Der Blick auf den Gesamtmarkt fällt deutlich nüchterner aus: Über alle Panel-Technologien hinweg – also einschließlich LCD und OLED – wurden rund 1,12 Milliarden Smartphone-Panels ausgeliefert, lediglich 2,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Nach Einschätzung von Sigmaintell blieb die Nachfrage nach Mobiltelefonen insgesamt unter Druck. Auslieferungen wurden unter anderem durch vorgezogene Lagerbestände im Handel, gute Verkäufe der gesamten iPhone-Reihe und den wachsenden Reparatur- und Austauschmarkt gestützt.
Apple war für Samsung Display eine besonders wichtige Quelle zusätzlicher Bestellungen. Für das erste Quartal meldete Sigmaintell einen Anstieg der von Samsung Display an Apple gelieferten Smartphone-Panels um rund 14 Millionen Stück gegenüber dem Vorjahr.
Für die Einordnung der Halbjahreszahlen ist das entscheidend: Samsung Displays Wachstum konzentrierte sich auf hochwertige flexible OLEDs, insbesondere im Zusammenhang mit Apple. Es war keine gleichmäßige Erholung sämtlicher Display-Kategorien. Bei starren OLED-Panels gingen die Auslieferungen in Sigmaintells Marktanalyse für das erste Quartal sogar zurück, während flexible OLEDs deutlich zulegten.
BOE blieb der führende Anbieter, wenn alle Smartphone-Panel-Technologien gemeinsam betrachtet werden. Das chinesische Unternehmen lieferte im ersten Halbjahr etwa 280 Millionen Panels aus, erreichte einen Marktanteil von 25,2 Prozent und steigerte seine Auslieferungen um 7,1 Prozent.
Die beiden Werte sind allerdings nicht unmittelbar vergleichbar:
Auf dem enger gefassten Markt für flexible OLEDs lag Samsung Display im ersten Halbjahr somit deutlich vor BOE. In der Gesamtbetrachtung aller Panel-Technologien blieb BOE wegen seines hohen LCD- und Gesamtvolumens an der Spitze.
Sigmaintell rechnet für die zweite Jahreshälfte mit einer Belebung der Nachfrage nach flexiblen OLEDs. Als mögliche Impulse gelten neue Geräte von Apple und Samsung, darunter die erwarteten iPhone-18-Pro-Modelle sowie Apples erstes faltbares iPhone. Bei diesen Produktplänen handelt es sich allerdings um Branchenberichte und Erwartungen, nicht um bestätigte Auslieferungsergebnisse.
Auch Counterpoint Research erwartet für 2026 eine Erholung bei faltbaren Smartphone-Panels. Die weltweiten Auslieferungen sollen demnach etwa 27,5 Millionen Stück erreichen – rund 24 Prozent mehr als 2025. Der Umsatz könnte um 48 Prozent auf ungefähr 4,4 Milliarden US-Dollar steigen. Rund 64 Prozent der Jahresauslieferungen dürften dabei auf die zweite Jahreshälfte entfallen.
Für Samsung Display ist das Segment nicht nur wegen der Stückzahlen interessant. Faltbare Smartphones benötigen besonders anspruchsvolle und teure Displays. Berichten zufolge hat Samsung Display von Apple die Freigabe erhalten, mit der Modulproduktion für das erste faltbare iPhone zu beginnen. Eine erste Bestellung von rund drei Millionen Panels soll 2026 ausgeliefert werden.
Samsung Display hat die Planung für die OLED-Fabrik A7 im zweiten Asan-Komplex wieder aufgenommen. Das Projekt war 2021 vorübergehend gestoppt worden. In einer Sitzung des Investitionsprüfungsausschusses am 7. August 2026 genehmigte das Unternehmen die Tragwerksarbeiten. Noch im August sollen Aufträge vergeben werden; der umfassende Bau soll 2027 beginnen. Die Fertigstellung ist für Anfang 2028 vorgesehen.
Branchenberichte gehen von einer Investition in Höhe von mehreren Billionen Won aus. Eine endgültige Projektsumme wurde bislang jedoch nicht veröffentlicht. A7 soll vor allem Produktionskapazitäten für OLED-Panels faltbarer Smartphones und für XR-Mikrodisplays bereitstellen.
Die neue Anlage soll Samsungs bestehende Kapazitäten in Asan ergänzen, nicht ersetzen. Dazu gehören die etablierte A3-Fertigung für kleine und mittelgroße OLEDs sowie die 8,6-Generation-IT-OLED-Linie, die 2026 in die Massenproduktion gegangen ist. Zusammen könnten die Anlagen flexible OLEDs für Smartphones und Faltgeräte sowie größere OLED-Anwendungen für Laptops und Tablets abdecken.
Samsung Display plant nach eigenen Angaben, bis 2040 insgesamt 67 Billionen Won in sein Displaygeschäft zu investieren. Im Mittelpunkt stehen OLED-Technologien der nächsten Generation und hochauflösende Mikrodisplays in den Regionen Asan und Cheonan.
Die Wiederaufnahme des A7-Projekts ist deshalb eher als langfristige Kapazitätsentscheidung zu verstehen und nicht nur als Reaktion auf einen einzelnen Produktzyklus. Kurzfristig erhält das Geschäft Rückenwind durch Apples iPhone-Reihe und das Wachstum faltbarer Geräte. Der größere Investitionsplan soll Samsung Display zugleich auf eine steigende Nachfrage nach Premium-OLEDs, XR-Displays und IT-OLEDs vorbereiten.
Der entscheidende Vorbehalt betrifft den Zeitplan: A7 soll erst Anfang 2028 fertig werden und kann kurzfristige Engpässe daher nicht sofort lösen. Der strategische Wert der Fabrik liegt vielmehr darin, Samsung Display zusätzliche Flexibilität zu verschaffen – falls Apples Einstieg in den Markt für faltbare iPhones und Samsungs eigene Faltgeräte aus den aktuellen Erwartungen eine dauerhaft hohe Panel-Nachfrage machen.
Der Blick auf den Gesamtmarkt fällt deutlich nüchterner aus: Über alle Panel-Technologien hinweg – also einschließlich LCD und OLED – wurden rund 1,12 Milliarden Smartphone-Panels ausgeliefert, lediglich 2,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Nach Einschätzung von Sigmaintell blieb die Nachfrage nach Mobiltelefonen insgesamt unter Druck. Auslieferungen wurden unter anderem durch vorgezogene Lagerbestände im Handel, gute Verkäufe der gesamten iPhone-Reihe und den wachsenden Reparatur- und Austauschmarkt gestützt.
Apple war für Samsung Display eine besonders wichtige Quelle zusätzlicher Bestellungen. Für das erste Quartal meldete Sigmaintell einen Anstieg der von Samsung Display an Apple gelieferten Smartphone-Panels um rund 14 Millionen Stück gegenüber dem Vorjahr.
Für die Einordnung der Halbjahreszahlen ist das entscheidend: Samsung Displays Wachstum konzentrierte sich auf hochwertige flexible OLEDs, insbesondere im Zusammenhang mit Apple. Es war keine gleichmäßige Erholung sämtlicher Display-Kategorien. Bei starren OLED-Panels gingen die Auslieferungen in Sigmaintells Marktanalyse für das erste Quartal sogar zurück, während flexible OLEDs deutlich zulegten.
BOE blieb der führende Anbieter, wenn alle Smartphone-Panel-Technologien gemeinsam betrachtet werden. Das chinesische Unternehmen lieferte im ersten Halbjahr etwa 280 Millionen Panels aus, erreichte einen Marktanteil von 25,2 Prozent und steigerte seine Auslieferungen um 7,1 Prozent.
Die beiden Werte sind allerdings nicht unmittelbar vergleichbar:
Auf dem enger gefassten Markt für flexible OLEDs lag Samsung Display im ersten Halbjahr somit deutlich vor BOE. In der Gesamtbetrachtung aller Panel-Technologien blieb BOE wegen seines hohen LCD- und Gesamtvolumens an der Spitze.
Sigmaintell rechnet für die zweite Jahreshälfte mit einer Belebung der Nachfrage nach flexiblen OLEDs. Als mögliche Impulse gelten neue Geräte von Apple und Samsung, darunter die erwarteten iPhone-18-Pro-Modelle sowie Apples erstes faltbares iPhone. Bei diesen Produktplänen handelt es sich allerdings um Branchenberichte und Erwartungen, nicht um bestätigte Auslieferungsergebnisse.
Auch Counterpoint Research erwartet für 2026 eine Erholung bei faltbaren Smartphone-Panels. Die weltweiten Auslieferungen sollen demnach etwa 27,5 Millionen Stück erreichen – rund 24 Prozent mehr als 2025. Der Umsatz könnte um 48 Prozent auf ungefähr 4,4 Milliarden US-Dollar steigen. Rund 64 Prozent der Jahresauslieferungen dürften dabei auf die zweite Jahreshälfte entfallen.
Für Samsung Display ist das Segment nicht nur wegen der Stückzahlen interessant. Faltbare Smartphones benötigen besonders anspruchsvolle und teure Displays. Berichten zufolge hat Samsung Display von Apple die Freigabe erhalten, mit der Modulproduktion für das erste faltbare iPhone zu beginnen. Eine erste Bestellung von rund drei Millionen Panels soll 2026 ausgeliefert werden.
Samsung Display hat die Planung für die OLED-Fabrik A7 im zweiten Asan-Komplex wieder aufgenommen. Das Projekt war 2021 vorübergehend gestoppt worden. In einer Sitzung des Investitionsprüfungsausschusses am 7. August 2026 genehmigte das Unternehmen die Tragwerksarbeiten. Noch im August sollen Aufträge vergeben werden; der umfassende Bau soll 2027 beginnen. Die Fertigstellung ist für Anfang 2028 vorgesehen.
Branchenberichte gehen von einer Investition in Höhe von mehreren Billionen Won aus. Eine endgültige Projektsumme wurde bislang jedoch nicht veröffentlicht. A7 soll vor allem Produktionskapazitäten für OLED-Panels faltbarer Smartphones und für XR-Mikrodisplays bereitstellen.
Die neue Anlage soll Samsungs bestehende Kapazitäten in Asan ergänzen, nicht ersetzen. Dazu gehören die etablierte A3-Fertigung für kleine und mittelgroße OLEDs sowie die 8,6-Generation-IT-OLED-Linie, die 2026 in die Massenproduktion gegangen ist. Zusammen könnten die Anlagen flexible OLEDs für Smartphones und Faltgeräte sowie größere OLED-Anwendungen für Laptops und Tablets abdecken.
Samsung Display plant nach eigenen Angaben, bis 2040 insgesamt 67 Billionen Won in sein Displaygeschäft zu investieren. Im Mittelpunkt stehen OLED-Technologien der nächsten Generation und hochauflösende Mikrodisplays in den Regionen Asan und Cheonan.
Die Wiederaufnahme des A7-Projekts ist deshalb eher als langfristige Kapazitätsentscheidung zu verstehen und nicht nur als Reaktion auf einen einzelnen Produktzyklus. Kurzfristig erhält das Geschäft Rückenwind durch Apples iPhone-Reihe und das Wachstum faltbarer Geräte. Der größere Investitionsplan soll Samsung Display zugleich auf eine steigende Nachfrage nach Premium-OLEDs, XR-Displays und IT-OLEDs vorbereiten.
Der entscheidende Vorbehalt betrifft den Zeitplan: A7 soll erst Anfang 2028 fertig werden und kann kurzfristige Engpässe daher nicht sofort lösen. Der strategische Wert der Fabrik liegt vielmehr darin, Samsung Display zusätzliche Flexibilität zu verschaffen – falls Apples Einstieg in den Markt für faltbare iPhones und Samsungs eigene Faltgeräte aus den aktuellen Erwartungen eine dauerhaft hohe Panel-Nachfrage machen.