NIRPS bestimmte für GJ 3090 b eine dreidimensionale Bahnneigung von etwa 136°. Weil der Wert über 90° liegt, läuft der Planet entgegen der Drehrichtung seines Sterns.
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Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: How did astronomers use the NIRPS near-infrared spectrograph at Chile’s La Silla Observatory to determine that GJ 3090 b—a 2.2-Earth-radius,. Article summary: NIRPS’s ultra-stable, high-resolution near-infrared spectra measured the tiny Doppler changes produced as GJ 3090 b crossed its rotating M-dwarf host, allowing the team to determine the orientation of the planet’s orbita. Topic tags: general, government, education, academic, general web. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermark
GJ 3090 b ist ein transitierender Subneptun, der seinen Stern in nur 2,85 Tagen umrundet. Beobachtungen mit dem Nahinfrarot-Spektrografen NIRPS am 3,6-Meter-Teleskop der ESO in La Silla, Chile, lieferten nun die dreidimensionale Geometrie seiner Bahn: Die Bahnneigung beträgt ungefähr 136°. Da dieser Winkel deutlich über 90° liegt, bewegt sich der Planet rückläufig – also entgegen der Rotationsrichtung seines Sterns. 8
10
Während GJ 3090 b vor seinem Stern vorbeizieht, lassen sich in dessen Spektrum winzige Veränderungen erkennen. Hochpräzise Spektrografen messen dabei, wie der Planet nacheinander Bereiche der rotierenden Sternscheibe verdeckt. Daraus kann das Forschungsteam ableiten, wie die Planetenbahn zum Sternäquator ausgerichtet ist.
Beim System GJ 3090 war die Genauigkeit von NIRPS im Nahinfrarot entscheidend. Der Wert Ψ ≈ 136° steht nicht für eine geringe Abweichung, sondern für eine stark fehlorientierte und tatsächlich rückläufige Bahn. 4
8
Die Messkampagne präzisierte zugleich die Masse von GJ 3090 b auf 4,52 ± 0,47 Erdmassen. Zusammen mit einem Radius von 2,18 ± 0,06 Erdradien wird der Planet als Subneptun eingeordnet. 3
Der Mutterstern GJ 3090 ist ein kleiner, kühler Roter Zwerg der Spektralklasse M. GJ 3090 b ist der erste bekannte Planet, der einen solchen Stern auf einer rückläufigen Bahn umkreist. 8
15
Stark geneigte Bahnen wurden bislang häufiger bei heißeren und größeren Sternen untersucht. Dort sind entsprechende Messungen oft leichter. Die Infrarotleistung von NIRPS ermöglichte es dagegen, die Bahngeometrie eines vergleichsweise kleinen Planeten um einen kühlen Stern zu bestimmen. 4
10
Für stark geneigte oder rückläufige Bahnen gibt es eine verbreitete Erklärung: Ein ferner massereicher Planet oder ein Begleitstern könnte die Bahn eines inneren Planeten über lange Zeit durch seine Gravitation verändert haben.
Bei GJ 3090 fanden die Beobachtungen jedoch keinen Hinweis auf einen weit entfernten stellaren Begleiter oder einen ausreichend massereichen äußeren Planeten, der diese Rolle übernehmen könnte. 8 Damit sind nicht alle dynamischen Entstehungsszenarien ausgeschlossen. Die naheliegende Erklärung eines bislang verborgenen Riesenobjekts wird durch die verfügbaren Daten aber nicht gestützt.
Als weiterer gut belegter Fund im System gilt GJ 3090 c. Dieser nicht transitierende Subneptun benötigt 15,9 Tage für einen Umlauf, besitzt eine Mindestmasse von 10,0 ± 1,3 Erdmassen und kreist in rund 0,10 Astronomischen Einheiten (AU) Abstand um den Stern. 3
24
Einige Mitteilungen sprechen von zwei weiteren mit NIRPS entdeckten Planeten. 4
5 Die vorliegenden Quellen benennen und bestätigen jedoch konsistent nur GJ 3090 c. Ohne belastbare Angaben zu Name, Umlaufzeit oder Masse eines weiteren Körpers sollte dieser nicht als gleichwertig bestätigter Planet dargestellt werden.
Eine Hypothese verlegt den Ursprung der rückläufigen Bahn in die frühe Entstehungsphase des Systems. Demnach könnte der junge Stern später Gas und Staub aufgenommen haben, deren Drehimpuls stark gegen die ursprüngliche protoplanetare Scheibe geneigt war – möglicherweise sogar entgegengesetzt. Planeten, die sich in dieser zweiten Scheibe bildeten, hätten deren ungewöhnliche Orientierung geerbt. 6
Das ist bislang eine Hypothese, keine nachgewiesene Entstehungsgeschichte von GJ 3090. Sie würde jedoch erklären, wie eine rückläufige Bahn ohne heute sichtbaren massereichen Störer entstehen kann: Die ungewöhnliche Ausrichtung wäre dann ursprünglich und kein Resultat einer späteren gravitativen Umwälzung. 6
8
Sollten weitere vergleichbare Systeme entdeckt werden, könnte das darauf hindeuten, dass Planeten in zeitlich aufeinanderfolgenden, unterschiedlich ausgerichteten Gas- und Staubscheiben entstehen können. Eine Planetenbahn müsste dann nicht zwangsläufig mit der endgültigen Rotation ihres Sterns übereinstimmen.
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NIRPS bestimmte für GJ 3090 b eine dreidimensionale Bahnneigung von etwa 136°. Weil der Wert über 90° liegt, läuft der Planet entgegen der Drehrichtung seines Sterns.
NIRPS bestimmte für GJ 3090 b eine dreidimensionale Bahnneigung von etwa 136°. Weil der Wert über 90° liegt, läuft der Planet entgegen der Drehrichtung seines Sterns. GJ 3090 b ist der erste bekannte Planet auf einer rückläufigen Bahn um einen kleinen, kühlen M Zwerg.
Als weiterer bestätigter Planet gilt GJ 3090 c: ein nicht transitierender Subneptun mit 15,9 Tagen Umlaufzeit und einer Mindestmasse von 10,0 ± 1,3 Erdmassen.
NIRPS bestimmte für GJ 3090 b eine dreidimensionale Bahnneigung von etwa 136°. Weil der Wert über 90° liegt, läuft der Planet entgegen der Drehrichtung seines Sterns.
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GJ 3090 b ist ein transitierender Subneptun, der seinen Stern in nur 2,85 Tagen umrundet. Beobachtungen mit dem Nahinfrarot-Spektrografen NIRPS am 3,6-Meter-Teleskop der ESO in La Silla, Chile, lieferten nun die dreidimensionale Geometrie seiner Bahn: Die Bahnneigung beträgt ungefähr 136°. Da dieser Winkel deutlich über 90° liegt, bewegt sich der Planet rückläufig – also entgegen der Rotationsrichtung seines Sterns. 8
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Während GJ 3090 b vor seinem Stern vorbeizieht, lassen sich in dessen Spektrum winzige Veränderungen erkennen. Hochpräzise Spektrografen messen dabei, wie der Planet nacheinander Bereiche der rotierenden Sternscheibe verdeckt. Daraus kann das Forschungsteam ableiten, wie die Planetenbahn zum Sternäquator ausgerichtet ist.
Beim System GJ 3090 war die Genauigkeit von NIRPS im Nahinfrarot entscheidend. Der Wert Ψ ≈ 136° steht nicht für eine geringe Abweichung, sondern für eine stark fehlorientierte und tatsächlich rückläufige Bahn. 4
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Die Messkampagne präzisierte zugleich die Masse von GJ 3090 b auf 4,52 ± 0,47 Erdmassen. Zusammen mit einem Radius von 2,18 ± 0,06 Erdradien wird der Planet als Subneptun eingeordnet. 3
Der Mutterstern GJ 3090 ist ein kleiner, kühler Roter Zwerg der Spektralklasse M. GJ 3090 b ist der erste bekannte Planet, der einen solchen Stern auf einer rückläufigen Bahn umkreist. 8
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Stark geneigte Bahnen wurden bislang häufiger bei heißeren und größeren Sternen untersucht. Dort sind entsprechende Messungen oft leichter. Die Infrarotleistung von NIRPS ermöglichte es dagegen, die Bahngeometrie eines vergleichsweise kleinen Planeten um einen kühlen Stern zu bestimmen. 4
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Für stark geneigte oder rückläufige Bahnen gibt es eine verbreitete Erklärung: Ein ferner massereicher Planet oder ein Begleitstern könnte die Bahn eines inneren Planeten über lange Zeit durch seine Gravitation verändert haben.
Bei GJ 3090 fanden die Beobachtungen jedoch keinen Hinweis auf einen weit entfernten stellaren Begleiter oder einen ausreichend massereichen äußeren Planeten, der diese Rolle übernehmen könnte. 8 Damit sind nicht alle dynamischen Entstehungsszenarien ausgeschlossen. Die naheliegende Erklärung eines bislang verborgenen Riesenobjekts wird durch die verfügbaren Daten aber nicht gestützt.
Als weiterer gut belegter Fund im System gilt GJ 3090 c. Dieser nicht transitierende Subneptun benötigt 15,9 Tage für einen Umlauf, besitzt eine Mindestmasse von 10,0 ± 1,3 Erdmassen und kreist in rund 0,10 Astronomischen Einheiten (AU) Abstand um den Stern. 3
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Einige Mitteilungen sprechen von zwei weiteren mit NIRPS entdeckten Planeten. 4
5 Die vorliegenden Quellen benennen und bestätigen jedoch konsistent nur GJ 3090 c. Ohne belastbare Angaben zu Name, Umlaufzeit oder Masse eines weiteren Körpers sollte dieser nicht als gleichwertig bestätigter Planet dargestellt werden.
Eine Hypothese verlegt den Ursprung der rückläufigen Bahn in die frühe Entstehungsphase des Systems. Demnach könnte der junge Stern später Gas und Staub aufgenommen haben, deren Drehimpuls stark gegen die ursprüngliche protoplanetare Scheibe geneigt war – möglicherweise sogar entgegengesetzt. Planeten, die sich in dieser zweiten Scheibe bildeten, hätten deren ungewöhnliche Orientierung geerbt. 6
Das ist bislang eine Hypothese, keine nachgewiesene Entstehungsgeschichte von GJ 3090. Sie würde jedoch erklären, wie eine rückläufige Bahn ohne heute sichtbaren massereichen Störer entstehen kann: Die ungewöhnliche Ausrichtung wäre dann ursprünglich und kein Resultat einer späteren gravitativen Umwälzung. 6
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Sollten weitere vergleichbare Systeme entdeckt werden, könnte das darauf hindeuten, dass Planeten in zeitlich aufeinanderfolgenden, unterschiedlich ausgerichteten Gas- und Staubscheiben entstehen können. Eine Planetenbahn müsste dann nicht zwangsläufig mit der endgültigen Rotation ihres Sterns übereinstimmen.
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NIRPS bestimmte für GJ 3090 b eine dreidimensionale Bahnneigung von etwa 136°. Weil der Wert über 90° liegt, läuft der Planet entgegen der Drehrichtung seines Sterns.
NIRPS bestimmte für GJ 3090 b eine dreidimensionale Bahnneigung von etwa 136°. Weil der Wert über 90° liegt, läuft der Planet entgegen der Drehrichtung seines Sterns. GJ 3090 b ist der erste bekannte Planet auf einer rückläufigen Bahn um einen kleinen, kühlen M Zwerg.
Als weiterer bestätigter Planet gilt GJ 3090 c: ein nicht transitierender Subneptun mit 15,9 Tagen Umlaufzeit und einer Mindestmasse von 10,0 ± 1,3 Erdmassen.