Am Donnerstag, dem 29. Oktober, bekam die Tech-Rally einen Dämpfer. Anleger fragten sich, ob die enormen Investitionen in künstliche Intelligenz tatsächlich genug Gewinn und freien Cashflow abwerfen, um ihren Preis zu rechtfertigen. Alphabet lieferte dafür den konkreten Anlass: Das Cloud-Geschäft wuchs kräftig, doch die übrigen Zahlen und ein hoher Mittelabfluss überschatteten das Wachstum. Auch Samsung sorgte in Asien für Ernüchterung.
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Alphabet rückt die Rendite von KI-Ausgaben in den Mittelpunkt
Der Google-Mutterkonzern meldete für das dritte Quartal einen Gewinn je Aktie von 2,12 US-Dollar bei einem Umsatz von 127,58 Milliarden US-Dollar. Beides blieb hinter den Erwartungen zurück. Zwar legte der Umsatz von Google Cloud um 103 Prozent zu, doch das reichte nicht, um die Sorgen über Gewinnentwicklung, das Such- und Werbegeschäft sowie die finanziellen Folgen der KI-Investitionen auszuräumen. Der ausgewiesene Mittelabfluss lag bei rund 9,1 Milliarden US-Dollar.
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Auch der Kursrückgang wurde je nach Bericht und Zeitpunkt unterschiedlich beziffert: Ein Bericht sprach von einem Minus von knapp 12 Prozent, ein späterer von 13,7 Prozent. Solche Abweichungen können entstehen, wenn Berichte unterschiedliche Handelszeitpunkte abbilden.
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Südkoreas Börse gab einen Teil des Vortagesgewinns ab
Der Kospi schloss bei 5.937,66 Punkten und damit 1,24 Prozent im Minus. Am Vortag hatte der südkoreanische Leitindex noch um 6,63 Prozent zugelegt.
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Samsung meldete einen Rekordgewinn, doch die Ergebnisse der Halbleitersparte blieben hinter den Markterwartungen zurück. Zudem enttäuschte Anleger, dass das Unternehmen keine konkreten zusätzlichen Angaben zu möglichen Ausschüttungen an Aktionäre machte.
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Der Kontrast zum Vortag war deutlich: Rekordzahlen von SK Hynix und angekündigte Ausschüttungen an die Aktionäre hatten den vorherigen Kurssprung mitgetragen.
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24 Samsungs schwächere Aufnahme zeigte, dass Anleger nicht nur auf Geschäftszahlen achteten, sondern auch darauf, was bei den Unternehmen für die Aktionäre ankommt.
In den USA gerieten Tech-Werte unter Druck
Die Verluste konzentrierten sich besonders auf Technologieaktien. Der Nasdaq Composite gab rund 1,4 Prozent nach, der S&P 500 etwa 0,3 Prozent; auch der Dow Jones schloss tiefer. Microsoft bot zunächst einen Gegenpol: Berichte vermerkten eine positive erste Reaktion auf die Quartalszahlen des Unternehmens.
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Nach dem US-Börsenschluss fielen die Aktien von Amazon und Intel, als Anleger ihre Ergebnisse und Ausblicke einordneten. Amazon enttäuschte mit Umsatz und Prognose, obwohl das Cloud-Geschäft stark blieb. Intel gab nach einem schwächeren Umsatzausblick deutlich nach. Ein Bericht bezifferte das Intel-Minus um 19.09 Uhr US-Ostküstenzeit auf 23,32 Prozent – eine Momentaufnahme aus dem nachbörslichen Handel, kein endgültiger Schlusskurs.
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Was der Ausverkauf aussagt – und was nicht
Der Handelstag spiegelte vor allem eine Neubewertung der kurzfristigen finanziellen Erträge aus KI-Investitionen wider. Bei Alphabet wuchs die Cloud-Sparte stark, gleichzeitig prüften Anleger Gewinn, Mittelzufluss und Ausgaben genauer. Die verfügbaren Angaben sprechen für Unsicherheit über die Rendite der Investitionen – sie belegen aber nicht, dass die Nachfrage nach KI eingebrochen wäre.
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