Die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) hat ihre Wachstumsprognose für Taiwan im September-Ausblick kräftig angehoben: Für 2026 erwartet sie nun 11 Prozent statt der im Juli veranschlagten 9,5 Prozent. Das Plus von 1,5 Prozentpunkten sticht heraus. Für die Entwicklungsregion Asien und Pazifik insgesamt erhöhte die Bank ihre Prognose lediglich um 0,1 Prozentpunkte.
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Warum Taiwan heraussticht
Taiwans Wirtschaft wuchs im ersten Halbjahr 2026 um 14,1 Prozent. Dazu trugen ein Schub bei KI-bezogenen Exporten und Investitionen bei. Technologieexporte stiegen in diesem Zeitraum laut angeführten Zolldaten in US-Dollar gerechnet um 65 Prozent.
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Die Exportzahlen erklären, weshalb der Technologiesektor im Mittelpunkt der höheren Prognose steht. Wie viel der private Konsum zum Wachstum im ersten Halbjahr beitrug, lässt sich aus den vorliegenden Quellen jedoch nicht beziffern. Auch eine genaue ADB-Prognose für Taiwans Wachstum 2027 und deren Veränderung gegenüber Juli sind damit nicht belegt. Die unveränderte Prognose für die Gesamtregion darf nicht als Prognose für Taiwan gelesen werden.
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Wo die ADB ihre Prognosen ebenfalls geändert hat
- Vietnam: Für 2026 erhöhte die ADB ihre Erwartung von 7,2 auf 7,8 Prozent, für 2027 von 7,0 auf 7,6 Prozent. Die Wirtschaft hatte sich im ersten Halbjahr besser entwickelt als erwartet.
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- Malaysia: Die Prognose für 2026 stieg von 4,6 auf 4,9 Prozent, jene für 2027 von 4,5 auf 4,7 Prozent. Starke Technologieexporte stützen den Ausblick.
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- Indien: Für 2026 – in der Berichterstattung dem indischen Finanzjahr 2026/27 zugeordnet – hob die ADB die Prognose von 6,6 auf 7,0 Prozent an. Kräftige Investitionen in Indien stützen auch den regionalen Ausblick. Eine Änderung der indischen Prognose für 2027 lässt sich aus den vorliegenden Quellen nicht verlässlich angeben.
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- Philippinen: Hier senkte die ADB die Prognose für 2026 von 3,8 auf 3,3 Prozent; schwache öffentliche Investitionen trugen dazu bei. Für 2027 erwartet sie 5,1 Prozent Wachstum. Ob sie diesen Wert gegenüber Juli änderte, ist anhand der vorliegenden Quellen nicht belegt.
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- Bangladesch: Ein Bericht zum Ausblick nennt für das Finanzjahr 2027 eine Senkung von 4,5 auf 4,0 Prozent und für das Finanzjahr 2026 ein Wachstum von 3,7 Prozent. Diese Finanzjahreswerte sind nicht ohne Weiteres mit den Kalenderjahresprognosen vergleichbar; ein früherer Wert für das Finanzjahr 2026 ist nicht belegt. Für Pakistan lässt sich aus den vorliegenden Quellen keine verlässliche Prognoseänderung angeben.
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Welche Risiken bleiben?
Für die Entwicklungsregion Asien und Pazifik erwartet die ADB 5,0 Prozent Wachstum im Jahr 2026, nach 4,9 Prozent in ihrer Juli-Prognose. Die Erwartung für 2027 bleibt bei 5,1 Prozent. Investitionen und Technologieexporte geben Rückenwind. Ein anhaltender Konflikt im Nahen Osten und hohe, schwankende Energiepreise könnten den Ausblick jedoch belasten. Das Klimaphänomen El Niño könnte den Preisdruck bis 2027 verstärken.
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Hinzu kommt ein Finanzmarktrisiko: Steigende langfristige Zinsen könnten die Finanzierungsbedingungen verschärfen. Falls zugleich die hohen Bewertungen von KI-bezogenen Aktien deutlich korrigieren, könnte das die Marktvolatilität erhöhen. Die ADB beschreibt damit ein mögliches Szenario, keine bereits eingetretene Korrektur.
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