Singapur will seine Rechenzentrumskapazität gezielt ausbauen: Am 21. August 2026 teilten das Economic Development Board (EDB) und die Infocomm Media Development Authority (IMDA) im Rahmen der zweiten Ausschreibung DC-CFA2 vorläufig insgesamt 200 Megawatt (MW) auf vier Betreiber auf. Jeder erhielt eine Zusage über 50 MW. Eingereicht worden waren mehr als 20 Vorschläge.
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Wer erhält die Kapazität?
Die vorläufigen Zuteilungen gehen an:
- Digital Realty – 50 MW
- Equinix – 50 MW
- Keppel Data Centres – 50 MW
- ST Telemedia Global Data Centres – 50 MW
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Zusammen entspricht das den 200 MW, die über DC-CFA2 bereitgestellt wurden. EDB und IMDA hatten die Ausschreibung am 1. Dezember 2025 gestartet. Vorgesehen waren mindestens 200 MW; zusätzliche Kapazität war über neue Wege der grünen Energieversorgung möglich.
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Wettbewerb mit Nachhaltigkeitsauflagen
Keppel zufolge war DC-CFA2 ein offener, wettbewerblicher Prozess mit mehr als 20 Vorschlägen. Laut EDB sollten die ausgewählten Vorhaben Singapurs strategischen, wirtschaftlichen und Nachhaltigkeitsinteressen dienen. Wie die Behörden einzelne Kriterien gewichtet oder sämtliche Vorschläge bewertet haben, geht aus den verfügbaren Quellen nicht hervor.
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Die ausgewählten Betreiber sagten zu, die Mindestanforderungen der Ausschreibung zu übertreffen. Berichten zufolge wollen sie mehr als die Hälfte ihrer Rechenzentrumskapazität mit grüner Energie versorgen und Flüssigkeitskühlung sowie energieeffiziente IT-Ausrüstung einsetzen.
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Als mögliche Energiequellen werden Biomethan, CO₂-armer Ammoniak und Wasserstoff sowie in Gebäude integrierte oder gebäudeangepasste Photovoltaik genannt. Die Rechenzentren sollen zudem die Anforderungen der Zertifizierung Green Mark for Data Centres auf Platin-Niveau erfüllen. Dabei handelt es sich um erklärte Vorhaben – nicht um einen Nachweis, dass die Anlagen bereits gebaut oder zertifiziert sind.
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Geplant auf Jurong Island
Die zugeteilten Projekte werden mit Jurong Island und dem dort entstehenden CO₂-armen Rechenzentrumspark in Verbindung gebracht.
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5 Die verfügbaren Berichte stellen einen Zusammenhang zum Nachhaltigkeitsfokus der Ausschreibung her, belegen aber nicht, dass jede der genannten Energiequellen für jedes Projekt verfügbar sein wird.
Noch keine fertigen Rechenzentren
Die 200 MW sind vorläufig zugeteilt. Das bedeutet nicht, dass alle vier Anlagen bereits in Betrieb sind. EDB und IMDA wollen in 18 bis 24 Monaten prüfen, ob eine weitere Ausschreibungsrunde erforderlich ist.
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DC-CFA2 verbindet damit einen Ausbau der Rechenzentrumskapazität mit einem wettbewerblichen Auswahlverfahren und konkreten Zusagen zu Energie und Effizienz. Ob und wann die geplanten Anlagen entstehen und ihre Nachhaltigkeitsziele erreichen, ist mit der vorläufigen Zuteilung noch nicht belegt.