Drei Starts, drei Silbermedaillen, drei Landesrekorde: Für Gan Ching Hwee waren die Asienspiele 2026 der bislang deutlichste Beleg ihres Fortschritts. Über 400 Meter Freistil schwamm sie 4:06,81 Minuten, über 800 Meter 8:26,25 Minuten und über 1.500 Meter 16:00,45 Minuten. Sie war Singapurs einzige Medaillengewinnerin in den Schwimmwettbewerben dieser Spiele.
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Hinter den Ergebnissen steht eine Zusammenarbeit, die mehr als ein Jahrzehnt zuvor begann – und die nicht immer reibungslos verlief.
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Was Chia schon früh in Gan sah
Trainer Eugene Chia bemerkte Gan bei einem Schwimmcamp, als sie elf Jahre alt war. Berichten über ihre Anfänge zufolge fiel ihm vor allem ihre Technik auf, nicht bloß ihr Tempo. Wenige Monate später wurde er ihr Trainer. Gan erinnerte sich später daran, dass Chia ihrer Mutter von ihrem Potenzial erzählte, obwohl sie selbst damals am Weiterschwimmen zweifelte.
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Auch außerhalb des Beckens hatte sie Rückhalt. Gan nennt neben Chia ihre Familie und ihr Team als wichtige Stützen. Ihre Eltern passten ihre Zeitpläne an, um sie zum Training und zu Wettkämpfen zu bringen; zugleich musste sie Schule und Schwimmen miteinander vereinbaren.
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Gan wurde vor allem als Langstrecken-Freistilschwimmerin bekannt. Dass ihr Können darüber hinausreicht, zeigte sich 2026 über 400 Meter Lagen – einer Strecke, auf der alle vier Schwimmarten absolviert werden. Nachdem Chia in einem Vorlauf ihre Kraft und effiziente Technik beobachtet hatte, forderte er sie auf, den Landesrekord anzugreifen. Sie brach ihn. Ein genauer, belegter Plan, mit dem er sie vom Sprint zu ihren späteren Strecken geführt hätte, lässt sich daraus allerdings nicht ableiten.
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Vertrauen entstand nicht ohne Schwierigkeiten
Gan hat sowohl Probleme in der Kommunikation als auch die Trainingsbedingungen während der Pandemie als Herausforderungen beschrieben. Ein Bericht über das Duo schildert, dass ein Sportpsychologe dabei half, zwischen Schwimmerin und Trainer zu vermitteln. Wie einzelne Meinungsverschiedenheiten verliefen oder wann sich ihre Gespräche verbesserten, geht aus den verfügbaren Berichten nicht genau hervor.
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Wie viel Vertrauen inzwischen gewachsen war, zeigte Gan nach ihrem Silberrennen über 1.500 Meter bei den Asienspielen: Für ihren mutigen Rennplan habe sie sich auf das Training mit Chia und die Vorbereitung durch das Betreuungsteam gestützt. Schon bei den Südostasienspielen 2025 hatte sie seinen Rat hervorgehoben, sich selbst zu vertrauen und so zu schwimmen wie im Training.
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Chia wiederum betont nicht allein Medaillen. Bei einem Lagenrennen im März 2026 sprach er davon, dass er von Gan vollen Einsatz erwarte, und richtete den Blick auf die Umsetzung ihres Rennens. Gan beschrieb nach der Schwimm-WM 2025, wie beide ihre Pläne von Wettkampf zu Wettkampf neu prüften – auch mit Blick darauf, was sie körperlich und mental leisten konnte.
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Von Paris bis zum nächsten olympischen Ziel
Gan gab 2024 in Paris ihr Olympiadebüt, stellte im Vorlauf über 1.500 Meter Freistil einen singapurischen Rekord auf und trat auch über 800 Meter an. Bei der Schwimm-WM 2025 wurde sie Siebte im Finale über 1.500 Meter Freistil. Vor den Südostasienspielen 2025 hatte sie bereits elf Goldmedaillen bei vier Austragungen gewonnen; im Dezember holte sie dort zum dritten Mal in Folge den Titel über 400 Meter Freistil.
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Nun blickt Chia auf Los Angeles 2028: Er möchte Gan in einem olympischen Finale sehen und nennt Tempo und Wenden als Bereiche, an denen sie weiter arbeiten kann. Gan selbst strebt eine olympische A-Qualifikationszeit an. Ob beides gelingt, ist offen. Ihr bisheriger Weg zeigt aber, dass die drei Silbermedaillen nicht auf einem einzigen gelungenen Rennen beruhen – sondern auf jahrelanger Unterstützung und der Bereitschaft, auch nach Erfolgen weiterzuarbeiten.
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