Meta zeigte bei seiner Connect-Präsentation am 23. September, wie der KI-Agent Muse über eine App hinaus genutzt werden soll: per Sprache, über Brillen und über ein eigenes kleines Gerät. Dazu kommt die Aussicht, dass Muse nicht nur bei Einkäufen hilft, sondern später auch an Transaktionen verdient. Die Meta-Aktie stieg am folgenden Donnerstag laut CNBC zeitweise um 4,5 Prozent – während der breite US-Aktienmarkt über weite Strecken unter Druck stand.
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Warum Muse für Anleger wichtiger war als die Geräte allein
Muse war bereits vor der Präsentation gefragt. Der am 8. September gestartete Agent kann unter anderem E-Mails verschicken, Reisen buchen und Transaktionen erledigen. Rund zwei Wochen nach dem Start stand die App laut Reuters in den USA und Kanada an der Spitze der Ranglisten kostenloser Downloads.
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32 Connect machte anschließend sichtbar, wie Meta Muse im Alltag verfügbar machen will, ohne dass Nutzer jedes Mal eine App aufrufen müssen.
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Auch das mögliche Geschäftsmodell reicht über den Verkauf von Geräten hinaus. Neben einer kostenlosen Grundversion gibt es Muse-Abos für 20 beziehungsweise 100 US-Dollar im Monat; Meta hat zudem kleine Gebühren für Transaktionen ins Gespräch gebracht.
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32 Reuters nannte Shopify und PayPal als frühe Nutznießer des Muse-Erfolgs. Berichte über Verbindungen zu Shopify, Stripe und PayPal zeigen einen möglichen Weg von der Produktsuche bis zur Bezahlung.
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33 Das ist eine Umsatzperspektive, noch kein Beleg dafür, dass Muse Metas KI-Ausgaben bereits rechtfertigt.
Was Zuckerberg in Menlo Park vorstellte
- Meta VR Glasses: Die schlankere Virtual-Reality-Brille soll 1.299 US-Dollar kosten und im Frühjahr erscheinen. Produktberichte nennen ein Gewicht von etwa 100 Gramm; Prozessor, Akku und Speicher sitzen demnach in einem externen Modul. Ein Bericht beschreibt die Brille als privaten Kinobildschirm und Arbeitsplatz. Geräteberichte nennen Frühjahr 2027, während die allgemeinere Konferenzberichterstattung lediglich von Frühjahr spricht.
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- Muse Charm: Das kleine Gerät im Schlüsselanhängerformat ermöglicht den direkten Sprachzugriff auf Muse, ohne eine Smartphone-App zu öffnen. Berichte nennen eine Veröffentlichung zur Weihnachtssaison beziehungsweise im Dezember; einen Preis gab Meta noch nicht bekannt.
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- Ray-Ban Meta Audio: Die Brille ohne Kamera soll ab 13. Oktober ausgeliefert werden und bei 349 US-Dollar starten. Mit ihr lassen sich Musik hören, Anrufe führen und Gespräche mit dem KI-Assistenten führen – aber keine Videos aufnehmen.
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Der gemeinsame Nenner dieser Ankündigungen ist Muse: Meta will den Agenten nicht auf Telefon und Computer beschränken, sondern ihn auch über tragbare Geräte erreichbar machen.
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Wo die Anlegerrechnung noch Lücken hat
Ein Agent, der im Auftrag seiner Nutzer Angebote vergleicht und einkauft, könnte Kaufentscheidungen von etablierten Marken weglenken. Das ist eine mögliche Folge, kein bereits nachgewiesener Effekt. Je mehr persönliche Aufgaben Muse übernimmt, desto wichtiger wird außerdem der Umgang mit sensiblen Daten. Meta verwies auf geschützte virtuelle Maschinen und private Verarbeitung für Agentenfunktionen. Daraus lässt sich jedoch noch nicht ableiten, wie jede einzelne sensible Aufgabe in der Praxis abgesichert sein wird.
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Die fehlende Kamera der Ray-Ban Meta Audio nimmt eine konkrete Sorge auf: dass Brillen andere Menschen ohne deren Einwilligung filmen könnten. Fragen zum Umgang mit Mikrofondaten bleiben ebenso offen wie die Frage, ob Käufer darin einen ausreichenden Mehrwert gegenüber herkömmlichen Ohrhörern sehen.
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25 Auch hohe Downloadzahlen allein sagen noch nicht, ob Muse dauerhaft genutzt und bezahlt wird.
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Meta im Vergleich zum US-Markt
Von einem schwachen Börsentag zu sprechen, erfordert einen Blick auf die Uhrzeit. Um 11:37 Uhr US-Ostküstenzeit lagen S&P 500, Nasdaq Composite und Dow Jones Industrial Average im Minus.
54 Zum Handelsschluss meldete Reuters für den S&P 500 ein Minus von 0,02 Prozent und für den Dow ein Minus von 0,31 Prozent. Der Nasdaq Composite schloss dagegen mit 0,01 Prozent im Plus – diese Zahl ist kein Wert für den Nasdaq 100.
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Unsicherheit im Nahen Osten hatte Ölpreise und Renditen von US-Staatsanleihen steigen lassen. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen erreichte laut Investopedia den höchsten Stand seit 2007. Die Aktienindizes erholten sich von ihren Tagestiefs, nachdem Reuters über Gespräche zwischen den USA und Iran über einen möglichen Weg zur Wiederöffnung der Straße von Hormus berichtet hatte.
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61 Unabhängig davon geriet Oracle nach einer Mitteilung unter Berufung auf höhere Gewalt wegen möglicher Verzögerungen bei der Stromversorgung eines Rechenzentrums in New Mexico unter Druck. Die Mitteilung bedeutete nicht, dass das Projekt abgesagt war.
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Metas Kursentwicklung hob sich damit von der zeitweiligen Schwäche des Gesamtmarkts ab. Für Anleger wurde greifbarer, wie Muse Nutzer erreichen und künftig Geld einbringen könnte. Ob das in einer Größenordnung gelingt, die Metas KI-Ambitionen trägt, bleibt offen.
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