Paolo Pedercini, der unter dem Namen Molleindustria Spiele entwickelt, hat auf die Kritik am KI-Einsatz in Future? No Thanks! mit Zugeständnissen reagiert – ohne seine grundsätzliche Position zurückzunehmen. Er ersetzte zwei synthetische Figurenstimmen und bot unzufriedenen Käufern eine Rückerstattung an. Zugleich verteidigte er sowohl die kleine Menge KI-unterstützten Codes als auch die ursprünglichen Stimmen als Teil der Satire.
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Was Pedercini über den KI-Einsatz offengelegt hat
In einem Blogbeitrag vom 17. Oktober bezeichnete Pedercini KI als „technofaschistisches, antihumanes und kunstfeindliches Projekt“. Gleichzeitig räumte er ein, dass Future? No Thanks! nicht vollständig ohne KI-Unterstützung entstanden sei: Rund 99 Prozent des Codes seien geschrieben worden, bevor KI als Programmierwerkzeug praktikabel gewesen sei. Erst spät in der Entwicklung habe er ChatGPT oder Claude bei einem sehr kleinen Teil des Codes eingesetzt – nicht, um das Spiel umfassend generieren zu lassen.
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Die Unterstützung betraf laut Berichten unter anderem letzte Anpassungen und Fehlersuche, etwa die Reparatur eines Shaders, der nach einem Update nicht mehr funktionierte.
40 In der ersten veröffentlichten Version gab es außerdem zwei kurze Text-to-Speech-Stimmen: eine für eine automatische Toilette und eine für den Übersetzer in einem Friseursalon.
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Zwei Stimmen ausgetauscht – obwohl er sie passender fand
Mit einem Update vom 23. Oktober ersetzte Pedercini beide synthetischen Stimmen durch einen Menschen, der einen Roboter nachahmt. Die menschlichen Aufnahmen waren bereits früher im Jahr entstanden. Zunächst hatte er sie nicht verwendet, weil er die unheimlich klingenden Text-to-Speech-Stimmen im jeweiligen Kontext komischer fand.
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Das Update entfernte die KI-generierten Stimmen, nicht aber jede KI-Unterstützung bei der Entwicklung. Pedercini beschrieb es als eine Version des Spiels ohne KI-generierte Stimmen; seine frühere Offenlegung zum kleinen Anteil KI-unterstützten Codes bleibt davon unberührt.
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Rückerstattungen und ein handcodiertes Folgeprojekt
Käufer, die sich weiterhin „betrogen“ fühlten, konnten sich laut Pedercini mit ihren PayPal- oder Venmo-Daten bei ihm melden, um ihr Geld zurückzubekommen.
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12 Für sein nächstes Projekt kündigte er an, den Code vollständig von Hand zu schreiben.
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Damit blieb seine Reaktion zweigeteilt: Er machte konkrete Zugeständnisse, verteidigte aber weiterhin seine ursprüngliche Entscheidung für die synthetischen Stimmen. Ohne sie sei das Spiel, so seine ironische Einschätzung, „0,001 Prozent schlechter“.
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