Russlands Rohölförderung ging im September 2026 erneut zurück, allerdings deutlich langsamer als im August. Nach einer auf Sekundärquellen beruhenden OPEC-Schätzung lag sie bei durchschnittlich 8,643 Millionen Barrel pro Tag. Zugleich stiegen die Rohölexporte, während die Raffinerien weiter unter Druck standen.
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Fördermenge sinkt den zehnten Monat in Folge
Der Septemberwert lag 38.000 Barrel pro Tag unter der revidierten Augustförderung. Im August war die Produktion gegenüber Juli noch um 174.000 Barrel täglich gesunken – der Rückgang fiel im September also wesentlich kleiner aus. Aus diesen Angaben ergeben sich rechnerisch 8,681 Millionen Barrel pro Tag für den revidierten Augustwert und 8,855 Millionen für Juli.
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Charter’97 bezeichnete den September als den zehnten Monat in Folge mit sinkender Förderung. Die vorliegenden Angaben reichen jedoch nicht aus, um den gesamten Rückgang seit November 2025 zuverlässig zu berechnen.
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Im September lag Russlands Produktion 1,306 Millionen Barrel pro Tag unter der OPEC+-Quote von 9,949 Millionen.
21 Am 4. Oktober vereinbarten sieben OPEC+-Mitglieder, ihre Förderziele für November unverändert zu lassen. TASS zufolge blieb Russlands Quote damit auf dem Niveau von September und Oktober: 9,949 Millionen Barrel täglich. Daraus lässt sich jedoch keine Entscheidung über die Quote für Dezember ableiten.
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Die Förderung der OPEC+-Gruppe insgesamt stieg im September laut TASS um 956.000 Barrel pro Tag. Trotzdem lag die tatsächliche Produktion 5,453 Millionen Barrel täglich unter dem Basisziel der Gruppe. Aus dem verfügbaren Bericht geht nicht hervor, wie viel des Zuwachses auf Saudi-Arabien entfiel.
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Raffinerien bleiben unter Druck
Die Internationale Energieagentur (IEA) erklärte, ukrainische Drohnenangriffe auf Energieanlagen hätten sie dazu veranlasst, ihre Prognose für Russlands Ölförderung zu senken. Auch ihre Schätzung für den Durchsatz russischer Raffinerien setzte sie herab: Für den Rest des Jahres 2026 und für 2027 rechnet sie im Durchschnitt mit 4 Millionen Barrel pro Tag.
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Nach Einschätzung der IEA belasten anhaltende und zunehmend präzise Angriffe sowie provisorische Reparaturen das Raffineriesystem dauerhaft. Sanktionen schränkten zugleich die Möglichkeiten der Branche ein, sich zu erholen.
39 Die vorliegenden Berichte nennen keine verlässliche Gesamtzahl für Raffinerieausfälle, Reparaturrückstände oder die Häufigkeit der Angriffe im September. Auch ein direkter Vergleich der Raffinerieproduktion im September mit saisonüblichen Werten ist damit nicht möglich.
Mehr Rohölexporte, weniger Dieseltransporte
In den vier Wochen bis zum 4. Oktober verschiffte Russland durchschnittlich 3,76 Millionen Barrel Rohöl pro Tag – so viel wie seit zwei Monaten nicht mehr, berichtete Bloomberg. Der Anstieg fiel in eine Phase, in der die Raffinerien weiter unter Druck standen. Bloomberg zufolge schmälerten ein Stopp der Dieselverkäufe und höhere Subventionen für Raffinerien den finanziellen Vorteil der zusätzlichen Rohölexporte.
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Bei den ausgeführten Ölprodukten zeigte sich ein anderes Bild: Die Seetransporte erreichten im September mit rund 1,17 Millionen Barrel pro Tag den höchsten Stand seit drei Monaten. Gleichzeitig gingen die Dieseltransporte wegen des staatlichen Exportverbots deutlich zurück. Russland verlängerte das Verbot für die meisten Diesel-Ausfuhren bis Ende Oktober.
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Prognosen und unterschiedliche Augustwerte
Vizepremierminister Alexander Nowak sagte, Russlands Jahresförderung werde leicht sinken. Er bezeichnete die Lage als vorübergehend und rechnete damit, dass die Produktion nach den planmäßigen Wartungsarbeiten an Raffinerien wieder ansteigt. Reuters berichtete separat, die überarbeitete Jahresprognose der Regierung für die Ölförderung liege auf dem niedrigsten Stand seit 17 Jahren. Die verfügbaren Auszüge nennen jedoch keinen konkreten Prognosewert.
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Auch die Augustangaben unterscheiden sich in den vorliegenden Berichten: Ein AK&M-Bericht vom 12. Oktober nannte für August eine OPEC-Schätzung von 8,718 Millionen Barrel pro Tag und eine IEA-Schätzung von 8,36 Millionen. Bloomberg verwendete am 13. Oktober dagegen einen revidierten OPEC-Wert von 8,681 Millionen Barrel täglich. Die Berichte erklären die Abweichung nicht. Die Zahlen sind daher nicht ohne Weiteres als direkter Vergleich derselben Datenversionen zu verstehen.
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