Da die Gesamtkapazität einer SSD im Wesentlichen von der Anzahl der verbauten NAND‑Dies abhängt, kann eine dichtere Montage die Kapazität stark erhöhen – auch ohne neue Halbleiter‑Nodes.
Huawei nutzt diese besonders dichten SSDs bereits in seinen OceanStor‑Pacific‑Speichersystemen, die für große Mengen unstrukturierter Daten ausgelegt sind.
Ein Beispiel ist das OceanStor Pacific 9926. Das System ist für Scale‑out‑Storage konzipiert und kombiniert viele NVMe‑SSDs in einem kompakten Gehäuse.
Offizielle Spezifikationen nennen unter anderem:
Branchenberichte erwähnen außerdem Konfigurationen mit 122,88‑TB‑SSDs, wodurch ein einzelnes Systemgehäuse mehrere Petabyte Rohkapazität erreichen kann.
Solche Plattformen sind vor allem für sehr große Datenmengen gedacht, etwa für:
Parallel dazu hat Huawei eine neue SSD‑Serie für KI‑Workloads vorgestellt: OceanDisk. Diese Laufwerke sollen insbesondere Trainingscluster und große Machine‑Learning‑Datensätze versorgen.
Das Flaggschiff OceanDisk LC 560 konzentriert sich vor allem auf maximale Kapazität. Berichten zufolge bietet das Laufwerk:
Huawei positioniert diese SSDs auch als Möglichkeit, den Bedarf an sehr teurem High‑Bandwidth‑Memory (HBM) teilweise zu reduzieren, indem große Datenmengen effizienter über schnellen Flash‑Speicher bereitgestellt werden.
Während Huawei stark auf Packaging‑Innovation setzt, verfolgen etablierte NAND‑Hersteller wie Micron eine andere Strategie.
Microns 6600 ION ist eine Enterprise‑SSD mit:
Der Unterschied liegt also vor allem im technischen Ansatz:
Die Entwicklung extrem großer SSDs zeigt, dass Speicherdichte heute nicht mehr nur von Fortschritten in der Chipfertigung abhängt. Auch System‑Engineering, Packaging, Firmware und Controller‑Design spielen eine zunehmend große Rolle.
Huaweis Die‑on‑Board‑Technik ist ein Beispiel dafür, wie Hersteller die Kapazitätsgrenzen von SSDs erweitern können – selbst unter schwierigen Lieferkettenbedingungen oder eingeschränktem Zugang zu neuesten Halbleitertechnologien.
Gleichzeitig treiben Hersteller wie Micron weiterhin die NAND‑Technologie selbst voran. Beide Strategien führen derzeit zu demselben Ziel: SSDs mit rund einem Viertel Petabyte Kapazität pro Laufwerk, ausgelegt für die riesigen Datenmengen moderner KI‑ und Cloud‑Infrastrukturen.
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