Mehr als 1,7 Milliarden US-Dollar Nettozuflüsse an zwei Handelstagen haben die Bilanz der US-Spot-Bitcoin-ETFs gedreht: Nach einer Berechnung von Bloomberg lagen ihre Zuflüsse für 2026 am 23. September insgesamt rund 320 Millionen US-Dollar über den Abflüssen. Gleichzeitig stieg der Bitcoin-Kurs so weit, dass der geschätzte durchschnittliche ETF-Anleger erstmals seit Januar wieder einen Buchgewinn erzielte. Die ETF-Zuflüsse allein erklären den Kursanstieg jedoch nicht – und sie sichern keine Fortsetzung der Rally.
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Wie stark ist die Wende bei den ETFs?
Am Montag, dem 21. September, verbuchten die Fonds 998,95 Millionen US-Dollar Nettozuflüsse – ihren höchsten Tageswert des Jahres 2026. Am Dienstag kamen rund 715 Millionen US-Dollar hinzu. Ein Bericht nach dem Montagshandel hatte die Jahresbilanz noch im Minus gesehen. Die von Bloomberg am 23. September genannten rund 320 Millionen US-Dollar im Plus sind deshalb eine Momentaufnahme, keine dauerhaft feststehende Zahl.
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Das gesamte Nettovermögen der ETFs erreichte am Dienstag etwa 111 Milliarden US-Dollar. Ende Juni hatte es bei rund 71 Milliarden US-Dollar gelegen; vom Januarhoch von ungefähr 128 Milliarden US-Dollar war es weiterhin entfernt. Beim Fondsvermögen wirken sowohl Zu- und Abflüsse als auch Veränderungen des Bitcoin-Preises mit. Der Anstieg ist also nicht allein auf neue Käufe zurückzuführen.
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Welche Fonds führten die Zuflüsse an – und was bedeutet der Kursanstieg für Anleger?
Am Montag lag BlackRocks IBIT mit rund 381 Millionen US-Dollar vorn, gefolgt von ARK 21Shares’ ARKB mit 289 Millionen und Fidelitys FBTC mit 239 Millionen US-Dollar. Auch am Dienstag führte IBIT mit etwa 350 Millionen US-Dollar; FBTC verzeichnete rund 257 Millionen US-Dollar.
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Bitcoin erreichte während der Rally etwa 87.395 US-Dollar und damit den höchsten Stand seit Januar. Das lag über dem auf 81.722 US-Dollar geschätzten durchschnittlichen Einstiegskurs von ETF-Anlegern. Rechnerisch war der durchschnittliche Anleger damit wieder im Plus – nicht aber zwangsläufig jeder einzelne ETF-Besitzer.
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Was spielte noch eine Rolle – und worauf kommt es jetzt an?
Das US-Finanzministerium kündigte am 19. August an, seine Rückkäufe länger laufender Staatsanleihen auszuweiten. Für bestimmte Rückkäufe zur Stützung der Marktliquidität sollte die Obergrenze je Vorgang von zwei auf vier Milliarden US-Dollar steigen. Bloomberg zählte von diesem Datum bis zum Bericht vom 23. September rund 4,6 Milliarden US-Dollar an Bitcoin-ETF-Zuflüssen. Die zeitliche Nähe belegt jedoch nicht, dass die Ankündigung diese Käufe ausgelöst hat.
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Auch das Unternehmen Strategy meldete den Erwerb weiterer 950 Bitcoin und gab seinen Bestand anschließend mit 846.000 Bitcoin an. Ein konkretes Signal aus gleitenden Kursdurchschnitten lässt sich anhand der vorliegenden Belege dagegen nicht verlässlich bestätigen; ein technischer Ausbruch sollte daraus nicht abgeleitet werden.
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Für die ETF-Nachfrage sind weitere Handelstage aussagekräftiger als zwei außergewöhnlich starke Sitzungen. Daneben kann die allgemeine Risikobereitschaft den Bitcoin-Markt beeinflussen: Analysten bezeichneten ein für den 24. September geplantes Treffen zwischen Donald Trump und Xi Jinping als möglichen Stimmungstest für die Märkte. Weder anhaltende ETF-Zuflüsse noch ein marktfreundlicher Ausgang des Treffens sind gewiss.
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