Der Inflationsbericht aus den USA hat die Sorge vor weiteren Zinserhöhungen der Federal Reserve neu entfacht. Besonders stark traf es Technologie- und KI-Aktien: Am Mittwoch, dem 14. Oktober, gaben US-Techwerte nach; am Donnerstag setzte sich der Ausverkauf an den asiatischen Börsen fort.
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US-Inflation fiel höher aus als erwartet
Der Verbraucherpreisindex (CPI) stieg im September gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent und im Jahresvergleich um 3,7 Prozent. Im August hatte die Jahresrate noch bei 3,4 Prozent gelegen; die Prognose hatte 3,6 Prozent betragen. Auch die Kerninflation – ohne Lebensmittel und Energie – lag mit einem Plus von 2,6 Prozent im Jahresvergleich über der erwarteten Rate von 2,5 Prozent. Zum Vormonat stieg der Kernindex um 0,3 Prozent.
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Die überraschend kräftigen Zahlen nährten die Erwartungen, dass die Fed die Zinsen weiter anheben könnte. Im September hatte die US-Notenbank den Leitzins laut Berichten bereits um einen Viertelprozentpunkt auf eine Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent erhöht.
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Asiens Börsen: Tech-Werte besonders unter Druck
Ein späterer Reuters-Börsenüberblick vom Donnerstag bezifferte das Minus des MSCI-Index für den asiatisch-pazifischen Raum ohne Japan auf 3,3 Prozent. Südkoreas Kospi verlor 8 Prozent, Japans Nikkei 225 gab 4,8 Prozent nach.
18 Ein früherer Bericht vom selben Tag hatte noch geringere Rückgänge ausgewiesen: Die Werte spiegeln unterschiedliche Zeitpunkte eines bewegten Handelstags wider.
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Besonders stark erwischte es die Technologie-Lieferkette. Reuters beschrieb den Ausverkauf als Neubewertung der Kapitalkosten: Anleger wägen höhere Finanzierungskosten gegen die zunehmenden Sorgen über Schulden für den Ausbau von Rechenzentren ab.
18 Das ist für Unternehmen im KI-Infrastrukturbereich relevant, weil der Aufbau zusätzlicher Kapazitäten hohe Investitionen erfordert.
Auch die Wall Street und KI-Aktien gaben nach
Nach Veröffentlichung der Inflationsdaten schlossen US-Aktien am Mittwoch im Minus. Der S&P 500 verlor 1,11 Prozent, der Nasdaq Composite 1,88 Prozent und der Dow Jones Industrial Average 0,09 Prozent. Der Russell 2000 fiel um 1,93 Prozent.
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Bei einzelnen KI-nahen Unternehmen waren die Verluste noch deutlicher: Oracle gab laut Reuters 8,8 Prozent nach, CoreWeave 15 Prozent und Nebius 10 Prozent. Anleger richteten ihr Augenmerk auf mögliche höhere Kreditkosten und den teuren Ausbau der KI-Infrastruktur.
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Erwartungen an die Fed stiegen – aber nicht einheitlich
Vor Veröffentlichung des CPI-Berichts bezifferte Reuters die vom Markt eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Oktober auf 22 Prozent. In späteren Berichten lag die Schätzung bei 37 beziehungsweise 60 Prozent.
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49 Diese Zahlen sind Momentaufnahmen aus unterschiedlichen Phasen des Handels und keine feststehende Prognose – geschweige denn eine Entscheidung der Fed.
Der unmittelbare Zusammenhang an den Märkten war dennoch klar: Die höhere Inflation verstärkte die Zinssorgen. Technologieaktien gerieten zusätzlich unter Druck, weil steigende Finanzierungskosten und die Schuldenrisiken beim Ausbau von Rechenzentren die Anleger beschäftigten. Die vorliegenden Berichte belegen keine konkreten Tagesbewegungen bei Silber oder Bitcoin; deshalb lassen sich dazu hier keine verlässlichen Angaben machen.
Dollar fester, Gold schwächer
Der US-Dollar legte nach der Inflationsüberraschung zunächst zu. Ein späterer Rücksetzer dämpfte einen Teil des anfänglichen Anstiegs.
54 Auch Gold verlor an Wert: Laut einem Marktdatenbericht sank der Preis am 14. Oktober um 1,19 Prozent auf 4.111,81 US-Dollar je Feinunze.
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Höhere Zinserwartungen können Gold belasten, weil verzinsliche Anlagen im Vergleich attraktiver werden. Ein stärkerer Dollar kann zusätzlich auf den Preis des in US-Dollar gehandelten Edelmetalls drücken.