Zu den Nutzern gehören unter anderem Friseursalons, Nagelstudios, Barbershops, Spas und ästhetische Kliniken.
Ein wichtiger Grund für das Interesse der Investoren ist die enorme internationale Nutzung der Plattform.
Damit gehört Fresha zu den größten digitalen Infrastrukturen für die Beauty‑ und Wellnessbranche weltweit.
Die Geschichte des Unternehmens beginnt 2015 in London. Gegründet wurde es von William Zeqiri und Nicholas (Nick) Miller.
Ihr erstes Produkt hieß Shedul – eine cloudbasierte Terminsoftware für Salons und Spas. Die Gründer sahen damals eine riesige Branche, die noch stark von Papierkalendern, Telefonbuchungen und manueller Verwaltung geprägt war.
Die Strategie war ungewöhnlich: Statt ein klassisches Software‑Abo zu verkaufen, bot das Unternehmen kostenlose Terminsoftware an. Dadurch konnten auch kleine Salons die Plattform ohne Risiko ausprobieren.
Parallel entstand Fresha.com, ein Marktplatz, über den Kundinnen und Kunden lokale Beauty‑Services entdecken und direkt buchen konnten.
Im Februar 2020 wurden beide Produkte unter der Marke Fresha zusammengeführt, um Software und Marktplatz in einer globalen Plattform zu vereinen.
Mit dem Wachstum der Plattform stiegen auch die Investitionen.
Wichtige Finanzierungsrunden waren unter anderem:
Ein zentraler Teil der Strategie ist das Abo‑freie Softwaremodell.
Salons müssen für die Kernsoftware keine monatliche Gebühr zahlen. Stattdessen verdient Fresha Geld über Transaktionen innerhalb der Plattform.
Zu den wichtigsten Einnahmequellen gehören:
Dieser Ansatz senkt die Einstiegshürde für kleine Unternehmen und ermöglicht gleichzeitig Einnahmen, sobald über die Plattform Buchungen und Zahlungen stattfinden.
Viele Investoren sehen Fresha als Beispiel für einen wachsenden Trend: vertikale Softwareplattformen, die sich auf eine bestimmte Branche spezialisieren.
Die Beauty‑ und Wellnessindustrie besteht weltweit aus Millionen unabhängiger Anbieter. Eine Plattform, die Software, Zahlungen und Kundenzugang kombiniert, kann in diesem Umfeld eine zentrale Rolle spielen.
Die 80 Millionen Dollar von KKR sollen vor allem drei Bereiche beschleunigen:
Fresha bezeichnet seine Plattform bereits als AI‑powered, mit dem Ziel, Kommunikation, Terminplanung und Geschäftsprozesse für Salons stärker zu automatisieren.
Der Aufstieg von Fresha zeigt, wie sich traditionelle Branchen durch spezialisierte Plattformen digitalisieren lassen.
Was als einfache Terminsoftware begann, hat sich zu einer globalen Infrastruktur für die Self‑Care‑Industrie entwickelt – mit Hunderttausenden Unternehmen auf der Plattform und Milliarden von abgewickelten Terminen weltweit.
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