George Russell erwischte im wegen starken Regens um rund 30 Minuten verschobenen Sprint des Großen Preises von Singapur den besten Start: Von Startplatz zwei zog er an Pole-Sitter Max Verstappen vorbei und übernahm die Führung. Lange hielt sie nicht. Am Ende der ersten Runde verlor Russell in der letzten Kurve die Kontrolle über seinen Mercedes und schlug in die Boxenmauer ein.
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Russell blieb unverletzt. Verstappen gewann den Sprint vor Lewis Hamilton und Charles Leclerc; Kimi Antonelli kam als Vierter ins Ziel.
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Wie es zum Unfall kam
Als Russell in der letzten Kurve auf die zweite Runde zusteuerte, gerieten seine Räder auf die nasse weiße Linie am Kurvenausgang. Auf dem rutschigen Streckenabschnitt brach das Heck aus: Der Mercedes drehte sich über die Fahrbahn und prallte gegen die Mauer.
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Das Auto rollte anschließend rückwärts zurück auf die Strecke. Die nachfolgenden Fahrer konnten ausweichen; die Rennleitung schickte unmittelbar das Safety Car auf die Strecke. Über den Teamfunk entschuldigte sich Russell mehrfach und bestätigte, dass es ihm gut gehe.
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Bei der genauen Ursache unterscheiden sich die Berichte. Russell selbst sprach von einer Fehleinschätzung und einem vermeidbaren Fehler. Ein anderer Bericht nannte einen unerwarteten Leistungsschub der Batterie, der ihn in Richtung der weißen Linie gedrückt habe. Einig sind sich die Berichte über den Ablauf: Russell kam auf dem nassen Kurvenausgang zu weit nach außen, verlor die Kontrolle und schlug ein.
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Verstappen gewinnt, Hamilton wird Zweiter
Verstappen hatte sich den Sprint-Pole-Position mit 0,120 Sekunden Vorsprung auf Russell gesichert. Antonelli war im Sprint-Qualifying Siebter, Hamilton Sechster.
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Nach Russells Ausfall übernahm Verstappen wieder die Spitze und gewann den Sprint. Hamilton, der von Platz sechs gestartet war, wurde Zweiter; Leclerc belegte Rang drei. Antonelli kam als Vierter ins Ziel.
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Rückschlag im Titelkampf
Russell verpasste mit seinem Ausfall die Chance, von der Führung aus Punkte zu holen. Antonellis vierter Platz vergrößerte den Abstand zwischen den Mercedes-Teamkollegen auf 89 Punkte – bei noch sieben ausstehenden Grands Prix.
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Für den Grand Prix am Sonntag stand Russell ohnehin eine weitere Hürde bevor: Wegen einer Motorenstrafe sollte er vom hinteren Ende des Feldes starten. Diese Strafe war unabhängig vom Sprint-Unfall.
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Auch bei den Mercedes-Autos gab es einen Unterschied: Antonelli fuhr mit den jüngsten Updates, während Russell auf eine ältere Konfiguration zurückwechselte. Das Team wollte die beiden Spezifikationen direkt vergleichen.
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Anders als die Verzögerung in Sepang
In Singapur wurde der Sprintstart wegen starken Regens um etwa eine halbe Stunde verschoben. Beim vorangegangenen Rennen auf dem Sepang-Kurs in Malaysia hatten ebenfalls Regen und Verzögerungen eine Rolle gespielt; dort sorgten zusätzlich Softwareprobleme für Verwirrung bei der Startaufstellung.
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