Nintendo hat in einem Verfahren wegen mutmaßlicher Switch-Piraterie 4,5 Millionen US-Dollar zugesprochen bekommen. Das US-Bundesgericht erließ außerdem eine dauerhafte Verfügung gegen James C. Williams, der online unter dem Namen „Archbox“ bekannt ist.
Entscheidend für den Ausgang: Williams reagierte nicht auf die Klage. Das Gericht entschied deshalb im Wege eines Versäumnisurteils – nicht nach einem Prozess, in dem beide Seiten ihre Argumente vorgetragen hätten.
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Was Nintendo Williams vorwarf
Nintendo warf Williams vor, Online-Shops mitbetrieben und beworben zu haben, über die raubkopierte Nintendo-Switch-Spiele angeboten worden seien. Gegenstand des Verfahrens war außerdem Software, mit der sich die technischen Schutzmaßnahmen der Konsole umgehen lasse.
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24 Das waren die Vorwürfe des Unternehmens; zu einem streitigen Prozess über sie kam es nicht.
Warum das Gericht ein Versäumnisurteil fällte
Williams antwortete nicht auf die Klage. Nintendo beantragte daraufhin ein Versäumnisurteil. Am 23. September 2026 gab das US-Bezirksgericht für den westlichen Bezirk des Bundesstaats Washington dem Antrag statt und sprach Nintendo die geforderten 4,5 Millionen US-Dollar zu.
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Ein Versäumnisurteil ist nicht mit einem Urteil nach einem regulären Prozess gleichzusetzen: In diesem Fall entschied das Gericht, nachdem Williams sich nicht gegen die Klage verteidigt hatte.
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So setzt sich die Summe zusammen
Die Schadenersatzsumme bezieht sich auf 30 urheberrechtlich geschützte Spiele, die im Verfahren genannt wurden. Das Gericht setzte für jeden Titel 150.000 US-Dollar an – insgesamt also 4,5 Millionen US-Dollar.
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Was die dauerhafte Verfügung verlangt
Williams muss den Zugang zu Online-Shops unverzüglich sperren, die er betreibt oder kontrolliert und über die umfangreiche Sammlungen raubkopierter Nintendo-Switch-Spiele zum Download angeboten wurden. Die Verfügung untersagt ihm außerdem, die darin erfassten Urheberrechtsverletzungen und Handlungen zur Umgehung technischer Schutzmaßnahmen fortzusetzen.
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Das Urteil hat damit sowohl finanzielle als auch praktische Folgen: Nintendo erhielt die geforderte Summe, und die betroffenen Shops müssen unzugänglich gemacht werden. Zugleich ist der Verfahrensausgang einzuordnen: Das Urteil erging, weil Williams nicht auf die Klage reagierte – nicht nach einem Prozess, in dem die Vorwürfe vor Gericht gegen eine Verteidigung geprüft wurden.
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