Charles Leclercs Start aus der ersten Reihe konnte Ferraris Rückstand im Rennen nicht kaschieren. Der Monegasse qualifizierte sich in Baku als Zweiter, lag dabei aber mehr als acht Zehntelsekunden hinter Pole-Setter George Russell. Im Grand Prix wurde Leclerc Vierter, Lewis Hamilton kam auf Rang sechs. Russell gewann vor Max Verstappen und Isack Hadjar – und Leclerc räumte danach ein, dass Ferrari nicht mehr das beste Chassis der Formel 1 habe. Zugleich mahnte er, den Abstand zur Konkurrenz ehrlich einzuordnen.
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Vom starken Qualifying zum ernüchternden Renntempo
Der Kontrast war deutlich: Leclerc brachte Ferrari auf den zweiten Startplatz, konnte daraus aber keinen Podestplatz machen. Im Rennverlauf verlor er Positionen an die Red-Bull-Piloten. Hamilton überquerte die Ziellinie 22,382 Sekunden hinter Russell.
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18 Baku zeigte damit, dass eine starke Runde im Qualifying nicht ausreichte, um über die Grand-Prix-Distanz mit den stärksten Konkurrenten mitzuhalten.
Das Ergebnis gibt Leclercs Einschätzung zu Ferraris Position Gewicht. Es beweist für sich genommen aber nicht, dass allein das Chassis für den Rückstand verantwortlich war. Die Rennleistung hängt vom Gesamtpaket ab; auch die Powerunit, die Vorbereitung der Reifen und das Energiemanagement wurden als Punkte genannt, die Ferrari untersuchen muss.
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Motor-Upgrade, aber weiter offene Fragen
Leclerc fuhr in Baku mit Ferraris aufgerüsteter Powerunit. Trotzdem konnte das Team mit den Spitzenreitern nicht Schritt halten. Teamchef Fred Vasseur hatte bereits vor dem Rennen Schwächen auf der Motorenseite eingeräumt. Hamilton sagte nach seinem sechsten Platz, Ferrari müsse herausfinden, warum die Reifen nicht zuverlässig ins richtige Arbeitsfenster kamen und wie das Energiemanagement verbessert werden könne.
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Leclerc forderte zudem weitere Updates, um den Rückstand auf Mercedes, Red Bull und McLaren zu verkleinern. Diese Teams seien inzwischen voraus, sagte er; der Abstand bestehe nicht erst seit diesem Wochenende.
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18 Welche konkreten Rivalen-Upgrades dafür ausschlaggebend waren, lässt sich aus den vorliegenden Berichten nicht ableiten. Klarer ist die Bilanz für Baku: Ferraris aktuelles Gesamtpaket bot nicht dieselbe Rennpace.
Platz zwei in der Teamwertung – mit großem Abstand
Ferrari verließ Aserbaidschan auf Rang zwei der Konstrukteurswertung und hatte 378 Punkte auf dem Konto. Mercedes führte mit 538 Zählern – ein Vorsprung von 160 Punkten. McLaren lag mit 306 Punkten auf Platz drei, Red Bull mit 263 auf Rang vier.
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Der zweite Platz zeigt, dass Ferrari regelmäßig Punkte sammelt. Der Abstand zu Mercedes macht aber ebenso deutlich, wie weit das Team derzeit von der Spitze der Meisterschaft entfernt ist.
Vasseur, Horner und die Gerüchteküche
Parallel zu den sportlichen Fragen wurde darüber spekuliert, ob Christian Horner Fred Vasseur als Ferrari-Teamchef ablösen könnte. Vasseur nannte die wiederholten Fragen zu seiner Zukunft frustrierend und sagte, sie erschwerten es dem Team, in einem ruhigen Umfeld zu arbeiten.
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Das beschreibt den Druck rund um Ferrari, ist aber kein Beleg dafür, dass der Rennstall einen Wechsel an der Spitze beschlossen hat. Die Gerüchte bleiben Spekulation.
Was Baku über Ferrari verrät
Leclerc hat nach dem Wochenende einen konkreten Grund, Ferraris frühere Überzeugung vom besten Chassis infrage zu stellen: Auf einen Startplatz in Reihe eins folgte Rang vier, während Mercedes und Red Bull im Rennen stärker wirkten. Das Wochenende spricht jedoch für ein Problem mit dem Gesamtpaket – nicht für eine abschließende Diagnose des Chassis allein. Motorleistung, Reifenmanagement und weitere Entwicklungsschritte gehören ebenfalls zum Bild.