Die mutmaßlich China‑nahe Hackergruppe Calypso (Red Lamassu) greift seit mindestens Mitte 2022 Telekommunikationsanbieter im asiatisch‑pazifischen Raum und im Nahen Osten an. Die Kampagne setzt auf zwei neu entdeckte Malware‑Werkzeuge: Showboat für Linux‑Server und JFMBackdoor für Windows‑Systeme.

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: How did the Chinese state‑linked Calypso (Red Lamassu) hacking group conduct a long‑running cyber‑espionage campaign against telecommunicati. Article summary: Calypso, also tracked as Red Lamassu, ran a cyber-espionage campaign against telecom providers in Asia-Pacific and parts of the Middle East from at least mid-2022, using newly identified Linux and Windows malware to main. Topic tags: general, general web, user generated. Reference image context from search candidates: Reference image 1: visual subject "# Cyber Assault on Asian Telecoms Traced to Chinese State Hackers. A years-long espionage campaign has targeted telecoms companies in Asia with tools associated with Chinese groups" source context "Cyber Assault on Asian Telecoms Traced to Chinese State Hackers" Reference image 2: visual subject "# Cyber Assault
Telekommunikationsunternehmen im asiatisch‑pazifischen Raum sowie in Teilen des Nahen Ostens sind Ziel einer langfristigen Cyber‑Spionagekampagne geworden. Sicherheitsforscher führen die Aktivitäten auf eine Gruppe zurück, die unter den Namen Calypso oder Red Lamassu bekannt ist. Die Operation läuft mindestens seit Mitte 2022 und nutzt speziell entwickelte Malware für Linux‑ und Windows‑Systeme, um dauerhaft Zugriff auf die Netzwerke der Opfer zu behalten und Informationen zu sammeln.
Im Gegensatz zu kurzfristigen Sabotageangriffen verfolgen solche Kampagnen typischerweise ein strategisches Ziel: langfristige, unauffällige Präsenz innerhalb kritischer Infrastruktur. Gerade Telekom‑Netze sind für Geheimdienst‑ähnliche Operationen attraktiv, da sie Einblicke in Kommunikationsstrukturen und Netzwerkarchitektur ermöglichen.
Die Angriffe richten sich gezielt gegen Telekommunikationsanbieter. Ermittlungen von Threat‑Intelligence‑Teams zeigen, dass sich die Angreifer zunächst Zugang zu internen Systemen verschafften und anschließend maßgeschneiderte Schadsoftware installierten, um ihre Präsenz auszubauen und langfristig zu sichern.
Zwei zuvor nicht dokumentierte Malware‑Familien spielen dabei eine zentrale Rolle:
Diese Kombination ermöglicht es den Angreifern, sowohl Server‑Infrastruktur als auch administrative Systeme innerhalb derselben Organisation zu kontrollieren.
Die Malware Showboat richtet sich speziell gegen Linux‑Systeme. Laut Analyse handelt es sich um ein modulares Post‑Exploitation‑Framework, das typischerweise nach einer bereits erfolgreichen Kompromittierung eingesetzt wird.
Zu den wichtigsten Funktionen gehören:
Diese Fähigkeiten erlauben es den Angreifern, kompromittierte Server als Zwischenstationen zu nutzen. Dadurch können sie ihre Aktivitäten verschleiern und sich unauffällig weiter durch das Netzwerk bewegen.
Parallel dazu kommt JFMBackdoor zum Einsatz, ein Schadprogramm für Windows‑Umgebungen.
In vielen Telekomunternehmen existieren gemischte IT‑Infrastrukturen: Linux‑Server betreiben zentrale Netzwerkdienste, während Windows‑Systeme häufig für Verwaltung, Monitoring und Büroanwendungen genutzt werden. Durch ein eigenes Implantat für Windows können die Angreifer ihre Präsenz auch in diesen Bereichen sichern.
Öffentliche Analysen bestätigen die Nutzung der Malware in der Kampagne, doch detaillierte technische Informationen über die interne Funktionsweise von JFMBackdoor sind bislang begrenzt.
Ein weiterer Baustein der Operation war der Aufbau einer eigenen Infrastruktur mit Domains, die legitime Telekom‑Unternehmen imitieren.
Diese Domains erfüllten vermutlich mehrere Aufgaben:
Welche spezifischen Domains mit welchen Zielorganisationen verbunden waren, wurde öffentlich bislang nicht vollständig offengelegt.
Telekommunikationsanbieter betreiben komplexe, heterogene IT‑Landschaften. Server, Netzwerkgeräte und Verwaltungsplattformen laufen häufig auf unterschiedlichen Betriebssystemen.
Die Kombination aus Linux‑ und Windows‑Implantaten verschafft Angreifern mehrere Vorteile:
Dadurch wird es für Sicherheitsteams deutlich schwieriger, einen Angreifer vollständig aus einem Netzwerk zu entfernen.
Die Calypso‑Kampagne zeigt eine breitere Entwicklung im Bereich staatlich motivierter Cyber‑Spionage. Telekom‑Netze gelten als besonders wertvolle Ziele, weil sie Einblicke in Kommunikationsströme, Infrastruktur und Betriebsdaten ermöglichen.
Langfristiger Zugang zu solchen Systemen kann Angreifern unter anderem helfen, Netzwerktopologien zu verstehen, Metadaten zu analysieren oder sensible Betriebsinformationen auszulesen. Entsprechend investieren Angreifergruppen zunehmend in spezialisierte Malware, die sich dauerhaft und unauffällig in diesen Umgebungen halten kann.
Die Entdeckung von Showboat und JFMBackdoor zeigt, wie sich diese Werkzeuge weiterentwickeln – hin zu plattformübergreifenden Angriffen, die für Verteidiger deutlich schwerer zu erkennen und zu beseitigen sind.
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Die mutmaßlich China‑nahe Hackergruppe Calypso (Red Lamassu) greift seit mindestens Mitte 2022 Telekommunikationsanbieter im asiatisch‑pazifischen Raum und im Nahen Osten an.
Die mutmaßlich China‑nahe Hackergruppe Calypso (Red Lamassu) greift seit mindestens Mitte 2022 Telekommunikationsanbieter im asiatisch‑pazifischen Raum und im Nahen Osten an. Die Kampagne setzt auf zwei neu entdeckte Malware‑Werkzeuge: Showboat für Linux‑Server und JFMBackdoor für Windows‑Systeme.
Die Angreifer nutzten Domains mit Telekom‑Bezug, um legitime Unternehmen zu imitieren und ihre Infrastruktur für Steuerung und Kommunikation zu tarnen.