IBM hat im dritten Quartal 2026 nach dem verhaltenen Vorquartal wieder deutlich mehr Schwung gezeigt: Der Umsatz wuchs gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent, währungsbereinigt um 6 Prozent. Auch der bereinigte Gewinn je Aktie übertraf die Erwartungen. IBM hob seine Prognose für den Jahres-Free-Cashflow an, hielt aber an der Umsatzwachstumsprognose von 4 bis 5 Prozent fest.
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Umsatz und Gewinn über den Erwartungen
Der Umsatz belief sich auf 17,10 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit 16,82 Milliarden gerechnet. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 2,95 US-Dollar gegenüber erwarteten 2,86 US-Dollar. Die Konsensschätzungen unterscheiden sich je nach Anbieter leicht, weisen aber alle auf einen übertroffenen Gewinn hin.
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Gegenüber dem Vorjahresquartal stieg der ausgewiesene Umsatz um 5 Prozent und währungsbereinigt um 6 Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie legte um 11 Prozent zu. Die währungsbereinigte Wachstumsrate rechnet Wechselkursschwankungen heraus.
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| Kennzahl |
Ergebnis im 3. Quartal 2026 |
Vergleich |
| Umsatz |
17,10 Mrd. US-Dollar |
Erwartet: 16,82 Mrd.; plus 5 Prozent ausgewiesen und 6 Prozent währungsbereinigt 5 9 |
| Bereinigter Gewinn je Aktie |
2,95 US-Dollar |
Erwartet: 2,86 US-Dollar; plus 11 Prozent im Jahresvergleich 5 9 |
| Nettogewinn nach GAAP |
2,19 Mrd. US-Dollar |
Nach 1,74 Mrd. US-Dollar im Vorjahresquartal 5 |
| Bruttomarge nach GAAP |
56,8 Prozent |
0,5 Prozentpunkte niedriger als ein Jahr zuvor 15 |
| Freier Cashflow |
3,027 Mrd. US-Dollar |
Nach 2,373 Mrd. US-Dollar im Vorjahresquartal 36 |
Der Vergleich mit dem zweiten Quartal zeigt vor allem eine Beschleunigung des Jahreswachstums – keinen Umsatzanstieg gegenüber dem Vorquartal. Im zweiten Quartal hatte IBM 17,2 Milliarden US-Dollar umgesetzt, nur 1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag damals bei 2,93 US-Dollar, im dritten Quartal bei 2,95 US-Dollar.
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Software wächst am stärksten
Das Softwaregeschäft war das wachstumsstärkste der großen IBM-Sparten. Der Umsatz erreichte 7,8 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 8 Prozent auf ausgewiesener und 9 Prozent auf währungsbereinigter Basis. Das währungsbereinigte Wachstum beschleunigte sich gegenüber dem zweiten Quartal um etwa vier Prozentpunkte.
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Innerhalb der Sparte stieg der Umsatz von Red Hat um 11 Prozent. Der Bereich Data verzeichnete auf ausgewiesener Basis ein Plus von 19 Prozent; andere Berichte nannten währungsbereinigt 20 Prozent. Automation schrumpfte laut Segmentberichterstattung um 3 Prozent.
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Der Umsatz im Bereich Infrastructure wuchs währungsbereinigt um 5 Prozent. Besonders stark entwickelte sich die Distributed Infrastructure: Berichte bezifferten ihr Wachstum auf 32 Prozent. Außerdem erklärte IBM, etwa zwei Drittel der zuvor von Kunden verschobenen Mainframe- und zugehörigen Softwareaufträge zurückgewonnen zu haben.
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Im Consulting fiel das Wachstum vergleichsweise verhalten aus. IBM sprach von einer leichten Verbesserung; Berichte bezifferten das Plus währungsbereinigt auf 2 Prozent.
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Die Zahlen bedeuten nicht, dass jede Sparte ihre eigenen Analystenprognosen übertroffen hat. Die verfügbaren Schätzungen belegen einen Umsatz- und Gewinnüberraschungstreffer auf Konzernebene, bieten aber keinen einheitlichen Prognosevergleich für sämtliche Geschäftsbereiche.
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Höhere Cashflow-Prognose, unveränderte Umsatzspanne
IBM erwartet nun, dass der freie Cashflow im Gesamtjahr gegenüber dem Vorjahr um mehr als 1 Milliarde US-Dollar steigt. Im Juli hatte das Unternehmen noch einen Zuwachs von etwa 1 Milliarde in Aussicht gestellt. Die Prognose für das währungsbereinigte Umsatzwachstum 2026 bleibt bei 4 bis 5 Prozent – der Spanne, die IBM nach dem zweiten Quartal festgelegt hatte.
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Das Umsatzwachstum von 6 Prozent auf währungsbereinigter Basis lag laut Management über dem im Juli angesetzten Basisszenario. Konzernchef Arvind Krishna sagte, Kunden setzten „Super Intelligence“ ein, um ganze Betriebsmodelle umzugestalten, statt nur einzelne, eng umrissene Probleme zu lösen.
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Erholung nach dem schwachen zweiten Quartal – mit offenen Fragen
Im Juli hatte IBM seine Prognose für das Jahresumsatzwachstum gesenkt, nachdem der Umsatz im zweiten Quartal unter den eigenen Erwartungen geblieben war. Die Beschleunigung im dritten Quartal spricht für eine Erholung; eine neue Umsatzprognose legte das Unternehmen damit aber nicht vor.
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Auch die unmittelbare Reaktion der Aktie lässt sich aus den verfügbaren Berichten nicht eindeutig ablesen: Einige meldeten einen Kursanstieg nach Börsenschluss. Investing.com berichtete dagegen von einem Minus von 3,66 Prozent im nachbörslichen Handel, nachdem die Aktie während der regulären Sitzung 3,96 Prozent zugelegt hatte. Da die Berichte keine einheitlichen Zeitpunkte nennen, ist die Richtung der unmittelbaren Nachbörsenreaktion nicht klar.
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Insgesamt stehen ein Quartal über den Erwartungen, kräftiges Softwarewachstum und ein höheres Cashflow-Ziel zu Buche. Dem stehen eine niedrigere Bruttomarge nach GAAP, verhaltenes Consulting-Wachstum und die unveränderte Umsatzwachstumsprognose gegenüber.
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