Nikes erstes Quartal im Geschäftsjahr 2027 liefert ein gemischtes Bild: Der Gewinn je Aktie übertraf die Erwartungen, der Umsatz dagegen sank und verfehlte die Prognosen. Das Wachstum bei Performance-Produkten reichte nicht aus, um die Schwäche in Greater China und bei wichtigen Lifestyle-Marken auszugleichen. Nikes Ausblick auf einen weiteren Umsatzrückgang und der mehrjährige Umbau zeigen, dass CEO Elliott Hill noch einiges an Arbeit vor sich hat.
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Umsatz unter den Erwartungen, Gewinn darüber
Im Quartal bis zum 31. August 2026 erzielte Nike einen Umsatz von 11,21 Milliarden US-Dollar – 4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Umsatzprognosen von Analysten unterschieden sich je nach Bericht leicht, lagen aber gebündelt bei etwa 11,3 Milliarden US-Dollar und damit über Nikes Ergebnis. Der bereinigte Gewinn je Aktie betrug 0,48 US-Dollar. Das war mehr als die erwarteten rund 0,43 bis 0,44 US-Dollar, aber weniger als die 0,49 US-Dollar im Vorjahr.
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Der Gewinn über den Erwartungen ist kein Zeichen dafür, dass Nike bereits wieder auf Wachstumskurs ist. Sowohl der Umsatzrückgang als auch der Ausblick für das restliche Geschäftsjahr deuten auf anhaltenden Druck in wichtigen Unternehmensbereichen hin.
Wachstum bei Performance-Produkten gleicht Schwächen nicht aus
Nikes Performance-Sparte – etwa mit Produkten für Running, Fußball und Basketball – wuchs im hohen einstelligen Prozentbereich. CEO Hill sagte jedoch, die Zuwächse seien noch nicht groß genug, um den Gegenwind bei Nike Sportswear, Jordan Brand und in Greater China auszugleichen.
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Besonders stark belastete Greater China die Bilanz: Der Umsatz in der Region sank auf 1,18 Milliarden US-Dollar – auf ausgewiesener Basis um 22 Prozent, währungsbereinigt um 26 Prozent. Nike arbeitet dort daran, seine digitalen Vertriebskanäle neu zu ordnen. Das dürfte die Ergebnisse kurzfristig weiter belasten.
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Auch Converse blieb schwach. Der Umsatz der Marke fiel um 28 Prozent auf 263 Millionen US-Dollar; Rückgänge gab es in allen Regionen.
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15 Die vorliegenden Berichte nennen zwar Rückgänge bei Sportswear und Jordan Brand, liefern aber keine ausreichenden Details, um diese einer einzelnen Ursache zuzuschreiben. Nike bezeichnete Maßnahmen zur Verringerung des Angebots in Teilen des Marktes als bewusst gesetzt – ein Faktor hinter dem vorsichtigen kurzfristigen Umsatzausblick.
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Nike erwartet für das Geschäftsjahr sinkende Umsätze
Für das Geschäftsjahr 2027 rechnet Nike mit einem Umsatzrückgang im hohen einstelligen Prozentbereich. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll zwischen 1,15 und 1,35 US-Dollar liegen. Der Ausblick macht deutlich, dass die Neuausrichtung des Geschäfts und Änderungen im Vertrieb den Konzern kurzfristig weiter belasten dürften.
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Zudem stellte Nike mit Pace ein mehrjähriges Programm zur Neugestaltung des Betriebsmodells vor. Es umfasst Stellenabbau und organisatorische Änderungen. Bis zum Geschäftsjahr 2031 sollen dadurch kumuliert rund 2,5 Milliarden US-Dollar eingespart werden. Das ist ein Ziel für die kommenden Jahre – noch kein Beleg dafür, dass die Umsatzwende bereits gelungen ist.
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Was das Quartal über Hills Turnaround verrät
Hill verweist auf Fortschritte bei Performance-Produkten, räumt aber zugleich ein, dass Nike Sportswear, Jordan Brand und Greater China weiter Arbeit erfordern. Das ist entscheidend für die Einordnung des Quartals: In einzelnen Kategorien gibt es Schwung, eine breite Verbesserung über das gesamte Geschäft hinweg ist jedoch noch nicht erkennbar.
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Nach Bekanntgabe der Zahlen und des Ausblicks gaben die Nike-Aktien deutlich nach. Die Reaktion zeigte, dass Umsatzverfehlung und Jahresprognose an den Märkten schwerer wogen als der Gewinn über den Erwartungen.
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13 Die nüchterne Bilanz: Das Performance-Geschäft gewinnt an Zugkraft, doch Nikes umfassender Turnaround ist noch nicht abgeschlossen.