Bitcoin bewegte sich am 4. Oktober 2026 nach mehreren Tagen mit vergleichsweise engen Kursschwankungen um 85.000 US-Dollar. Damit lag die Kryptowährung noch rund 32 Prozent unter ihrem Rekordhoch von etwa 126.000 US-Dollar im Oktober 2025. Die Marktsignale waren gemischt: Auf Börsen lag weniger Bitcoin, die ETF-Zuflüsse schwankten und hohe Renditen am US-Anleihemarkt sorgten für Unsicherheit.
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Weniger Bitcoin auf Börsen – aber kein Kursversprechen
Die Bitcoin-Reserven auf Kryptobörsen wurden mit rund 2,68 Millionen BTC angegeben. So niedrig waren sie seit 2023 nicht mehr. Zudem verzeichneten zentralisierte Börsen in den vorangegangenen sieben Tagen zusammengenommen einen Nettoabfluss von etwa 6.762 BTC. Beides deutet darauf hin, dass kurzfristig weniger Bitcoin direkt auf Handelsplattformen lag als zuvor.
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Das ist ein Hinweis auf das verfügbare Angebot, aber keine Garantie für steigende Kurse. Die Kennzahl zu den Börsenreserven erfasst Bitcoin in Wallets, die den Börsen zugeordnet werden. Sie verrät nicht, warum einzelne Anleger ihre Coins transferiert haben oder ob sie später wieder auf eine Börse gelangen. Auch waren die Bewegungen nicht überall gleich: Während bei manchen Plattformen Bitcoin eingingen, verzeichneten andere Nettoabflüsse.
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ETF-Nachfrage erholt sich, bleibt aber wechselhaft
US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten in einer Septemberwoche Nettozuflüsse von rund 2,4 Milliarden US-Dollar – einen ihrer stärksten Wochenwerte seit Oktober 2025. Die Serie positiver Handelstage riss jedoch am 30. September: An diesem Tag flossen netto etwa 148,7 Millionen US-Dollar aus den Fonds ab.
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In den beiden folgenden erfassten Handelssitzungen drehte die Bilanz wieder ins Plus. Am 1. Oktober verzeichneten die ETFs Nettozuflüsse von 102,7 Millionen US-Dollar, am 2. Oktober von 32,12 Millionen US-Dollar. Das spricht für erneute Käufe nach dem September-Abfluss. Zwei positive Handelstage reichen aber nicht aus, um eine dauerhaft zunehmende Nachfrage zu belegen.
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Unterm Strich ist das Bild weder klar bärisch noch eindeutig bullisch: Auf starke Käufe Ende September folgte ein deutlicher Rückschlag, bevor die Zuflüsse Anfang Oktober zurückkehrten. Die ETF-Daten geben Hinweise auf die Nachfrage, beantworten aber nicht, ob sie für einen nachhaltigen Ausbruch aus der jüngsten Handelsspanne ausreicht.
Hohe US-Renditen könnten den Ausbruch erschweren
Berichte führten steigende US-Staatsanleiherenditen und einen stärkeren Dollar als Belastungsfaktoren für Bitcoin und andere risikoreiche Anlagen an. Höhere Renditen können verzinste Anlagen für Anleger attraktiver machen – anders als Bitcoin werfen sie laufende Zinsen ab.
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Auch der weitere Zinskurs war nicht eindeutig. Ein Ausblick für Oktober verwies auf Erwartungen einer weiteren Zinserhöhung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Eine Markteinschätzung vom 4. Oktober beschrieb dagegen Wetten auf eine Zinspause. Diese unterschiedlichen Erwartungen zeigen, warum die Geldpolitik eine Unsicherheitsquelle bleibt und keine verlässliche Einbahn-Prognose für Bitcoin liefert.
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Worauf es für ein überzeugenderes Ausbruchssignal ankommt
Niedrige Börsenreserven können bedeuten, dass weniger Coins unmittelbar auf Handelsplattformen zum Verkauf bereitliegen. ETF-Zuflüsse wiederum können auf eine wachsende Nachfrage nach Bitcoin-Anlagen hindeuten. Keine der beiden Kennzahlen bestätigt für sich genommen einen Ausbruch. Überzeugender wäre ein anhaltender Kaufdruck, der sich auch in Kursgewinnen zeigt – nicht nur ein Rückgang der Börsenbestände oder eine kurze Rückkehr positiver ETF-Flüsse. Hohe Renditen und offene Fragen zur Fed-Politik könnten die Risikobereitschaft zugleich weiter dämpfen.
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Für den 4. Oktober ergibt sich daher ein vorsichtiges Gesamtbild: Das Angebot auf Börsen könnte den Kurs stützen, die ETF-Nachfrage zeigt erste, aber uneinheitliche Erholungssignale, und das makroökonomische Umfeld könnte weitere Gewinne bremsen. Bitcoin notierte nahe 85.000 US-Dollar – doch die vorliegenden Daten belegten noch nicht, dass ein nachhaltiger Ausbruch aus der jüngsten Handelsspanne begonnen hatte.
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