauften Recorded-Music-Projekte des Quartals zurück .
Michael Jackson war der auffälligste Name, doch das Ergebnis von Sony Music beruhte nicht allein auf dem wiedererstarkten Jackson-Katalog. Zu den weiteren erfolgreichen Acts des Quartals gehörten Ella Langley und Bad Bunny .
Das Wachstum zeigte sich in mehreren Geschäftsbereichen:
Das operative Ergebnis von Sony Music erhöhte sich um 14 Prozent auf 105,9 Milliarden Yen beziehungsweise 664,78 Millionen US-Dollar. Zugleich hob Sony seine Jahresprognose für die Musiksparte an .
Bei Sony Pictures Entertainment fiel die Bilanz deutlich verhaltener aus. Der Umsatz sank im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 1,98 Milliarden US-Dollar . Der Sparte fehlte die gleiche Dichte an Blockbustern wie im Vergleichszeitraum, der noch von den Nachwirkungen der Hollywood-Streiks profitiert hatte .
Beim operativen Ergebnis gab es dennoch eine Verbesserung: Es stieg um 21 Prozent auf 154 Millionen US-Dollar . Ein Grund dafür war, dass das Vorjahresquartal durch streikbedingte Kosten belastet gewesen war. Das Biopic „Michael“ lief in vielen Märkten als Kinofilm von Sony Pictures und steuerte Einnahmen bei. Es konnte die insgesamt schwächere Filmauswahl der Sparte jedoch nicht vollständig ausgleichen .
Auf Konzernebene übertraf Sony die Erwartungen der Analysten und meldete das beste operative Ergebnis in einem ersten Quartal .
| Kennzahl | 1. Quartal GJ 2026 | Veränderung zum Vorjahr |
|---|---|---|
| Konzernumsatz | 2.837,8 Mrd. Yen (17,8 Mrd. US-Dollar) | +8 % |
| Operatives Ergebnis | 476,5 Mrd. Yen (2,97 Mrd. US-Dollar) | +40 % |
| Nettogewinn | 342,2 Mrd. Yen | +32 % |
| Operative Marge | 16,8 % | +3,8 Prozentpunkte |
Quelle: Sony Group, „Q1 FY2026 Consolidated Financial Results“
Der Gewinnsprung des Gesamtkonzerns wurde vor allem vom Bereich Gaming & Network Services sowie vom Geschäft mit Bildsensoren getragen – nicht allein von der Musik . Im Gaming-Segment stieg das operative Ergebnis um 37 Prozent auf 202 Milliarden Yen. Dazu trugen unter anderem Rückerstattungen von US-Zöllen und günstige Wechselkurse bei .
Im Bereich Imaging & Sensing Solutions erhöhte sich der Umsatz um 26 Prozent auf 512,7 Milliarden Yen. Das operative Ergebnis sprang sogar um 125 Prozent auf 122,2 Milliarden Yen .