Larry Page überholte Michael Dell am Freitag, dem 30. Oktober 2026, in der Echtzeit-Rangliste der reichsten Menschen von Forbes. Der Grund war kein Vermögenssprung bei Page: Auch seine geschätzte Fortune schrumpfte. Dells Aktienkurs und damit die Forbes-Schätzung seines Vermögens gaben jedoch deutlich stärker nach.
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Ein Rangwechsel durch unterschiedlich starke Verluste
Gegen Mittag an der US-Ostküste bezifferte Forbes Pages Vermögen auf 234,4 Milliarden US-Dollar – 1,5 Milliarden weniger als zu Tagesbeginn. Dell lag mit geschätzten 229,2 Milliarden US-Dollar dahinter. Seine Fortune war an diesem Tag laut Forbes um 17,5 Milliarden US-Dollar gesunken; die Dell-Aktie verlor rund zehn Prozent.
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Damit lag Page in dieser Momentaufnahme etwa 5,2 Milliarden US-Dollar vor Dell. Die Rangliste bildet geschätzte Vermögen ab, die sich mit den Aktienkursen verändern. Deshalb kann jemand im Ranking aufsteigen, obwohl das eigene Vermögen gerade sinkt – wenn das eines Konkurrenten noch stärker fällt.
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Alphabets Milliardenverlust – mit unterschiedlichen Zwischenständen
Der Ausverkauf bei Alphabet am Donnerstag, dem 29. Oktober, war außergewöhnlich. Die veröffentlichten Zahlen beziehen sich allerdings auf unterschiedliche Zeitpunkte: Forbes meldete einen Kursrückgang von etwa zwölf Prozent und einen Verlust von 480 Milliarden US-Dollar an Börsenwert bis 13.30 Uhr US-Ostküstenzeit. Andere Berichte bezifferten den Rückgang auf mehr als 13 Prozent und den Börsenwertverlust auf mehr als 500 Milliarden US-Dollar. Das sind verschiedene Momentaufnahmen, keine einheitlich bestätigte Schlusszahl.
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Berichte bezeichneten den Rückgang als Alphabets bislang größten Tagesverlust in US-Dollar und als zweitgrößten täglichen Verlust an Börsenwert in der US-Geschichte – hinter Nvidia im Januar 2025. Auch für Nvidias damaligen Verlust kursieren unterschiedliche Schätzungen: rund 589 beziehungsweise 593 Milliarden US-Dollar.
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Der Kurssturz verringerte auch den geschätzten, an Alphabet-Aktien gebundenen Papierwert der Mitgründer Page und Sergey Brin. Ein Bericht bezifferte ihre gemeinsamen Verluste am Donnerstag auf etwa 60 Milliarden US-Dollar: rund 31 Milliarden bei Page und knapp 29 Milliarden bei Brin. Diese Schätzungen beschreiben Wertverluste ihrer Aktienbestände, nicht tatsächliche Verkäufe in dieser Höhe.
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Warum Anleger Alphabet abstraften
Alphabet meldete für das dritte Quartal einen Umsatz von rund 127,6 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, aber weniger als von Analysten erwartet. Der Nettogewinn sank um etwa 25 Prozent auf 26,17 Milliarden US-Dollar.
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Auch das Suchgeschäft wuchs, blieb aber hinter den Erwartungen zurück: Der Umsatz von Google Search lag bei rund 63 Milliarden US-Dollar, etwa zwölf Prozent über dem Vorjahr. Damit verfehlte er die Prognosen das zweite Quartal in Folge. Das schürte die Sorge, dass KI das klassische Suchgeschäft unter Druck setzen könnte – ein Bereich, der zugleich einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung von Alphabets KI-Ausbau leistet.
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Zusätzliche Aufmerksamkeit galt den Ausgaben. Alphabet meldete einen negativen freien Cashflow von 9,07 Milliarden US-Dollar – das zweite Quartal in Folge mit einem Minus. Die Investitionsausgaben lagen bei rund 51 Milliarden US-Dollar.
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16 Für 2026 hielt das Unternehmen an seiner Prognose von 195 bis 205 Milliarden US-Dollar fest. CNBC berichtete, die Ausgaben könnten 2027 die Marke von 300 Milliarden US-Dollar überschreiten. Alphabets Finanzchefin stellte einen deutlichen Anstieg in Aussicht und kündigte weitere Details an; die genannte Summe ist den vorliegenden Informationen zufolge jedoch keine formelle Prognosespanne des Unternehmens.
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Nicht alle Kennzahlen waren schwach: Der Umsatz von Google Cloud erreichte laut einem Bericht 30,71 Milliarden US-Dollar und lag damit mehr als doppelt so hoch wie ein Jahr zuvor. Diese Umsatzentwicklung allein belegt allerdings nicht, wie profitabel das Cloud-Geschäft war.
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Der Rangwechsel zwischen Page und Dell lässt sich damit einfach erklären: Pages geschätztes Vermögen blieb höher, weil Dells Aktie und Forbes-Vermögensschätzung stärker nachgaben. Die Forbes-Liste zeigte eine Momentaufnahme; der Alphabet-Ausverkauf und die Sorgen um Suche, Cashflow und KI-Investitionen prägten zugleich weiter die Anlegerstimmung.
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