Micron hat das Geschäftsjahr 2026 mit einem Rekordquartal abgeschlossen: Der Umsatz erreichte 54,23 Milliarden US-Dollar – 379 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Auch der bereinigte Gewinn je Aktie übertraf die von LSEG erhobenen Erwartungen. Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 stellt das Unternehmen weitere Umsatzsteigerungen in Aussicht.
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Die Zahlen spiegeln höhere Speicherpreise und steigende Auslieferungen wider. Sie lassen aber weder Rückschlüsse auf die Marge jedes einzelnen Geschäftsbereichs zu noch darauf, ob Micron bei Hochleistungsspeichern (HBM) bereits zu SK hynix aufgeschlossen hat.
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Rekordumsatz und optimistische Prognose
Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 setzte Micron 54,23 Milliarden US-Dollar um. Im Vorjahresquartal waren es 11,32 Milliarden. Der bereinigte Gewinn je verwässerter Aktie lag bei 33,42 US-Dollar.
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Zum Vergleich mit Analystenschätzungen: Nach den von CNBC zitierten LSEG-Daten hatte der Markt im Schnitt mit 51,07 Milliarden US-Dollar Umsatz und 31,61 US-Dollar bereinigtem Gewinn je Aktie gerechnet. Micron lag bei beiden Kennzahlen darüber. Schätzungen können je nach Datenanbieter abweichen; hier dienen die LSEG-Zahlen als Vergleichsmaßstab.
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Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 erwartet Micron 61,5 Milliarden US-Dollar Umsatz, mit einer möglichen Abweichung von plus oder minus 1,5 Milliarden. Beim bereinigten Gewinn je Aktie prognostiziert das Unternehmen 38,15 US-Dollar, plus oder minus 1 US-Dollar. Die erwartete bereinigte Bruttomarge liegt bei rund 86,25 Prozent und damit unter den für Q4 gemeldeten 87 Prozent. Es handelt sich um eine Unternehmensprognose, nicht um ein garantiertes Ergebnis.
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Preise und Auslieferungen treiben die Zahlen
DRAM brachte Micron im Quartal 39,8 Milliarden US-Dollar ein – etwa 73 Prozent des Gesamtumsatzes. Die ausgelieferte DRAM-Bitmenge legte gegenüber dem Vorquartal im mittleren einstelligen Prozentbereich zu; zugleich stiegen die durchschnittlichen Verkaufspreise im hohen Zehnerprozentbereich. Höhere Preise und mehr Auslieferungen trugen damit beide zum starken Quartal bei.
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Microns bereinigte Bruttomarge auf Konzernebene lag bei rund 87 Prozent. Diese Kennzahl umfasst das Unternehmen insgesamt und zeigt nicht, wie viel Marge jeweils DRAM, NAND, HBM oder andere Produkte beisteuerten. Die verfügbaren Angaben sprechen für breite Preisstärke bei DRAM und NAND, erlauben aber keine genaue Aufteilung der Margenentwicklung nach Geschäftsbereichen.
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Warum Micron bis 2028 mit knapper Versorgung rechnet
Das Management erwartet, dass Angebot und Nachfrage bei Speicher und Datenspeicherung im Geschäftsjahr 2027 und 2028 deutlich angespannter sein werden als 2026. Als Gründe nennt es eine stärkere Nachfrage, strukturelle Grenzen für den Ausbau des Angebots und eine HBM-Nachfrage, die bis zum Kalenderjahr 2028 schneller wachsen soll als die Nachfrage nach herkömmlichem DRAM.
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Micron zufolge bestehen Vereinbarungen für den Großteil der eigenen HBM-Bitmenge für das Kalenderjahr 2027 – zu deutlich höheren Preisen als im Vorjahr. Das verschafft dem Unternehmen mehr Überblick über einen großen Teil dieser Lieferungen. Die längerfristige Einschätzung bleibt jedoch eine Prognose: Sie garantiert nicht, dass Knappheit oder Preisentwicklung exakt wie erwartet anhalten.
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Micron rückt bei DRAM näher an SK hynix heran
Die Umsatzschätzungen von Counterpoint für den DRAM-Markt im zweiten Quartal 2026 sehen Samsung an der Spitze, gefolgt von SK hynix und Micron. Gegenüber dem Vorquartal gewann Micron zwei Prozentpunkte hinzu, während SK hynix vier Punkte verlor. Damit schrumpfte der Abstand zwischen den beiden auf einen Prozentpunkt. Auch CXMT legte zu.
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| DRAM-Anbieter |
Vorquartal |
Q2 2026 |
| Samsung |
38 % |
38 % |
| SK hynix |
29 % |
25 % |
| Micron |
22 % |
24 % |
| CXMT |
8 % |
10 % |
Es handelt sich um gerundete, umsatzbasierte Schätzungen von Counterpoint – nicht um Marktanteile nach Auslieferungsmenge, Werte für Q3 oder ausschließlich um HBM-Anteile. Andere Forschungsanbieter kommen teils zu abweichenden Ergebnissen. Für Vergleiche sollte man deshalb möglichst die Datenreihen eines einzelnen Anbieters nutzen, statt Zahlen mit möglicherweise unterschiedlichen Methoden und Marktabgrenzungen zu vermischen.
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Microns Zugewinne machen die weitere Entwicklung im DRAM-Markt interessant. Der Abstand bei den gesamten DRAM-Umsätzen sagt aber nicht, ob das Unternehmen SK hynix auch bei HBM eingeholt hat: Dafür bilden die Zahlen den Markt zu breit ab. Das Quartal zeigt Microns Dynamik und einen engeren Wettbewerb bei DRAM – entschieden ist das Rennen um Hochleistungsspeicher damit nicht.