Mit dem frischen Kapital plant NanoStruct unter anderem:
Das Unternehmen entstand als Ausgründung der Julius‑Maximilians‑Universität Würzburg und basiert auf Forschung aus dem physikalischen Umfeld der Universität, insbesondere an der Schnittstelle von Nanotechnologie und Biotechnologie.
Die Idee: hochpräzise Sensorik aus der Forschung so zu entwickeln, dass sie in industriellen Testprozessen zuverlässig eingesetzt werden kann.
Viele klassische Tests auf Lebensmittelkeime basieren auf Kultivierungsverfahren im Labor. Dabei müssen Bakterien zunächst wachsen, bevor sie eindeutig identifiziert werden können – ein Prozess, der zwei bis drei Tage dauern kann.
NanoStruct verfolgt einen anderen Ansatz: nanostrukturierte Sensorchips, die biologische Signale direkt messen.
Die Plattform kombiniert mehrere Technologien:
So sollen Krankheitserreger wie Listeria oder Salmonellen bereits innerhalb weniger Stunden erkannt werden.
Im Idealfall könnten Lebensmittelproduzenten Ergebnisse noch am selben Tag erhalten, an dem eine Probe genommen wurde.
In globalen Lieferketten können sich kontaminierte Chargen schnell verbreiten. Wird ein Problem erst spät entdeckt, müssen häufig große Mengen zurückgerufen werden.
Schnellere Diagnostik könnte Unternehmen helfen:
Gerade bei häufig getesteten Produkten oder in großen Produktionsanlagen kann ein Zeitgewinn von Tagen erhebliche wirtschaftliche und sicherheitsrelevante Auswirkungen haben.
Zunächst konzentriert sich NanoStruct auf Anwendungen in der Lebensmittelanalytik. Die zugrunde liegende Sensortechnologie könnte jedoch auch in anderen Bereichen eingesetzt werden.
Da das System auf schneller Identifikation von Bakterien basiert, werden in öffentlichen Berichten auch mögliche Einsatzfelder genannt wie:
Für diese Anwendungen sind allerdings noch weitere Validierungen, regulatorische Zulassungen und konkrete Markteinführungspläne erforderlich.
Weltweit gelten lebensmittelbedingte Krankheitserreger weiterhin als großes Problem für öffentliche Gesundheit und Lieferketten. Gleichzeitig wird die Nachfrage nach schnelleren und automatisierbaren Testverfahren immer größer.
Mit der Kombination aus Nanotechnologie, optischer Sensorik, Biotechnologie und künstlicher Intelligenz gehört NanoStruct zu einer neuen Generation von Deeptech‑Startups, die versuchen, mikrobiologische Analysen deutlich zu beschleunigen.
Sollte sich die Technologie im industriellen Einsatz bewähren, könnten Tests am selben Tag künftig ein wichtiger Baustein für sicherere und effizientere Lebensmittelketten werden.
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