Samsung hatte für Apples erstes faltbares iPhone zwei Antworten parat: einen spöttischen Kommentar auf X und ein demonstratives „Willkommen“ in einer Produktkategorie, in der Samsung seit Jahren vertreten ist. Apple stellte das iPhone Duo am 9. September 2026 vor; in den USA beginnt der Preis bei 1.999 US-Dollar.
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Erst die Sticheleien, dann die Botschaft dahinter
„So far, so same“, schrieb Samsung Mobile US auf X – sinngemäß: bislang nichts Neues. Nach der Vorstellung des Duo folgte der Spruch: „Let us know when you’re done reheating our leftovers.“ Samsung stellte Apples Gerät damit als aufgewärmte Version einer bereits bekannten Idee dar.
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Noch bevor Apple das Duo zeigte, kommentierte Samsung die Wartezeit mit „Making us wait? Fine. We’ll be over here, folding 3 ways.“ Gemeint war das Galaxy Z TriFold mit drei Segmenten und zwei Faltstellen, im Gegensatz zum zweiteiligen Duo.
9 Auch der Name bot Stoff für einen Witz: Samsung markierte die Sprachlern-App Duolingo, deren Eulen-Maskottchen Duo heißt, und schrieb „They copied us too“ samt #Solidarity.
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33 Laut Tech Times griff Samsungs kanadische Sparte das Kopiermotiv ebenfalls auf – in einem Video zum Galaxy Z Fold 8 mit einer Zeile von Kourtney Kardashian.
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Über die Reichweite einzelner Posts ist Vorsicht angebracht: Berichte sprechen bei manchen Beiträgen von mehr als einer Million Impressions, also Einblendungen. Eine verlässlich belegte Zahl von über zehn Millionen Aufrufen für einen einzelnen Post geht aus den vorliegenden Berichten nicht hervor.
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Warum Samsung Apple trotzdem willkommen heißt
Die Kampagne „Welcome to Foldables“ lief bereits vor Apples Präsentation. Plakate in Seoul, Tokio und London verbanden die Begrüßung mit dem Slogan „The World’s Lightest Fold“ und lenkten den Blick auf Samsungs eigene Geräte.
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43 Der Verweis auf Erfahrung hat eine Grundlage: Das erste Galaxy Fold kam 2019 auf den Markt – rund sieben Jahre vor Apples Einstieg.
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Apple beansprucht allerdings einen eigenen Ansatz. Das geschlossene Duo hat ungefähr Passformat und öffnet sich zu einem größeren Bildschirm. Apple-Chef John Ternus kritisierte frühere Foldables als Geräte, die sich anfühlten wie „zwei ungeschickt zusammengeklebte Telefone“.
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23 Samsungs Spott ist deshalb ein Wettbewerbsargument, kein Beleg dafür, dass beide Geräte dasselbe Nutzungserlebnis bieten.
Die freundliche Begrüßung und die scharfen Posts verfolgen letztlich dasselbe Ziel: Samsung will seinen Vorsprung sichtbar machen, während Apple die Kategorie stärker ins Rampenlicht rückt. Reuters ordnet die Kampagne als Versuch ein, Samsungs Position gegen eine bedeutende neue Konkurrenz zu verteidigen.
43 Wie groß diese Konkurrenz wird, ist noch offen. Counterpoint Research prognostizierte für 2026 einen Anteil von 25 Prozent für Apple gegenüber 38 Prozent für Samsung am Markt für faltbare Smartphones.
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