Das Switch-2-Remake von The Legend of Zelda: Ocarina of Time war rund um seinen Erscheinungstag am 5. November 2026 bereits in PC-Aufnahmen zu sehen. Möglich wurde das laut Berichten durch ns2jb, einen Dateisystem-Exploit für die Switch 2. Anschließend ließ sich das Spiel mit Lichii starten, einem experimentellen Switch-2-Emulator. Das bedeutet allerdings nicht, dass bereits ein fertiger PC-Port vorliegt – oder dass das Spiel durchgehend flüssig läuft.
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Zwei Hürden: Spieldateien und Emulation
Damit ein Konsolenspiel auf dem PC läuft, müssen zunächst die Spieldateien zugänglich sein. Den Zugriff darauf brachte Berichten zufolge ns2jb, beschrieben als Dateisystem-Exploit für Switch-2-Firmware 23.0.1 und frühere Versionen. Lichii übernahm danach die Emulation, also die technische Übersetzung, die das Spiel auf einem PC ausführt.
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Ein erfolgreicher Start war dabei nur ein erster Schritt. In einem Windows-Test mit Lichii Build 75 lief das eigentliche Gameplay konstant mit 28 bis 29 Bildern pro Sekunde (FPS). Menüs und Ladebildschirme kamen dagegen auf 53 bis 59 FPS – hohe Werte an diesen Stellen waren also kein Beleg für ähnlich flüssiges Spielen.
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Was an Lichii verbessert wurde
Eine der technischen Herausforderungen lag bei den Grafikeffekten des Spiels. Build 75 unterstützte laut einem Bericht rund 80 zuvor nicht unterstützte Shader, wodurch mehr Umgebungen korrekt dargestellt werden konnten. Daraus folgt jedoch nicht, dass allein diese Änderung spätere Leistungssteigerungen verursacht hat.
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Weitere Arbeiten zielten darauf, den Aufwand beim Rendern und beim Kompilieren von Shadern zu verringern. In einem Wald-Test stieg die gemeldete Leistung mit einer Eglantine-Version, die Verbesserungen aus Lichii übernahm, von 23,1 auf 36,7 FPS. Die aufgezeichneten Bilder zeigten in diesem Test weder verworfene Shader noch weiße Bildblitze. Das sind Ergebnisse eines konkreten Tests, keine Garantie für andere Szenen, Builds oder PCs.
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Manche Anpassungen betrafen bestimmte Grafikkarten und Treiber. Ein Workaround für Probleme mit dem Shader-Compiler unter AMDs proprietärem Windows-Treiber ließ das Intro weiterlaufen und führte bis in den Kokiri-Wald; dort wurden 22 bis 26 FPS gemeldet.
26 Ein separater Lichii-Ableger arbeitete außerdem daran, bereits kompilierte Shader im Cache zu behalten und so wiederkehrendes Ruckeln zu verringern.
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Was hinter den 60-FPS-Angaben steckt
Spätere Community-Berichte nannten für Lichii Build 80 zwischen 54 und 60 FPS auf einem System mit Ryzen 7 9800X3D, machten aber keine Angabe zur Grafikkarte. Ein weiterer Eintrag meldete 60 FPS mit einer RTX 2070. Für eine RTX 3080 wurden je nach Gebiet 40 bis 50 FPS im Kokiri-Wald und 40 bis 60 FPS im Großen Deku-Baum aufgeführt.
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Das zeigt: Bestimmte Builds und Systeme konnten in einzelnen Tests oder Bereichen an 60 FPS herankommen. Es belegt aber weder eine konstante Bildrate im ganzen Spiel noch die behauptete Kombination aus Ryzen 7 9800X3D und RTX 4080 als Quelle dieses Ergebnisses. Außerdem stammen die Zahlen aus verschiedenen Community-Berichten und nicht aus einem standardisierten Vergleich unter gleichen Testbedingungen.
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Warum die Kompatibilität trotzdem schwankte
Eine hohe FPS-Anzeige bedeutete nicht zwangsläufig, dass das Spiel auch korrekt dargestellt wurde. Auf einem PC mit RTX 5080 zeigte Build 75 den Titelbildschirm mit 60 FPS, doch nach dem Start eines neuen Spiels blieb das Bild schwarz. Der Bericht verwies auf fehlende AV1-Videodekodierung.
46 Andere Meldungen beschrieben schwarze Spielszenen, Bildfehler, Probleme mit Texturen und Abstürze mit AMD-Treibern.
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Auch Bild und Ton liefen nicht immer synchron: In einem Fehlerbericht zu Build 75 war der Ton dem stark verlangsamten Video voraus.
50 Die Beispiele machen deutlich, dass drei verschiedene Dinge auseinanderzuhalten sind: Das Spiel startet, die Szene wird korrekt gerendert und das Gameplay läuft dauerhaft flüssig.
Das Fazit
Der schnelle Fortschritt bei Lichii beruhte auf zwei parallelen Entwicklungen: dem Zugriff auf die Spieldateien und laufender Arbeit an Shader-Unterstützung, Rendering, Leistung und der Kompatibilität mit bestimmter Hardware. Einzelne spätere Berichte kamen nahe an 60 FPS heran. Eine verlässliche Leistung auf Konsolenniveau im gesamten Spiel lässt sich daraus aber nicht ableiten. Die Ergebnisse hingen weiterhin vom Emulator-Build, dem PC und der jeweils getesteten Szene ab.
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